XS Marine will 2007 in die Powerboat P1 WM einsteigen Schon auf der Monaco Boat Show präsentierte die XS Marine Group ihr außergewöhnliches
Projekt - das „XSR - 48 Superboat“. Als Basis für dieses neue
Rekordboot dient der von Fabio Buzzi entwickelte Stab 48 Rumpf, wie er auch
bei der „Kerakoll“ verwandt wird. XS Marine plant mit dem „XSR
- 48 Superboat“ in den nächsten drei Jahren an über 60 Rennen
und Rekordfahrten in Europa und den USA teilzunehmen. Den Auftakt dazu wird
die Teilnahme an der Powerboat P1 Weltmeisterschaft 2007 bilden.
„XSR - 48“ wird ein einzigartiges „Superboat“
Unter der Führung von Langstrecken-Rekordhalter Peter Dredge
wird XS Marine mit dem neuen Boot in der Evolution Kategorie der Powerboat
P1 antreten. „Wir haben die diesjährige P1 Saison mit viel Interesse
aufmerksam verfolgt,“ sagte Peter Dredge. „Wir waren von der Leistungsfähigkeit
und dem Erfolg von Mario Invernizzi´s „Kerakoll“ Team sehr
beeindruckt. Das hat uns überzeugt weiter zu schauen und eine Machbarkeitsstudie
für ein einzigartiges „Superboat“ durchzuführen. Das
Ergebnis war die Geburt der „XSR - 48“.“
So sieht Peter Dredge auch in der Powerboat P1 eine ideale Plattform für
das Projekt. „Die Powerboat P1 Weltmeisterschaft hat viele der führenden
Boots- und Motorenhersteller ebenso angelockt, wie einige der besten Powerboat
Piloten. Darum ist die P1 Evolution Kategorie die perfekte Plattform, um die
Qualität und Leistung der „XSR - 48“ zu zeigen.“
Zusätzliche Jagd auf Langstrecken Weltrekorde
Zusätzlich zu den Rennen der Powerboat P1 Weltmeisterschaft
hat das Team noch diverse Weltrekordfahrten eingeplant. Der erste soll im
Februar/März 2007 fallen, wenn das Team versucht die von ihnen aufgestellten
Langstreckenrekorde über 6, 12, 18 und 24 Stunden im arabischen Golf
zu brechen. Im Mai/Juni soll dann der Rekord für die Strecke London -
St. Petersburg fallen. Auf der 2500 Seemeilen langen Strecke in Nordeuropa
sind Stopps in Oslo, Kopenhagen, Stockholm und Helsinki eingeplant. Zu guter
letzt soll im August/September dann der Rekord für die Strecke London
- Monaco fallen.
Die Zeit bis dahin wird das Team jetzt nutzen, um die „XSR - 48“
zu realisieren, schließlich soll bereits im Februar der erste Rekord
fallen.
„OSG Donzi“ im dritten Anlauf zum WM-Titel
Endlich Weltmeister - seit 2004 versuchten Giancarlo Cangiano und Stefano Cola
den Weltmeistertitel in der P1 Evolution Kategorie zu holen. Zweimal unterlag
das Team der starken Konkurrenz. Jetzt, im dritten Anlauf, klappte es endlich
für das sympatische Team aus Neapel.
„Wir sind sehr glücklich jetzt Weltmeister zu sein. Wir freuen
uns für unser Team und unsere Freunden, für Donzi, für meinen
Yachtclub in Neapel und meine wundervolle Frau. Vor allem widme ich diesen
Sieg meiner Schwester, die sehr krank gewesen ist,“ jubelte Throttleman
und Teameigner Giancarlo Cangiano. In den beiden Jahren zuvor kam das Team
zwar immer wieder aufs Podium, doch am Ende blieb immer nur der dritte Platz
in der WM übrig. Zu oft machte die Technik der Donzi den beiden einen
Strich durch die Rechnung. 2006 brachte die Umrüstung auf Sterling V8
Maschinen dann den Durchbruch. Die „OSG Donzi“ lieferte sich während
der gesamten Saison ein heftiges Duell mit dem Vorjahres Vize-Champions „Kerakoll“
von Mario Invernizzi und Giovanni Carpitella.
Punktgleich gingen die beiden Kontrahenten dann in den letzten Grand Prix.
Noch spannender wurde es, als die beiden favorisierten Teams dann im ersten
der beiden ausstehenden Rennen auch noch ausfielen und dadurch mit der „Kiton“
ein dritter Anwärter auf den Titel aufrückte.
Duell im letzten Rennen der Saison blieb aus
Doch das mit Spannung erwartete Duell im allerletzten Rennen der
Saison blieb aus. Die „Kerakoll“ litt unter irreparablen Schäden
an den beiden Dieselmaschinen von Isotta Fraschini und Giancarlo Cangiano
und Stefano Cola konnte sicher zum Titelgewinn fahren. „Das bei der
„Kerakoll“ die Maschinen kaputt gingen, war für das Team
ziemlich enttäuschend. Für uns ist es wichtiger, unser Können
und Fähigkeiten im Vergleich zu den Besten zu testen und den Zuschauern
ein gutes Rennen zu zeigen als einfach nur zu gewinnen,“ sagte Giancarlo
Cangiano. „Unser Kampf mit Mario Invernizzi und der „Kerakoll“
ist ein Teil der Offshorerennen und wir freuen uns, zukünftig weitere
Kämpfe auszufechten.“ Dennoch, die Saison war bis zur letzten Runde
spannend und der Druck, der auf dem Team lastete war enorm. „Es lastete
ein großer Druck auf uns und obwohl es nicht einfach war, haben wir
versucht es zu verstecken. Anders bei unserem Team Manager, Lino diBiase.
