nach dem Grand Prix von Australien am 6. März noch drei Tage in Melbourne,
um die vier MP4-20 für Malaysia vorzubereiten. Kimi Räikkönen
reiste nach dem Saisonauftakt nach Kuala Lumpur, Juan Pablo Montoya nach Singapur.
Beide wollten sich für den körperlich anstrengendsten Grand Prix
des Jahres akklimatisieren.

KIMI RÄIKKÖNEN
“In Sepang fahren wir mit mittlerem bis hohem Abtrieb. Ausgangs der
langsamen Kurven, wie den Kurven 14 und 15, brauchen wir gute Traktion, um
mit so viel Geschwindigkeit wie möglich auf die anschließenden
Geraden zu kommen. Das ist wichtig für eine gute Rundenzeit. Zudem muss
das Auto beim Bremsen und auch bei den schnellen Richtungswechseln wie in
Sektor zwei stabil bleiben. Obwohl die Strecke flüssig zu fahren ist,
ist sie für Fahrer und Autos sehr anspruchsvoll. Wir fahren hier beispielsweise
mit größeren Kühllufteinlässen, um die hohen Temperaturen
in den Griff zu bekommen. Die Strecke ist bis zu 15 Meter breit. Dadurch kann
man verschiedene Linien fahren, was das Überholen möglich macht.
Die beste Möglichkeit gibt es in Kurve 15, die in die Zielgerade führt."
JUAN PABLO MONTOYA
“Sepang gehört zu meinen Lieblingsstrecken. Es macht
Spaß hier zu fahren und die Rennen sind meistens interessant. Die Kurven
fünf und sechs sind wohl die anspruchsvollsten. Ich versuche, diese schnellen
S-Kurven Vollgas zu fahren. Dafür braucht man eine perfekte Abstimmung.
Diese besteht für das Rennen aus einem Kompromiss zwischen mechanischem
Grip in den langsamen Kurven und guter aerodynamischer Effizienz in den schnellen
Passagen. In Malaysia fahren wir lange Zeit Vollgas und erreichen Höchstgeschwindigkeiten
von bis zu 330 km/h. Für die Fahrer und die anderen Teammitglieder ist
es wichtig sich zu akklimatisieren, denn die Hitze verlangt uns alles ab.
Die Temperaturen im Cockpit können 50 Grad übersteigen und während
des Rennens verlieren wir bis zu vier Liter Körperflüssigkeit. Deshalb
bin ich im Anschluss an den Grand Prix von Australien nach Singapur gereist.
Dort habe ich mit meinem Trainer ein Programm durchgeführt, um meinen
Körper an den erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu gewöhnen,
damit ich am Wochenende volle Leistung bringen kann."

PEDRO DE LA ROSA, TEAM McLAREN MERCEDES TESTFAHRER
“Ich hatte während des Rennwochenendes in Australien viel
zu tun. Im Freien Training am Freitag bin ich erstmals das dritte Auto gefahren,
und im weiteren
Verlauf des Wochenendes habe ich intensiv und eng mit den Ingenieuren zusammen
gearbeitet. Anschließend bin ich nach Spanien geflogen, um Alex Wurz
am letzten Tag unseres dreitägigen Tests in Jerez abzulösen. Leider
haben wir den letzten Testtag wegen starken Regens vorzeitig abgebrochen,
so dass ich nicht zum Fahren kam. An den zwei Tagen zuvor ist Alex insgesamt
1.058 Kilometer gefahren. Die Strecke in Sepang ähnelt etwas dem Cicuit
de Catalunya in Barcelona, wo wir den MP4-20 bisher zweimal getestet haben.
Dabei haben wir an der Abstimmung und der Reifenauswahl für Malaysia
gearbeitet. Obwohl es bei den Tests in Spanien viel kühler war als in
Malaysia, haben wir beim Fahren und durch neuartige Simulationstechniken viele
Informationen gesammelt. Das werden wir am Freitag in Sepang fortsetzen."
MARTIN WHITMARSH, CEO FORMEL 1, WEST McLAREN MERCEDES
“Die große Hitze in Malaysia beeinflusst die gesamte Veranstaltung.
Im letzten Jahr erreichte die Streckentemperatur bis zu 50 Grad Celsius, die
Außentemperatur über 35 Grad. Wir bereiten die Autos mit zusätzlichen
und größeren Kühllufteinlässen und Auspufföffnungen
auf diese Bedingungen vor, ohne die Aerodynamik zu beeinträchtigen. Mit
der Leistungsfähigkeit unserer Michelin-Reifen in Melbourne waren wir
zufrieden. Sepang ist eine neue Herausforderung für die Reifen und wir
glauben, dass wir uns bei den Testfahrten im Winter gut darauf vorbereitet
haben. Wir werden wahrscheinlich mit einer weicheren Mischung fahren, um auf
dem glatten Belag möglichst viel Traktion und Grip zu bekommen. Die Reifenabnutzung
ist in Sepang wegen der hohen Streckentemperatur, der harten Beschleunigungs-
und Bremsmanöver recht hoch. Außerdem ist Malaysia nicht nur bekannt
für die Hitze, sondern auch für plötzlich auftretende Monsunregen.
Deshalb hoffen wir, dass nicht schon wieder Regenwetter den Ausgang des Rennens
beeinflusst, wie das in Australien geschehen ist. Wir müssen unsere Leistungsfähigkeit
weiter verbessern und hoffen auf ein gutes Rennen. Wir sind sicher, dass der
MP4-20 Speed hat und wollen das in ein positives Ergebnis umsetzen. Die neuen
Regeln können wir noch nicht so richtig beurteilen, da die Bedingungen
in Australien außergewöhnlich waren. Es wird ein paar Rennen dauern,
bis wir die Auswirkungen wirklich einschätzen können."
NORBERT HAUG, MERCEDES-BENZ MOTORSPORTCHEF
"In Sepang werden wir ganz andere Bedingungen vorfinden als vor einer
Woche in Melbourne, denn der Grand Prix von Malaysia findet meistens bei sehr
heißem und feuchtem Wetter statt. Für die Motoren bedeutet Sepang
eine neue Herausforderung, denn entsprechend den neuen Regeln werden sie ein
zweites Rennwochenende in Folge eingesetzt. Rund 60 Prozent einer Runde werden
unter Volllast gefahren."
F1 GP Malaysia 2005 - Ergebnisse
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