Ein widersprüchliches Sitzungsprotokoll sorgte jetzt erneut für
Wirbel um den German Grand Prix. So konnte man im Protokoll lesen, dass dem
Veranstalter, die KBL Powerboat Management Ltd., ein Gebührenerlass in
Höhe von 20.000,- Euro bewilligt werden würde.
Einen Gebührenerlass wird es nicht geben
So zumindest die Lesart bei der SPD, die darüber sehr erbost ist. Man
hatte die Sitzung im Dezember 2006 im festen Glauben verlassen, keinen Gebührenerlass
beschlossen zu haben, sondern der Stadt den Auftrag gegeben zu haben, sich
auf die Suche nach möglichen Sponsoren zu machen. Doch bei genauerem
hinsehen „empfiehlt“ die CDU im Protokoll den Verzicht auf eben
diese Gebühren. Natürlich folgte sofort ein Konter von der CDU.
Auch hier verfolge man das vordringliche Ziel keinen Gebührenerlass zu
geben. Aber man wollte bei der Sponsorensuche zumindest einen Spielraum für
Verhandlungen geben und andere Möglichkeiten der Unterstützung des
Powerboat Grand Prix finden.
Einvernehmliche Lösung ist laut Wirtschaftssenator in Sicht
Der Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel erklärte das missverständliche
Protokoll mit der schwierigen Situation. Einerseits möchte man den Event
haben, andererseits kann man ihn aber nicht so unterstützen, wie man
gerne möchte. Nicht nur die chronisch leeren Kassen der Stadt sondern
auch die internen Abrechnungsmethoden verhindern, dass man dem Veranstalter
KBL die gewünschten Gebühren erlassen kann. Eine Problematik, die
auch bei einem prall gefüllten Stadtsäckel auftauchen würde.
Halbedel sieht eine Lösung für das Problem, indem man Leistungen
im Wert von 20.000,- Euro über Werbung etc. abrechnen könnte und
die restliche Summe von den geforderten 40.000,- Euro über Sponsoren
finanzieren würde. Auch der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Peter
Sünnenwold, machte noch einmal deutlich wie sehr er es begrüßen
würde, wenn der Powerboat Grand Prix erneut nach Travemünde kommen
würde. Er bestätigte dabei auch den internationalen Werbeffekt für
Lübeck und Travemünde.
Bis zur nächsten Sitzung am 08. Februar sieht der Wirtschaftssenator
aber gute Chancen auf eine einvernehmliche Lösung und das der German
Grand Prix stattfinden wird.