Report: Großer Preis von Malaysia, 2. Lauf zur Formel 1-Weltmeisterschaft
2005
Michelin dominiert in der Hitzeschlacht von Malaysia
Eindrucksvolle Vorstellung des französischen Reifenherstellers beim Grand
Prix von Malaysia: Mit einer fehlerfreien Leistung bescherte Renault F1-Pilot
Fernando Alonso Michelin den zweiten Erfolg im zweiten Saisonlauf der diesjährigen
Formel 1-Saison. Mit Jarno Trulli, Nick Heidfeld, Juan Pablo Montoya, Ralf
Schumacher und David Coulthard auf den Plätzen zwei bis sechs sowie Christian
Klien auf Rang acht belegten insgesamt sieben Michelin-Partner Punkteränge.
Diese Dominanz deutete sich bereits nach dem Qualifying an: Die ersten elf
Startplätze gingen allesamt an Fahrer, die auf Pneus aus Clermont-Ferrand
vertrauen.

An Michelin führte erneut kein Weg vorbei: Nach dem Erfolg von Giancarlo
Fisichella beim Saisonauftakt in Australien gewann dessen Renault F1-Teamkollege
Fernando Alonso auch den Großen Preis von Malaysia. Bei Temperaturen
von annähernd 40 Grad im Schatten und Asphalt-Temperaturen von über
50 Grad behielt der Michelin-Pilot auf dem Sepang International Circuit einen
kühlen Kopf und münzte seine Pole Position in den zweiten Grand
Prix-Sieg seiner noch jungen Karriere. „Heute lief einfach alles perfekt“,
strahlte der junge Spanier nach der Zieldurchfahrt sichtlich erschöpft.
„Das Auto, der Motor und die Reifen von Michelin funktionierten hervorragend.“

Mit dem Erlöschen der Startampel übernahm Alonso von der Pole Position
des Trainingsschnellsten aus die Führung vor Toyota-Fahrer Jarno Trulli
und Giancarlo Fisichella im zweiten Renault R25. In der Folge setzte sich
das Nachwuchstalent aus Oviedo, der nun mit 14 Punkten die Fahrer-WM anführt,
immer weiter von seinen Kontrahenten ab. „Als mein Vorsprung gegenüber
Jarno groß genug war, verlangsamte ich etwas, um meine Reifen zu schonen“,
berichtete Alonso auf der Pressekonferenz nach dem Rennen. Jarno Trulli wiederum
gelang es, sich von dem drittplatzierten Fisichella abzusetzen. „Ich
erlebte ein absolut problemloses Rennen und konnte meine Verfolger zu jeder
Zeit kontrollieren“, freute sich Trulli, der dem Toyota-Team mit seinem
zweiten Rang den ersten Podestplatz in der Formel 1 überhaupt bescherte.
Spannende Kämpfe im Verfolgerfeld
Während das Führungsduo nach etwa der Hälfte des Rennens über
56 Runden einsam seine Bahnen zog, entwickelte sich dahinter ein packender
Kampf um die Positionen: „Nach meinem ersten Boxenstopp in Runde 23
verlor ich sehr viel Abtrieb an der Vorderachse“, erklärte Fischella.
„Dadurch büßte ich pro Runde etwa zwei Sekunden ein.“
Kurz darauf sah sich der Renault-Pilot heftigen Attacken des Williams-Duos
Mark Webber und Nick Heidfeld ausgesetzt. Im 37. Umlauf versuchte Webber in
der letzten Kurve vor der Start-Ziel-Geraden außen an Fisichellas gelb-blauen
Boliden vorbeizugehen. Dabei kam es zu einer Kollision, die das vorzeitige
Rennende für beide Kontrahenten bedeutete. Lachender Dritter: Nick Heidfeld,
der den geerbten dritten Rang bis zur Ziellinie behauptete.
Bereits zuvor bot der junge Deutsche in Diensten von BMW WilliamsF1 beste
Unterhaltung: Von Startplatz zehn aus arbeitete sich „Quick Nick“
mit äußerst sehenswerten Überholmanövern nach vorne.
Vor allem seine Auseinandersetzung mit Ralf Schumacher im Toyota begeisterte
über mehrere Runden. „Das war eines der aufregendsten Rennen meiner
Karriere“, so Heidfeld. „Die Überholmanöver hatten es
wirklich in sich und machten viel Spaß. Ein paar Mal hatte ich es gleich
mit zwei Gegnern gleichzeitig zu tun und behielt am Ende die Oberhand.“
Großes Lob erhielt der Michelin-Fahrer dafür auch von seinen Vorgesetzten.
