Norwegische Teams erlitten in Plymouth Rückschläge
Als kein gutes Pflaster erwies sich der Honda British Grand Prix in
Plymouth für die beiden norwegischen Teams der Class 1 WM, die „Spirit
of Norway“ und die „Jotun“. Beide Teams boten zwar erstklassige
Leistungen, aber irgendwie kam immer wieder was dazwischen, um daraus auch einen
Erfolg zu machen.
Disqualifizierung der „Spirit of Norway“ bei der Pole
Position
Dabei fing das Wochenende für beide noch recht gut an. So lieferte die
„Spirit of Norway“ die zweitschnellste und die „Jotun“
die drittschnellste Zeit ab. Dabei mussten die Mechaniker der beiden Teams
kaum Hand an die Boote legen. Was dann folgte, konnte man nur noch mit „Dumm
gelaufen“ erklären. Am ärgsten erwischte es dabei die sonst
erfolgsverwöhnte Crew der „Spirit of Norway“. Zwar legten
Björn Gjelsten und Steve Curtis vier konstant schnelle Runden auf den
Kurs, doch es reichte nicht an die Zeiten der trainingsschnellsten „King
of Shaves“ heran. Als Zweiter der Pole Position in Arendal, gingen Steve
Curtis und Björn Gjelsten mit der „Spirit of Norway“ bei
der Pole in Plymouth dann als vorletzte auf den Kurs und wollten ihre beiden
schnellen Runden absolvieren.
Doch bei der Zufahrt zum Kurs verpassten die beiden üblicherweise pedantisch
arbeitende Crew eine Markierungsboje und wurde dafür direkt disqualifiziert,
mit der Folge, dass sie bei dem Rennen am Sonntag von ganz hinten starten
mussten.
Propellerbruch sorgte für unfreiwilligen Pit-Besuch der „Spirit
of Norway“
Doch das Training zum Grand Prix verlief überhaupt nicht nach dem Geschmack
des bislang erfolgreichsten Duo´s der Class 1. Die Backbordmaschine
der „Spirit of Norway“ quittierte dabei den Dienst. Eilends wurde
über Mittag der Lamborghini V12 ausgetauscht und für das Rennen
am Nachmittag vorbereitet. Das Rennen begann dann auch wie gewohnt für
Curtis/Gjelsten. Vom ganz hinten preschten sie bis auf Platz drei nach vorne,
setzten eine Runde später bereits zu ihrer ersten Long Lap an und fegten
bis zur siebten Runde wieder auf den dritten Platz vor. Nun brauchten sie
eigentlich nur noch darauf warten, das die beiden vor ihnen liegenden „Victory
77“ und „Qatar 95“ ihrerseits die Long Lap in Angriff nehmen
würden und alles wäre gut gewesen. Doch es kam anders. Einer der
beiden Propeller brach und die „Spirit of Norway“ musste zurück
in die Pits zum Wechseln.
Zwei Runden verlor das anglo/norwegische Team auf das Feld. Daran änderte
auch die bis zur zwölften Runde angesetzte Pace-Boot Phase nach dem Unfall
der „King of Shaves“ nichts. Am Ende blieb dann nur noch der siebte
Platz und magere vier Pünktchen. Es war bereits das zweite Mal in dieser
Saison, das die „Spirit of Norway“ derart schlecht bei einem Grand
Prix abschnitt. Kaum einer im Team konnte sich daran erinnern, wann es zuletzt
ein solches Debakel gegeben hatte. Tröstlich ist, das man immer noch
die WM anführt.
„Jotun“ nach Kollision mit Wendemarke zurück auf
Platz fünf
Etwas besser lief es da schon bei der „Jotun“. Zwar haderten Christian
Zaborowski und Jörn Tandberg etwas mit der Performance des MTI Kats,
doch man konnte bei der Pole Position etwas von dem Pech der „Spirit
of Norway“ profitieren. Die „Jotun“ legte eine respektable,
fast schon gewohnheitsmäßige, fünftschnellste Zeit hin, wurde
aber dann durch die Disqualifikation der beiden Schnellsten „Spirit
of Norway“ und „King of Shaves“ auf den dritten Platz nach
vorne aufs Podium gespült. Beim Rennen fiel das Team dann nach einem
näheren Kontakt mit einer Wendemarke auf den letzten Platz zurück.
Christian Zaborowski und Jörn Tandberg konnten dann aber die Pace-Boot
Phase und den folgenden Re-Start des Rennens nutzen und fuhren bis auf den
dritten Platz vor.
Allerdings kreidete man ihnen die Zerstörung der Wendemarke an und
sie bekamen am Ende eine Straf Long Lap aufgebrummt und fielen damit in der
Endwertung auf Platz fünf zurück.
Für den kommenden Grand Prix in Portorose wollen beide Teams wieder
zurück an die Spitze. In den heimatlichen Werkstätten in Norwegen
sollen die beiden Boote nun in den nächsten Tagen komplett duchgecheckt
werden und ihnen wieder die notwendige Zuverlässigkeit beigebracht werden.(www.world-of-powerboat.de)
Cowes Powerboat Festival größer und besser denn je
Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Start des Cowes Powerboat Festivals 2006
und nach der erfolgreichen Wiederbelebung dieses traditionsreichen Events im
vergangenen Jahr, verspricht auch dieses Jahr wieder ein absoluter Renner zu
werden. An die 100 Powerboat Teams aus aller Welt haben sich bereits für
den Event angemeldet und die Veranstalter erwarten für das einzigartige
Powerboat Wochenende über 80.000 Zuschauer in Cowes auf der Isle of Wight.
