Die Sonderschau läuft bis zum 28. August 2005. Bernhard
Mattes: "Die Fahrzeuge schlagen einen Bogen vom genialen Konstrukteur und
Unternehmer Henry Ford I. und seinen Modellen Quadricycle und Tin Lizzie bis
zum Ford Focus, der heute Maßstäbe bei Fahrqualität und Sicherheit
setzt. Sie sind eine Zeitreise durch 80 Jahre Firmengeschichte."
2005 begeht Ford in Deutschland zwei runde Jubiläen. Vor 80 Jahren,
am 18. August 1925, wurde die Ford Motor Company AG in Berlin gegründet,
und vor 75 Jahren, am 2. Oktober 1930, erfolgte im Kölner Norden die
Grundsteinlegung für das Stammwerk in Niehl, das heute mit 19.000 Beschäftigten
sowohl der größte Arbeitgeber der Region ist, als auch Standort
der Europazentrale des Unternehmens.
Die historischen Ford-Fahrzeuge zeigen, dass Spitznamen wie "Blechliesel",
"Hundeknochen", "Buckeltaunus" oder "Badewanne",
mit denen Fahrzeuge von ihren Liebhabern belegt wurden, häufig mit der
Zeit zu "Ehrennamen" werden. Als Oldtimer sind sie unter diesen
Namen schließlich bekannter als unter ihren ursprünglichen Modellbezeichnungen.
So zählt die legendäre "Blechliesel" ( "Tin Lizzie"),
das erste am Fließband in Großserie hergestellte Fahrzeug, zu
den besonderen Schätzen der Ausstellung in Speyer. Von ihm wurden zwischen
1908 und 1928 rund 15,5 Millionen Exemplare gebaut. Dieser Rekord wurde erst
1972 eingestellt. Eine Brücke in die erfolgreichen 60er Jahre des Unternehmens
schlägt die "Badewanne", der Ford Taunus 17M aus dem Baujahr
1964. Grundlage zahlreicher Erfolge im Motorsport ist der Ford Sierra Cosworth
RS 500 (Baujahr 1986), mit dem bereits ein Jahr später die Tourenwagen-WM
der Marken gewonnen und der Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring
erzielt wurde. 1988 wurde Klaus Ludwig auf Ford Sierra Cosworth Meister in
der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft (DTM).
Vor 80 Jahren startete Ford in Deutschland. Im Berliner Westhafen montierten
zunächst nur 37, am Ende des Jahres 1929 aber schon über 100 Mitarbeiter
den weltweit ersten Bestseller, der Automobilgeschichte schrieb: das T-Modell
des legendären Firmengründers und Erfinders der Großserien-Automobilproduktion,
Henry Ford I. Während der acht Jahrzehnte hat die Ford-Werke GmbH über
32 Millionen Pkw produziert, darunter populäre Dauerbrenner wie den Ford
Eifel, den Buckel-Taunus, seine Nachfolger 12M ("Weltkugel") und
17M ("Badewanne"), den legendären Ford Capri, den in den 80er-Jahren
futuristisch anmutenden Ford Sierra, Europas erfolgreichsten Kleinwagen Ford
Fiesta und den Ford Focus. Er wurde als erstes Fahrzeug überhaupt in
Europa im Jahr 1999 und in Nordamerika im Jahr 2000 zum "Auto des Jahres"
gekürt. Aus dem Kleinbetrieb in Berlin ist ein Automobilhersteller geworden,
der in Deutschland am Stammsitz Köln und in Saarlouis präsent ist.
Hinzu kommen in Belgien das Werk Genk sowie das Testgelände Lommel. Das
Unternehmen beschäftigt heute 31.100 Mitarbeiter aus 57 Nationen.