„Mit so vielen Überholmanövern ohne einen einzigen Zwischenfall
hat Nick eindrucksvoll bewiesen, was für ein fantastischer Rennfahrer
er ist“, erklärte beispielsweise der Technische Direktor des BMW
WilliamsF1-Team, Sam Michael.
Quasi in Heidfelds Windschatten arbeitete sich Juan Pablo Montoya mit seinem
Michelin-bereiften McLaren-Mercedes MP 4/20 von Startplatz elf aus nach vorne
und belegte schließlich Rang vier. „Ich hätte natürlich
lieber um den Sieg gekämpft“, bekannte der Kolumbianer. „Aber
ziemlich zu Anfang des Rennens handelte ich mir einen Bremsplatten ein. Dadurch
verschlechterte sich nicht nur die Balance meines Autos, durch die Vibrationen
war auch meine Sicht beeinträchtigt.“ Unter Vibrationen an seinem
Auto litt auch Toyota-Pilot Ralf Schumacher, der auf dem fünften Platz
einlief. Diese resultierten aus einer leichten Kollision mit Mark Webber,
die wiederum die Aerodynamik des Toyota TF105 mit der Startnummer 17 beeinträchtige.
„Dies erschwerte mein Rennen zusätzlich“, so der Kerpener,
bei dem aber dennoch die Freude überwog: „Ich gratuliere Jarno
zu seinem zweiten Platz und bin froh, zu dem hervorragenden Team-Ergebnis
beigetragen zu haben.“

Red Bull Racing weiter vom Erfolg beflügelt
Strahlende Gesichter auch beim Michelin-Partner Red Bull Racing: Nachdem das
österreichische Team bereits beim Saisonauftakt mit beiden Autos WM-Zähler
holte, stockten David Coulthard und Christian Klien das Punktekonto in Malaysia
mit den Plätzen sechs und acht weiter auf. „Ein sehr erfreuliches
Ergebnis für uns“, freute sich der Sportliche Direktor Christian
Horner. „Mit elf Punkten belegen wir momentan Rang drei in der Konstrukteurswertung.
Beide Fahrer erledigten einen hervorragenden Job. Hätte das Rennen nur
ein paar Runden länger gedauert, wäre Christian wohl auch noch an
Michael Schumacher vorbeigekommen."

„Michelin bestand Härtetest mit fliegenden Fahnen“
Ausgesprochen zufrieden mit dem Ergebnis des Grand Prix von Malaysia zeigte
sich Michelin Motorsport-Direktor Pierre Dupasquier: „Die Kombination
aus extremer Hitze und anspruchsvollem Kurs machte diesen Lauf aus Sicht der
Reifen zur wahrscheinlich härtesten Aufgabe der gesamten Saison“,
erklärte der Franzose. „Michelin hat diese Herausforderung mit
fliegenden Fahnen bestanden. Dies gibt uns Zuversicht für die bevorstehenden
Rennen. Unsere Reifen erwiesen sich als ausgesprochen konkurrenzfähig
und erlaubten es unseren Partnern, um vordere Positionen zu fahren. Das war
ein sehr gutes Wochenende für Michelin.“ Auch Pat Symonds, Leiter
der Fahrzeugentwicklung bei Renault F1, zeigte sich voll des Lobes: „Die
Michelin-Pneus überzeugten nicht nur mit ihrer Leistungsfähigkeit
zu Beginn, sondern vor allem auch mit ihrer Haltbarkeit in der Schlussphase
dieses sehr fordernden Grand Prix von Malaysia.“
STELLUNGNAHMEN
FERRARI
Michael Schumacher
"Wir wissen genau, wie wir den Misserfolg von heute einschätzen
müssen. Man darf das nicht überbewerten. Ich glaube schon, dass
wir dieses Jahr noch Rennen gewinnen werden", macht der Ferrari-Star
seinen Fans etwas Mut. Fügt jedoch hinzu, dass dies noch "ein
bisschen dauern" könnte. "Es ist auch schwierig zu verstehen,
wenn man bedenkt, dass wir 2004 15 von 18 Rennen gewonnen haben und jetzt
werden wir mit Mühe und Not Siebter. Das ist schon ein Riesenunterschied
und schwer nachzuvollziehen. Aber ich habe schon immer gesagt auch im letzten
Jahr: Das Blatt kann sehr schnell wenden."
