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Dubai Grand Prix - Class 1
Datum: Tuesday, 05.December 2006 um 12:38:08 CET
Thema: Powerboat


  • „Spirit of Norway“ verteidigte erfolgreich den Weltmeistertitel



Mit einer perfekten Vorstellung holten sich Björn Gjelsten und Steve Curtis mit der „Spirit of Norway“ beim Finale der Class 1 Powerboat Weltmeisterschaft in Dubai nicht nur den Sieg sondern sicherten sich dem Middle East und dem WM-Titel auch die beiden verbleibenden Titel der Saison. Wie bereits im vergangenen Jahr blieb für die Erzfeinde um den WM-Titel, der „Victory 77“, nur der zweite Platz übrig. Den verbleibenden Podiumsplatz sicherte sich die „Jotun“.

Nur ein Punkt trennte die Kontrahenten vor dem Finale
Mit einem Ausfall hatte es die „Spirit of Norway“ beim vorletzten Rennen noch einmal mehr als spannend gemacht. Bis auf einen einzigen Punkt waren die Erzfeinde Mohammed Al Marri und Jean-Marc Sanchez in der „Victory 77“ nach dem Mina Seyahi Grand Prix an die Titelverteidiger herangerückt. Für den Titelkampf in der Middle East Meisterschaft sah es nach dem vorletzten Rennen mit Platz vier noch ärger für Steve Curtis und Björn Gjelsten aus. Für die „Spirit of Norway“ hieß das Alles-oder-Nichts. Und beim Finale zeigte das Ausnahme Duo dann wie gewohnt seine einsame Spitzenklasse.
„Victory 77“ patzte beim Start und verlor erneut die WM

Bei den schlechtesten Wetterbedingungen in Dubai seit mehr als zwei Jahren, bei wolkenverhangenem Himmel und Nieselregen, gewannen zunächst Matteo Nicolini und Hassan Al Thani mit der „Qatar 96“ das Startduell. Die „Spirit of Norway“ konnte sich direkt dahinter festsetzten, während die „Victory 77“ patzte und auf Platz sechs zurückfiel. Als dann die „Qatar 96“ in der zehnten Runde mit technischen Problemen immer langsamer wurde, nutzten Steve Curtis und Björn Gjelsten die Chance und gingen mit der „Spirit of Norway“ in Führung. Mit nun freier Bahn übernahmen die beiden wie gewohnt die Kontrolle über das Rennen und gewannen am Ende mit einem Vorsprung von elf Sekunden den Dubai Grand Prix und damit den WM - und den Middle East Titel.

Die Hoffnungen von Mohammed Al Marri und Jean-Marc Sanchez, der Vorherrschaft der „Spirit of Norway“ ein Ende zu bereiten, verlöschten nach einem schlechtem Start bereits in der Startrunde. Zwar kämpfte sich die „Victory 77“ mit Vehemenz von Platz sechs bis auf den zweiten Platz vor, doch trotz aller Bemühungen war das Tempo ihrer Titelrivalen in der „Spirit of Norway“ zu hoch. Wie bereits im vergangenen Jahr rutschte der Titel für das Victory Team damit zwar mit zwei Punkten nur knapp, aber dennoch unerreichbar weit weg.

„Jotun“ vervollständigte das Podium in Dubai
Ironie des Schicksals - die „Victory 77“ fand sich beim letzten Grand Prix der Saison gleich im „Spirit of Norway“ WM - Päckchen wieder. Vor ihnen das aktuelle Weltmeisterboot und auf Platz drei hinter ihnen, das ehemalige Weltmeisterboot von Steve Curtis und Björn Gjelsten. Das bedeutete für das Victory Team die mittlerweile fünf Jahre andauernde Niederlage auf einem Blick. Christian Zaborowski und Jörn Tandberg hatten die ex- „Spirit of Norway“, das Weltmeisterboot von 1998 und 2002, beim Slovenian Grand Prix erstmalig eingesetzt.

Beim Finale liefen Zaborowski und Tandberg mit dem Tencara Kat jetzt zur Höchstform auf und landeten mit dem dritten Platz zum vierten Mal in dieser Saison auf dem Podium. In der WM rutschte die „Jotun“ damit auf den vierten Platz vor.

„Qatar 95“ mit Zuverlässigkeit WM - Dritte
Auf dem vierten Platz landeten Abdullah Al Sulaiti und Lino diBiase mit der „Qatar 95“. Damit verbuchte das zweite Qatar Team in dieser Saison keinen Ausfall bei einem Rennen und zeigte eine unglaubliche Zuverlässigkeit. In der WM reichte das aus, um zum Schluß, weit vor ihren Teamkollegen in der „Qatar 96“, auf dem dritten Platz hinter der „Spirit of Norway“ und „Victory 77“ zu landen. Nach zwei Ausfällen in Folge kam die Youngster Crew des Victory Teams, Ahmed Al Suwaidi und Nadir Bin Hindi, mit der „Victory 7“ auf dem fünften Platz ins Ziel. Das Team hat zwar genügend Potential, aber es fehlt eindeutig noch an Erfahrung und Durchhaltevermögen.


Etwas, was das Victory Team nach dem Weggang seiner Stars, Khalfan Harib, Ali Nasser und Ali Al Qama schmerzlich vermisst. Ebenfalls nach zwei Ausfällen in Folge sahen auch Guiseppe Chilocci und Pertti Lepalla mit der „Ceramiche Flaminia“ auf Rang sechs diesmal wieder das Ziel.

Große Enttäuschung für die „Qatar 96“
Mit einer riesigen Enttäuschung endete das Finale in Dubai für Sheik Hassan Al Thani und Matteo Nicolini. Nach einem grandiosen Start führte das Team mit der „Qatar 96“ zunächst das Feld an. Erst ein technischer Defekt in Runde zehn machte ihnen den Garaus und die „Qatar 96“ fiel im Verlauf der verbleibenden Renndistanz bis auf den siebten Platz zurück. Zuwenig für Hassan Al Thani und Matteo Nicolini um den angestrebten Middle East Titel zu holen. „Wir haben erneut einen tollen Start hingelegt und bewiesen, das wir eines der schnellsten Boote im Feld haben,“ sagte Sheik Hassan.

„Aber es sollte nicht sein. Wir haben in den letzten Rennen einen riesigen Fortschritt gemacht und mit dem Enthusiasmus, mit dem Abdullah die letzten Rennen gefahren hat und seinem großartigen Sieg in Doha zu Beginn der Saison, können wir zuversichtlich auf die kommende Saison schauen. Es ist enttäuschend, die Meisterschaft verloren zu haben, aber das ist nun mal Rennsport.“

Mit dem Titelgewinn der „Spirit of Norway“ in den vier möglichen Meisterschaften der Class 1, Europameister, Pole Position Champion, Middle East Champion und Weltmeister, endet damit einer der spannendsten Class 1 Weltmeisterschaften seit langem. In kaum einer Saison gab es derartig viele Gewinner und in kaum einer Saison, ging es derartige heftig zur Sache wie in 2006. Nach einer wohlverdienten Pause, darf man sich nun schon auf die kommende Saison freuen, die hoffentlich ein ähnliches Bild bieten wird. (World of Powerboat)

 







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