Racing fasziniert ihn geradezu. Das ist absolut Fakt. Frank Schreiner aus
Völklingen an der Saar muss man als einen „Spätberufenen“
des Automobilsports sehen. „Ja, Leider“ fügt der Chef von
Donic mit einem ganz kleinem Schuss Wehmut in der Stimme hinzu. Erst mit 38
Lenzen griff er bei einem rennen ins Lenkrad. Sport war aber immer schon sein
Ding. Lange nur eben nicht der Automobilsport. In Schülerzeiten geriet
Frank an „die Platte“, die Tischtennisplatte um genau zu sein.
Dieses Spiel zu beherrschen gelang „Franki“ recht schnell. Siege
und Titel holte der Schüler Schlag auf Schlag. Schüler-, Jugend-
und Landesmeistertitel im Saarland kamen blitzartig nacheinander zustande.
Danach dann 7 Jahre Einsätze in der 2. Bundesliga dieses Sports. Frank
Schreiner spielte nicht nur topp, er verstand auch bald die or-ganisatorische
Seite dieses Metiers, eines Sports der nichts für zögerliche Typen
ist. Schnelligkeit und Reaktion machen an der Platte den Meister.

Schreiner vor Ferrarifahrer Salernitano
Einen Ausgleich für den sportlichen Stress bildete schon früh die
Liebe zur Musik. Auf einer Rockfete lernten sich auch Fränki und seine
Frau Christa kennen. Den Automobilsport begann Frank Schreiner nach Be-endigung
seiner Tennisprofijahre am Ring Anfang der 90er. Auf Rennsportklassikern wie
dem M3 und dem 911er absolvierte der Saarländer etliche Fahrerlehrgänge
in der grünen Hölle der rauen Eifel. Das Fahren und die immer bessere
Fahrzeugbeherrschung gaben mir sehr viel. Der richtige Ausgleich für
die oft aufreibende kaufmännische Arbeit im eigenen Sportunterneh-men
Donic in der Tischtennisszene. Donic operierte schon bald auch international
erfolgreich. Wenn’s um Tischtennis ging war Donic die führende
Adresse.
1998 waren es Freunde die Frank dazu bewegten Rundstreckenrennen zu fahren.
Auf jenem Opel-Manta Gr.H den später Erich Sickinger in der UHSport-Meisterschaftswelt
zum Titel steuerte begann Frank Schreiner. Danach stieg er in einen Ex-DTM-BMW
um. Doch das Auto des dreifachen Motor-radweltmeisters Johnny Cecotto aus
Venezuela war für einen Privatier mit begrenzter Zeit für den Rennsport
schlicht zu kompliziert.
„Da ist’s nichts mit kurz zum Ring düsen, abgekämpft
vom Geschäftsalltag in die Kiste hüpfen und dann Topzeiten runter-bretzeln“,
so der Völklinger mit entsprechendem Augenaufschlag. Ein nagelneuer Cup-Por-sche
996 GT3 eines Freundes brachte schnell die ersehnten Topresultate. Nicht nur
viele schöne Pokale sondern auch die Genugtuung aufs Treppchen steigen
zu dürfen, gaben Frank Schreiner jene Freude die er suchte. „Und
ganz oben auf dem Treppchen ist die Luft eben doch am schönsten“,
lachte der schnelle Sportsmann.
Die Klasse -3,8L im UHS-Divinol-Cup wurde 2002 seine sichere Beute. Dass
der Kundensport bei Porsche viele technische Varianten bereit hält sorgte
im Team von Fran auch für einen gewissen Lernprozess. 2007 hatte er endlich
jenes Fahrwerk herausgearbeitet mit dem er sich auf den „Flachstrecken“
wie Hockenheim oder Oschersleben hervorragend fahren ließ. Für
2008 baut der Saarländer erneut leicht um. „Ich möchte einfach
sicher sein alles getan zu haben was eine runde und erfolgreiche Saison 08
ermöglichen sollte“, so Schreiner. Was ist eigentlich Deine Lieblingsstrecke.
„Tja, das ist nicht ganz einfach zu erklären“, windet er
sich ein wenig. Das er den Ring liebt war und ist klar. Aber er schwärmt
noch heute vom A1-Ring. „Der hatte es in sich“.
Seit es diese Strecke nicht mehr gibt hält sich Frank mit seiner Familie
in jedem Winter in Österreich auf. „Schnee, die Ruhe, erholsame
Tage…..Das brauchen wir 3“. Die 3. ist die kleine Tochter Carrie
. Mit dem Papa stand sie schon oft auf dem Treppchen. Quadt und Mini-bike
fährt sie wie der Teufel. Was sie im Kart macht und was der Papa 08 in
der DMV-Challenge gegen Fahrer wie Salernitano (Ferrari), Schwittay, Renz
(b. Porsche), Noll (Audi) oder Kreuer (Donkervoort-Audi) erkämpft dürfte
Stoff für eine weiter Story sein. Und das sicher eine weitere Geschichte
mit interessanten Überraschungen. HTS-MMM