Rubens Barrichello
"Es lief zunächst ganz gut und ich hätte zumindest Sechster
werden können. Dann begann das Auto plötzlich zu übersteuern.
Ich funkte das Team an und sie erklärten mir, dass sich die Aerodynamik
verändert hatte. Das Handling war eine einzige Katastrophe. Als ich zum
zweiten Mal an die Box kam, fanden sie ein Gummistückchen am Heckflügel.
Aber weil ich 20 Runden lang mit Übersteuern fahren musste, gingen meine
Reifen kaputt. Das ist schade, denn bis dahin war die Balance ganz gut. Natürlich
hätte ich nicht gewinnen können, aber ein Platz unter den besten
Sechs wäre möglich gewesen."
Jean Todt
"Nach so einem Rennen kann man nicht nach Entschuldigungen
suchen. Nach dem Qualifying wussten wir, dass wir uns im Rennen mühsam
nach vorne kämpfen würden müssen, und so ist es dann auch gekommen.
Wir wurden heute von stärkeren Konkurrenten geschlagen. Wir haben so
oft dank der Arbeit des Teams und dank unserer Partner gewonnen, und jetzt
müssen wir zusammenarbeiten, um das Blatt zu wenden."
TOYOTA
Jarno Trulli
"Ich hatte einen guten Start. Ich fuhr mein Rennen, war
ziemlich konkurrenzfähig und folgte Fernando . Ich kam mit dem Auto und
den Reifen zurecht und wollte Platz zwei bis ins Ziel behaupten. Es ist fantastisch,
Toyota den ersten Podiumsplatz zu bescheren. Unsere Autos waren trotz
dieser harten Bedingungen zuverlässig und unsere Mitarbeiter des Motorenbereichs
haben während des Winters großartige Arbeit geleistet."
Ralf Schumacher
"Dies ist ein wundervolles Ergebnis für das Team ! Natürlich
freue ich mich für meinen Teamkollegen, aber auch für mich selbst.
Ich denke, es war ein gutes, aber auch schwieriges Rennen für mich. In
den ersten zehn Runden konnte ich nicht überholen, und danach hatte ich
entweder eine starke Körnung oder Reifenbildung bei den Reifen. Danach
hatte ich den Rempler mit Mark Webber, was meine Aerodynamik beeinflusste
und einige Vibrationen auslöste. Ich bin zufrieden, dass ich das Rennen
beendet habe, auch, weil ich zu einem doppelten Punkteergebnis beitragen habe,
das uns auf den zweiten Meisterschaftsplatz brachte."
Tsutomu Tomita
"Vier Jahre Vorbereitung und drei Jahre Renneinsätze hat es
gedauert, bis Toyota dieses fantastische Ergebnis einfahren konnte. Und die
Art, wie wir das geschafft haben, macht es nur noch zufrieden stellender.
Ich möchte meinen Dank auch an die Fahrer richten, an alle bei Toyota
Motorsport und auch bei Toyota selbst, und natürlich auch an die Sponsoren
des Teams, die dieses Ergebnis ermöglichten."
McLAREN MERCEDES
Juan Pablo Montoya
"Wir haben ein paar gute Punkte geholt und vom elften Rang
auf den vierten Platz zu fahren ist ziemlich gut, aber natürlich wollen
wir gewinnen. Das Rennen an sich war trotz der Hitze körperlich nicht
allzu übel. Ziemlich früh zog ich mir jedoch vorne links einen Bremsplatten
zu, was nicht nur das Auto aus der Balance warf sondern auch eine Menge Vibrationen
erzeugte, was meine Sicht störte - Dinge wie diese gestalten es schwierig,
das Beste aus dem Auto zu holen."
Kimi Raikkonen
"Ein enttäuschendes Ende eines Rennens, das sofort
nach meinem ersten Boxenstopp viel versprechend aussah, wo ich zwei Plätze
gutmachte und auf den vierten Rang kam. Jedoch ging früh auf meiner Runde
aus der Box heraus ein Reifenventil kaputt, was hinten rechts zu einem Plattfuß
führte und ich musste fast eine ganze Runde fahren, um zurück an
die Box zu kommen. Meine Zeiten während des Rennens haben gezeigt, dass
ich in der Lage war, den gleichen Speed zu gehen wie die Führenden. Ich
kam an Felipe Massa vorbei und schloss die Lücke auf Christian Klien
und Michael Schumacher, aber als ich ran kam, war es bereits zu spät
für eine Attacke."