Zahlreichen Powerboat Rennserie bieten Spitzenrennsport
Drei Tage lang, werden ganz besonders die 20 Boote der Powerboat
P1 die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Darüber hinaus werden weitere
Powerboat Klassen für die besondere Atmosphäre der Veranstaltung
sorgen. Neben den Rennen zu den nationalen V24 und Class 3 2-Liter Meisterschaften,
werden auch die beiden Honda 4-Stroke Klassen 150HP und 225HP bei jeweils
zwei Rennen zu ihrer Meisterschaft an den Start gehen. Ebenfalls mit von der
Partie sind die spektakulären Thundercats, die bei ihrer European Tour
bereits auch in Travemünde einen Halt eingelegt haben. Ein weiteres Highlight
des Cowes Powerboat Festivals ist das beliebte Round-the-Island Rennen für
„Jedermann“, der Isle of Wight Challenge, bei dem es in diesem
Jahr auch einen neuen Geschwindigkeitsrekord zu erobern gilt.
P1 Radio während des gesamten Wochenendes auch über Internet
Das Festival 2006 ist auf dem Weg, mit mehr Action an Land und auf
dem Wasser größer und besser als 2005 zu werden. Die Rennkurse
wurden zuschauerfreundlich umgestaltet und natürlich ist der Besuch des
Events kostenfrei. In den Zeiten zwischen den Rennen werden bei der Cowes
Parade an Land zahllose Attraktionen geboten, wie zum Beispiel die P1 Openair
Bar, eine großflächige Ausstellung und weitere Unterhaltungsmöglichkeiten.
Wie bereits erfolgreich im Vorjahr durchgeführt, wird es auch dieses
mal wieder ein „Event-Radio“ bei dem Cowes Powerboat Festival
geben. Während des gesamten Wochenendes wird der auch über das Internet
zu hörende Radiosender das Geschehen vor Ort kommentieren.
Die Übertragung für das Live Radio startet am Mittwoch, dem 23.08.06,
gegen Abend und wird bis zum Sonntag, dem 27.08.06, ebenfalls gegen Abend
andauern. Verschiedene Moderatoren werden vor allem das Renngeschehen kommentieren
und Interviews führen. Anklicken lohnt sich also auf alle Fälle.
Alles in allem - ein Event, den man nicht verpassen sollte.(www.world-of-powerboat.de)
U.I.M. Formel 1 zu Gast in Neustadt/Holstein
Zuletzt machte die U.I.M. Formel 1, die größte und spektakulärste
Rennklasse bei den sog. Circuitrennen, dem Gegenpol zu den Offshorerennen
in Travemünde, 2003 Station in Stralsund an der Ostsee. Von 2001 bis
2003 gehörte der Stadthafen von Stralsund zum festen Bestandteil des
Rennkalenders der schnellsten Flitzer. Trotz riesigem Besucherinteresse und
-ansturms in den Vorjahren fanden sich für die internationale Veranstaltung
keine Sponsoren für eine Fortführung des German Grand Prix 2004.
Jetzt bietet sich aber eine Gelegenheit, um zumindest zwei der F1 Rennboote
wieder in Action zu bewundern.
Vorführungen mit dem 400PS Katamaran im Renntempo
Am Samstag, dem 19.08.06, können sich am Nachmittag nicht nur
F1 Fans im Hafen von Neustadt in Holstein einen Eindruck von den rasanten
Katamaranen machen. Der einzige aktive deutsche Pilot in der U.I.M. Formel
1 Weltmeisterschaft, Fabian Kalsow, wird im Rahmen von Demonstrationsfahrten
seinen Sport im Hafen seiner Heimatstadt vorstellen. Bei mehreren Vorführungen
im Renntempo will Kalsow einen Eindruck von seinem rasanten und spektakulären
Sport vermitteln. Gefahren wird dabei direkt inmitten des Hafenbeckens um
insgesamt 4 Wendebojen.
"Es war nicht einfach diese Genehmigung zu erhalten, da sich kaum einer
mit diesem Sport auskennt. Viele denken an hohe Wellen und das es ja unmöglich
sei, mit einem Powerboat im Neustädter Hafenbecken zu fahren," erklärt
Kalsow. Doch großartig Wellen wird das 400PS starke F1 Boot von Fabian
Kalsow nicht produzieren, da der knapp fünfeinhalb Meter lange und zwei
Meter breite Katamaran mit zunehmender Geschwindigkeit nur noch auf einem
Polster aus einem Luft-Wassergemisch dahingleitet. Während der Vorführungen
wird der Hafen aus Sicherheitsgründen für den regulären Schiffsverkehr
gesperrt.
U.I.M. F1 Doppelsitzer bietet Mitfahrgelegenheiten
Das Rennboot und Fabian Kalsow selber wird man während der Veranstaltung
am Sonnensegel, Höhe Hafeneinfahrt und Jungfernstieg antreffen. Neben
einigen Informationsstände wird er dort auch persönlich für
alle Fragen rund um die U.I.M. Formel 1 Weltmeisterschaft zur Verfügung
stehen. Ein weiteres Highlight in Neustadt wird ein F1 Doppelsitzer sein.
In dem für zwei Personen umgebauten F1 Renner wird Fabian Kalsow während
des Nachmittags einige Mitfahrgelegenheiten für Interessierte anbieten.(www.world-of-powerboat.de)