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    Report: Zitterfinale um die Querfahrer-Kronen: Die ersten Drift-Champions wurden gekürt
    Geschrieben am Saturday, 30.August 2008 um 00:05:00 CEST
    Thema: Drift-Sport
    Drift-Sport
    • Spannender Abschluss der „DUNLOP Drift Challenge Austria 2008“




    Am vergangenen Wochenende, 23. und 24. August, ging mit der Finalveranstaltung im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum am Wachauring bei Melk die „DUNLOP Drift Challenge Austria 2008 powered by IVECO“ zu Ende. Beim vierten und letzten Rennen der Serie wurden die ersten Drift-Champions Österreichs gekürt: Der Slowene Luka-Marko Groselj setzte sich in der „Königsklasse des Driftens“ bei den Rennfahrzeugen über 2,5 L Hubraum (R2) die Querfahrer-Krone auf. In der Klasse der Rennfahrzeuge bis 2,5 L Hubraum (R1) ging der Gesamtsieg mit Peter Zvan ebenfalls nach Slowenien. Der Wiener Erwin Kochmann darf sich Drift-Champion bei den Serienfahrzeugen über 2,5 L Hubraum (S2) nennen. Der Niederösterreicher Hannes Danzinger dominierte ähnlich wie Groselj in der Klasse R2 (Serienfahrzeuge bis 2,5 L Hubraum) und gewann alle vier Läufe der Meisterschaft. Mit seinem Honda S2000 war er auch der einzige Titelträger, der keinen BMW fuhr. Bei den allrad-angetriebenen Rennfahrzeugen ist der Korneuburger Martin Putschögl verdienter Titel-Träger, bei den serienmäßigen Allrad-Fahrzeugen der Niederösterreicher Josef Posch.


    Luka-Marko Groselj - 2008er "Drift-King"

    Trotz Regenwetters kamen 2.500 Zuschauer, um sich den spannenden Kampf der besten Drifter aus Österreich, Deutschland und Slowenien um die ersten offiziellen Titel im Driften anzuschauen – und sie wurden nicht enttäuscht.

    „Drift-Kings“ nach vier spannenden Meisterschaftsläufen
    In fünf von sechs Klassen, fiel die Entscheidung über die Drift-Kronen erst in letzter Sekunde. Aufgrund der Länge und des besonderen Schwierigkeitsgrads der Drift-Strecke am Wachauring gab es für die erzielten Ergebnisse die doppelten Meisterschaftspunkte, was die Spannung noch zusätzlich erhöhte.

    Hinter dem Slowenen Luka-Marko Groselj (vier von vier möglichen Siegen) sicherte sich bei den Rennfahrzeuge über 2,5 L Hubraum (R2) der Niederösterreicher Georg Comandella den zweiten Platz. Mit konstanten Leistungen haben sich der Deutsche Markus Militzer und der Steirer Mario Wilfling ex-Equo den dritten Platz zu Saisonende erarbeitet.


    BMWs - hier Mario Wilfling - begeisterte Zuschauer

    In der Klasse der Rennfahrzeuge bis 2,5 L Hubraum (R1) lagen vor dem Finale noch drei Fahrer in Schlagdistanz um den Titel. Der Steirer Alois Pamper kam mit der schnellen Strecke am Wachauring nicht gut zurecht und rutschte vom ersten auf den dritten Platz ab. Hannes Sattelberger konnte mit seinen ersten Klassensieg noch auf den zweiten Rang vorstoßen und hatte am Ende nur noch einen Punkt Rückstand auf den Slowenen Peter Zvan, der sich über den Titel in dieser Klasse freuen kann.

    Noch spannender war die Entscheidung bei den Serienfahrzeugen über 2,5 L Hubraum (S2), denn hier hatten vor dem letzten Durchgang noch fünf Fahrer die Titelchance. Nach einem für alle Beteiligten langen und aufregenden Tag hatte der Wiener Erwin Kochmann die Nase vorne. Klassenzweiter wurde der Wiener Neustädter Gerald Beirer, der sich knapp vor dem Steirer Marko Klein behaupten konnte.