Ron Dennis
"Ein herausforderndes Rennen für alle, Juan-Pablo hatte
mit einem Bremsplatten zu kämpfen und Kimis Rennen wurde effektiv zerstört,
als ein Reifenventil versagte. Es war enttäuschend, nicht in der Lage
zu sein, die Haltbarkeit und die Leistung der Michelin-Reifen zu nutzen. Positiv
sind die schnellste Runde von Kimi und Juan-Pablos vierter Platz trotz seiner
Probleme. Wir freuen uns jetzt auf Bahrain. Gratulation an unseren Partner
Michelin zu einer dominanten Leistung unter solch extremen Bedingungen."
RED BULL RACING
David Coulthard
"Unser Auto ist reibungslos gelaufen. Ich bin in Kurve vier
einmal von der Strecke abgekommen, aber ansonsten war es okay. Ich denke,
wir müssen zufrieden sein. Das ist ein ermutigender Saisonstart und man
muss dazu jedem einzelnen im Team gratulieren. Mein spezieller Dank geht an
Cosworth, denn sie machen einen guten Job mit dem Motor. Wir nehmen die Punkte
dankend mit und freuen uns auf Bahrain."
Christian Klien
"Ich bin dieses Jahr selbstbewusster, weil ich schon Erfahrung habe,
aber die Hitze war trotzdem extrem und ich bin froh, dass ich es ins Ziel
geschafft habe. Der Start war nicht sehr gut, aber wir wissen, dass wir daran
arbeiten müssen. Ich habe zwei Positionen verloren und steckte hinter
anderen Autos fest, wodurch es noch heißer geworden ist. Das Auto war
ziemlich gut, obwohl es leicht untersteuert hat, und hinten habe ich ein bisschen
Grip verloren, aber insgesamt war es ein großartiges Rennen. Ich freue
mich für das Team."
Christian Horner
"Wir haben Jaguars Punkte aus dem gesamten Vorjahr schon in zwei
Rennen übertroffen. Beide Fahrer haben einen sehr guten Job gemacht.
Wir wollten Christian noch an Michael Schumacher vorbeibringen, aber dabei
sind uns die Runden ausgegangen. Dennoch Kompliment für die tolle Leistung
der Fahrer. Dasselbe gilt für Cosworth wegen der Zuverlässigkeit.
Wir müssen weiterhin nach vorne schauen."
BMW WILLIAMS
Nick Heidfeld
"Ich bin sehr froh! Es war das aufregendste Rennen, das ich je in
der Formel 1 gefahren bin. Ich habe vom Start weg hart gekämpft, schließlich
musste ich von Platz zehn aufholen. Die Überholmanöver hatten es
in sich, das Rennen hat wirklich viel Spaß gemacht. Ein paar Mal hatte
ich es gleich mit zwei Autos zu tun und habe am Ende die Oberhand behalten.
Das Auto war gut, ebenso der BMW Motor und die Michelin-Reifen. Allerdings
ist das Letzte, was man bei diesen Temperaturen gebrauchen kann, ein Problem
mit der Trinkflasche. Meine hat von Anfang an nicht richtig funktioniert.
Das hat es nicht leichter gemacht."
Mark Webber
"Ich hatte einen guten Start und habe auch einen guten Rhythmus gefunden.
Nach dem ersten Stopp habe ich zu Fisichella aufgeschlossen. Er hielt mich
auf, seine Reifen waren nicht mehr gut. Von hinten drängte Ralf. Wir
hatten einen engen Kampf, den ich gewonnen habe. Später war ich wieder
dicht hinter Fisichella. Mittlerweile waren seine Reifen noch schlechter.
Ich habe ihn in Kurve 14 überholt und ihm genug Platz gelassen. Dann
kam er in der nächsten Kurve auf der Innenseite daher. Ich wusste, er
würde auf der dreckigen Bahn kaum bremsen können. Ich bin auf die
saubere Seite gewechselt. Dann hat Giancarlo wohl zu spät gebremst, die
Räder blockierten, das Heck brach aus, er hat mein Auto mitgerissen."
Sam Michael
"Es war ein guter Tag für uns, er hat gezeigt, dass unser Auto
besser wird. Mit so vielen Überholmanövern ohne einen einzigen Zwischenfall
hat Nick eindrucksvoll bewiesen, was für ein phantastischer Rennfahrer
er ist. Er ist die zweitschnellste Rennrunde gefahren und hat es von Startplatz
zehn aus auf das Podium geschafft. Das hat uns Punkte eingebracht, die wir
unbedingt brauchen. Es ist schade, dass Mark diesen Unfall mit Giancarlo Fisichella
hatte. Aber: that's racing. Unser Auto war heute konkurrenzfähig. Aber
wir wissen, dass wir uns extrem anstrengen müssen, um Renault näher
zu kommen."