Er hat uns angeschrieen und mit Instruktionen beschworen. Auch wenn wir auf
See unseren Funk ausgeschaltet hatten, konnten wir ihn an Land hören.
Nächstes Jahr werden wir ihm einen speziellen Stuhl kaufen, mit der neuesten
Technologie, um alle Einschläge abzudämpfen wenn er auf- und abspringt.“
WM Titel war für Stefano Cola das Resultat harter Arbeit
Etwas lockerer sieht Driver Stefano Cola die Saison. „Die Saison
war ein Vergnügen und wir wussten, dass sie sehr hart werden würde.
Wir hatten vor der Saison viel Arbeit geleistet um die Balance des Bootes
zu verbessern und das war wichtig. Zudem hatten wir viel mehr Ahnung von dem
was wir tun mussten, basierend auf unseren Erfahrungen vom letzten Jahr,“
erklärte Stefano Cola. „Ich fand die Erwartungen zu gewinnen nicht
als zu hoch. Ich kann mit dem Druck gut leben, denn ich habe ein anderes Temperament
als Giancarlo. Ich war immer davon überzeugt, das wir gewinnen würden.“
Das Team geht nun nach einer sicherlich ausgiebigen Siegesfeier im heimischen
Neapel in die wohlverdiente Winterpause. Doch die Pause dürfte arbeitsreich
werden, wenn die „OSG Donzi“ im kommenden Jahr den Titel erfolgreich
verteidigen will.
Jackie Hunt holt sich als erste Frau den P1 WM-Titel
Mit einem fünften Platz im letzten Rennen und einem zweiten Platz beim
Portuguese Grand Prix der Saison machten Throttlewoman Jackie Hunt und ihr Ehemann
und Navigator Mike Shelton im portugiesischen Cascais mit der „ARPRO“
die Sensation perfekt. Zum ersten Mal gewann eine Frau den WM-Titel in der SuperSport
Kategorie.
„ARPRO“ sorgte von Beginn an für Fuore
Bereits zu Beginn der Saison sorgte das Team für Fuore. Eine
Frau, die sowohl die Aufgaben des Throttleman und die des Drivers übernimmt
war auf internationaler Ebene nicht nur für die Powerboat P1 eine kleine
Sensation. Als dann die zierliche Frau auch noch von Rennsieg zu Rennsieg
eilte, bekam die männliche Konkurrenz lange Gesichter. Nach drei Grand
Prix Siegen in Malta, Travemünde und Cowes reichten Jackie Hunt und Mike
Shelton beim Finale in Cascais jetzt ein zweiter Platz beim Grand Prix um
den WM-Titel zu holen.
„Es ist ein fantastisches Ergebnis und eine echte Teamleistung. Zu
Beginn der Saison hätten wir nicht gedacht, dass so etwas möglich
ist. Doch nachdem wir unseren ersten Grand Prix in Malta gewonnen hatten,
begannen wir daran zu glauben. Das Boot und die Maschinen funktionierten außergewöhnlich
gut und auch die Standfestigkeit war gut,“ sagte Jackie Hunt begeistert.
„Es war ein hartes Jahr und wir versuchten immer die Ruhe zu bewahren.
Doch je öfter wir gewannen, desto größer wurden die Erwartungen.
Das Wochenende in Portugal waren wir ziemlich angespannt, aber am Ende war
es perfekt.“
Schrecksekunde kurz vor Saisonende
Beim ersten Rennen lief es mit einem Sieg dann auch wirklich perfekt. Doch
im zweiten Lauf machte eine der Mercury Maschinen Mucken. „Ich habe
den Druck ganz schön gespürt, wahrscheinlich mehr als bei anderen
Sachen die ich jemals gemacht habe. Ich wusste, dass uns ein kleiner Fehler
die Meisterschaft gekostet hätte. Die Maschinen liefen während der
gesamten Saison prima. Doch in den letzten drei Runden gingen die Alarme an
und begann eine der Maschinen herunterzufahren. Das ganze hatte dann auch
noch Auswirkungen auf die Steuerung. Wir begannen, mit der Maschine zu reden
und flehten, dass sie doch weiterlaufen soll und erklärten ihr, was auf
dem Spiel steht. Glücklicherweise schien sie das zu verstehen und lief
weiter.“
Mit Weitblick sicher ins Ziel und zum WM-Titel
Mit dem weiblichen Weitblick drosselte Jackie Hunt dann für
den Rest des Rennens das Tempo, wohlwissend, das der Hauptkonkurrent „Ocean
Dragon“ bereits ausgefallen war. „Mike und ich haben eine fantastische
Partnerschaft auf dem Wasser und an Land. Klar waren wir ein bisschen forsch
in dieser Woche, aber es stand sehr viel auf dem Spiel. Er ist sehr verständnisvoll
und weiß, wann er Druck machen muß und wann nicht. Wenn wir Rennen
fahren ist er sehr aggressiv und immer auf Wettbewerb aus. Als die „Jolly
Special“ begann, im letzten Rennen Druck auf uns zu machen, da wollte
er dagegen halten. Doch ich machte klar, das wir hier sind um den Titel zu
gewinnen und nicht um Schrott zu produzieren,“ so Jackie Hunt, die noch
lachend hinzufügte. „Jetzt wisst ihr auch, warum ich ihn nicht
fahren lasse.“
Für die kommende Saison denkt das Team darüber nach, in die Evolution
Kategorie aufzusteigen. Wenn die „ARPRO“ dann mit der gleichen
Leistung wie in der SuperSport Kategorie ans Werk geht, dann dürften
sich die „Big Boys“ schon mal warm anziehen.
Quelle:
http://www.powerboatp1.de