    In der Klasse R2 (Serienfahrzeuge bis 2,5 L Hubraum) dominierte der Niederösterreicher Hannes Danzinger. In einem von Honda Austria zur Verfügung gestellten S2000 Roadster gewann er alle vier Läufe der Meisterschaft und verwies die Brüder Markus und Helmut Duroska deutlich auf die Plätze.


    Gunzinam Christian - Schmalzl-Racing - Fiat Abarth 2300S

    Bei den allrad-angetriebenen Fahrzeugen begeisterte in der Klasse der Rennfahrzeuge der Korneuburger Martin Putschögl mit einem spektakulären Fahrstil regelmäßig die Jury und sicherte sich den Titel überlegen vor seinem Audi-Markenkollegen Christoph Pölzl.

    In der Kategorie der serienmäßigen Allrad-Fahrzeuge war es die ganze Saison über spannend. Der Wiener Wolfgang Brodil und der Niederösterreicher Josef Posch wechselten sich in ihren Subaru Imprezas abwechselnd in der Führung ab, wobei Posch am Saisonende die Nase knapp vorne hatte und sich über die Krone in dieser Klasse freuen darf.

    Knappe Entscheidungen auch bei den Tagessiegern
    Die Leistung der Fahrer ist mittlerweile so gut, dass die Fach-Jury, die Drifts nach Winkel, Dauer, Geschwindigkeit und Fahrstil bewertet, auf 0,5 Punkte genau bewerten musste, um auf ein objektives Gesamtergebnis zu kommen.

    Am Ende durften sich die Tagessieger des vierten und letzten Laufes über Pokale freuen: Einmal mehr ungeschlagen blieb der Dominator der Serie, der Slowene Luka-Marko Groselj. Er konnte sich nach einem absoluten Herzschlag-Finale nur mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,5 Punkten vor dem Niederösterreicher Georg Comandella platzieren, der somit auch bester Österreicher wurde. Wiederum nur 0,5 Punkte dahinter glänzte Hannes Sattelberger, der überglücklich erstmals am Podest der besten drei in der Tageswertung stand.

    Bestes serienmäßiges Fahrzeug wurde der Honda S2000 mit Hannes Danzinger am Steuer. Das Duo konnte einmal mehr die Dominanz der BMW-Rennfahrzeuge in den Top-10 brechen sich auf dem 9. Gesamtrang platzieren.

    Besonders stolz auf Ihre Leistung kann auch die Wienerin Renate Unger sein. Als einzige Frau im Starterfeld wurde wurde sie sensationell 28. gesamt und ließ somit das halbe Starterfeld hinter sich! In Ihrer Klasse wurde sie sogar siebente und trotzdem sie das erste Rennen ausgelassen hat, wurde sie in der Meisterschaft der Klasse S2 siebente, noch einen Platz vor Ihrem Bruder Martin.

    Drift-Meisterschaft soll 2009 fortgesetzt werden
    Da sowohl die Fahrer als auch das Publikum von der neuen Motorsportart „Driften“ begeistert waren, darf darauf gehofft werden, dass die „DUNLOP Drift Challenge Austria“ auch 2009 fortgesetzt wird. Dank den Sponsoren DUNLOP, IVECO und HONDA konnte der Drift-Sport österreichweit ausgetragen werden und neue Freunde gewinnen. An Interesse und Nachwuchs mangelt es nicht, denn das Feedback war allerorts äußerst positiv.

    Der ÖAMTC hat mit seiner Initiative, den Driftern in Österreich mit einer eigenen Meisterschaft eine geeignete Plattform für ihren Sport zu schaffen, einmal mehr bewiesen, dass er sich zu seiner moralischen Verpflichtung zur Förderung des österreichischen Motorsport-Nachwuchs bekennt und damit in Europa eine Vorreiterrolle übernommen.


    Weitere Fotos dieser Veranstaltung:


     
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