RENAULT
Fernando Alonso
"Die Bedingungen waren sehr hart und unglücklicherweise
funktionierte meine Trinkflasche nicht, wodurch es zum Ende hin sehr schwierig
wurde. Zu Beginn schonte ich meine Reifen etwas, mit dem Gedanken im Kopf,
dass der erste Abschnitt wohl der schwierigste für die Reifen werden
würde. Ich sah, dass Jarno langsamer wurde, was ich dann auch tat, um
die Reifen zu schonen. Ich musste zu keinem Zeitpunkt des Rennens
wirklich ans Limit gehen. Das Auto war zudem das ganze Rennen über wirklich
sehr einfach zu fahren. In den letzten fünfzehn oder zwanzig Runden fuhr
ich ziemlich alleine und aufgrund dessen, dass es das zweite Rennen des Autos
und Motors war, war ich dann etwas beunruhigt. Ich denke aber, dass wir gezeigt
haben, dass Renault das Team ist, das es zu schlagen gilt."
Giancarlo Fisichella
"Ich sah Webber als es schon zu spät war und rutschte
nach Außen, sodass ich nicht mehr korrigieren konnte. Ich konnte nichts
machen. Er überholte mich vor der Kurve bereits und ich dachte, ich könnte
meine Position zurückgewinnen.Nach meinem Boxenstopp war das
Auto sehr schwierig zu lenken"
Flavio Briatore
"Das war eine riesige Anstrengung des Renault-Teams und
die Art, wie wir in Australien mit Fisichella und in Malaysia mit Fernando
gewonnen haben, war fantastisch. Zwei Fahrer in zwei Rennen. Für das
Team und alle Anderen ist das fantastisch. Wenn ich ehrlich bin, dann sehe
ich im Moment keine Gegner. In Australien war Red Bull Racing unser ärgster
Konkurrent, hier war es nun Toyota. Man sollte sich darüber wirklich
Gedanken machen. Aber im Moment sehen wir wirklich keine ernsthafte Gegnerschaft."
SAUBER PETRONAS
Jacques Villeneuve:
"Von Rennbeginn an hatte ich versucht, so konstant wie möglich
zu fahren. Ich konnte auf den Fortschritt, den wir im gestrigen Qualifying
und im Abschlusstraining heute Vormittag am Auto machten, aufbauen. Ich komme
insbesondere immer besser mit den Bremsen klar und hatte die Vorderbremsen
eingangs der ersten Kurve kurz blockiert, so wie ich es gern tue. In der Runde
27 blockierte ich beim Hineinfahren in diese Kurve die hinteren Bremsen und
drehte mich. Ich konnte das Auto nicht mehr abfangen."

Felipe Massa:
"Ich denke, unser Renntempo war ganz ordentlich im Vergleich zum
gestrigen Qualifying und zu heute Vormittag. Ich war in der Lage, Michael
Schumacher für viele Runden zu folgen. Nach meinem zweiten Boxenstopp
fing das Auto an, in der Kurve 12 zu übersteuern. In einer Runde musste
ich deswegen stark über die Randsteine fahren. Danach schien das Fahrzeug
im Heckbereich stark an Abtrieb zu verlieren und wurde bei entsprechender
Geschwindigkeit fast unfahrbar."

Peter Sauber:
"Das war ein schwieriges Wochenende für uns. Insbesondere hier
in PETRONAS’ Heimat hatten wir gehofft, stark zu sein. Aber was wir
heute erlebten, sind die reinen Tatsachen und ich bin mir sicher, dass jeder
im Team versteht, dass wir uns nun umso mehr bemühen müssen, uns
rasch zu verbessern."

Text & Fotos: Sauber
Petronas
JORDAN-TOYOTA
Narain Karthikeyan
"In Sepang auf dem elften Rang ins Ziel gekommen zu sein
war sehr gut, besonders wegen der harten Wetterbedingungen. Das Auto war sehr
zuverlässig, das Rennen war jedoch für mich ein wenig langweilig."
Tiago Monteiro
"Ich hatte einen guten Start und machte ein paar Positionen
gut. Ich hätte fast Villeneuve schnappen können, aber dies wäre
wohl etwas riskant gewesen. Nach ein paar Runden lag Öl von einem BAR
auf der Strecke, was mich in einen Dreher zwang. Ich dachte, dass ich ein
Problem am Heck habe, aber zum Glück war nur Öl auf meinen Reifen,
aber ich verlor etwas Zeit. Der Rest des Rennens war ein wenig langweilig
und langatmig für mich, da es so war, als würde ich für mich
alleine fahren. Es ist schade, dass ich zu Beginn den Kontakt verloren habe.
Ich bin sehr glücklich, dass beide von uns das zweite Rennen beendet
haben und wir in der Lage waren, den Ingenieuren eine Menge nützlicher
Daten zu liefern. Aus diesem Grund möchte ich dem Team danken, da wir
während des Wochenendes keinerlei technische Probleme hatten.
Trevor Carlin
"Wir sind sehr zufrieden, dass wir beide Autos ins Ziel
bringen konnten. Wir möchten unserem Motorenpartner Toyota zu ihrer ersten
Podiumsplatzierung gratulieren. Das ist ein gutes Zeugnis für die Motorenabteilung
in Köln, dass alle vier von Toyota befeuerten Autos das Rennen beendet
haben."
BAR HONDA
Jenson Button
"Es ist völlig klar, dass ich unglaublich enttäuscht
und frustriert bin. Ich fühlte, dass ich eines der schnellsten Autos
hatte - unsere Pace war so stark, dass ich die Red Bull Autos einfach überholen
konnte und dann nah genug an Räikkönen rankam um ihn auch zu passieren."
Anthony Davidson
"Es ist eine Schande, dass wir nicht sehen konnten, wie
unsere harte Arbeit Früchte trägt."
Nick Fry
"Das Team hatte unglaublich hart gearbeitet um Verbesserungen
zu entwickeln, die uns eine Punkteplatzierung oder Podestplätze ermöglicht
hätten. Mit unserer Stärke und Fähigkeiten können wir
die Situation hoffentlich bald ins Positive wenden."
MINARDI
Christijan Albers
"Zuerst möchte ich dem Team für die Bemühungen danken.
Mit meinen Leistungen in den Qualifyings an diesem Wochenende war ich nicht
zufrieden, aber der Start in das Rennen war gut. Ich konnte drei Autos in
der ersten Kurve außen überholen, dann hatte ich aber kurz einen
Leistungsverlust und Karthikeyan schlüpfte wieder vorbei. Ich konnte
Monteiro noch eine weitere Runde hinter mir halten, aber länger ging
es nicht. Auch Patrick hat mich dann überholt, doch nach zwei oder drei
Runden hatte ich wieder mehr Leistung und konnte Tiago folgen. Gegen
Ende des Rennens fuhr ich zur Seite, um die schnelleren Autos durchzulassen.
Dabei geriet ich auf einen Randstein und verlor ein Bardge-Board. Das Auto
verlor dadurch Abtrieb, das Untersteuern wurde noch stärker, was sich
auch in den Rundenzeiten zeigte. Aber ich habe viel gelernt und ich bin glücklich,
das Rennen beendet zu haben, da es das härteste der Saison ist."
Patrick Friesacher
"Mein Start war nicht sehr gut, aber dann konnte ich Christijan überholen
und war direkt in den Jordan-Boliden. In der zweiten Runde tippte ich vor
der ersten Kurve auf die Bremse und verlor dabei das Heck des Autos. Ich schätze,
dass dort Öl von den BAR-Autos lag.
Da war es vorbei, wir können das Rennen nur hinter uns lassen und auf
das nächste in Bahrain blicken."
Paul Stoddart
"Zuerst möchte ich Toyota zum ersten Podestplatz in der Formel 1
gratulieren. Sie fuhren schon das ganze Wochenende in dieser Region und haben
es verdient. Bei uns war der Nachmittag für Patrick sehr schnell vorbei,
da er sich auf einer Ölspur gedreht hat. Christijan kämpfte sich
bis in das Ziel und beendete sein erstes Formel-1-Rennen, dabei fuhr er einige
gute Rundenzeiten. Als sein Auto eines der Bardge-Boards verlor, geriet die
Aerodynamikbalance durcheinander, aber es war dennoch eine gute Fahrt. Mein
Dank gilt auch dem Team, die das Auto seit Melbourne verbessert haben."
F1 GP Malaysia 2005 - Ergebnisse
- Meldungsübersicht - Strecke