Am vergangenen Wochenende, 23. und 24. August, ging mit der Finalveranstaltung
im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum am Wachauring bei Melk die „DUNLOP
Drift Challenge Austria 2008 powered by IVECO“ zu Ende. Beim vierten
und letzten Rennen der Serie wurden die ersten Drift-Champions Österreichs
gekürt: Der Slowene Luka-Marko Groselj setzte sich in der „Königsklasse
des Driftens“ bei den Rennfahrzeugen über 2,5 L Hubraum (R2) die
Querfahrer-Krone auf. In der Klasse der Rennfahrzeuge bis 2,5 L Hubraum (R1)
ging der Gesamtsieg mit Peter Zvan ebenfalls nach Slowenien. Der Wiener Erwin
Kochmann darf sich Drift-Champion bei den Serienfahrzeugen über 2,5 L
Hubraum (S2) nennen. Der Niederösterreicher Hannes Danzinger dominierte
ähnlich wie Groselj in der Klasse R2 (Serienfahrzeuge bis 2,5 L Hubraum)
und gewann alle vier Läufe der Meisterschaft. Mit seinem Honda S2000
war er auch der einzige Titelträger, der keinen BMW fuhr. Bei den allrad-angetriebenen
Rennfahrzeugen ist der Korneuburger Martin Putschögl verdienter Titel-Träger,
bei den serienmäßigen Allrad-Fahrzeugen der Niederösterreicher
Josef Posch.
Luka-Marko Groselj - 2008er "Drift-King"
Trotz Regenwetters kamen 2.500 Zuschauer, um sich den spannenden Kampf der
besten Drifter aus Österreich, Deutschland und Slowenien um die ersten
offiziellen Titel im Driften anzuschauen – und sie wurden nicht enttäuscht.
„Drift-Kings“ nach vier spannenden Meisterschaftsläufen
In fünf von sechs Klassen, fiel die Entscheidung über die
Drift-Kronen erst in letzter Sekunde. Aufgrund der Länge und des besonderen
Schwierigkeitsgrads der Drift-Strecke am Wachauring gab es für die erzielten
Ergebnisse die doppelten Meisterschaftspunkte, was die Spannung noch zusätzlich
erhöhte.
Hinter dem Slowenen Luka-Marko Groselj (vier von vier möglichen Siegen)
sicherte sich bei den Rennfahrzeuge über 2,5 L Hubraum (R2) der Niederösterreicher
Georg Comandella den zweiten Platz. Mit konstanten Leistungen haben sich der
Deutsche Markus Militzer und der Steirer Mario Wilfling ex-Equo den dritten
Platz zu Saisonende erarbeitet.
BMWs - hier Mario Wilfling - begeisterte Zuschauer
In der Klasse der Rennfahrzeuge bis 2,5 L Hubraum (R1) lagen vor dem Finale
noch drei Fahrer in Schlagdistanz um den Titel. Der Steirer Alois Pamper kam
mit der schnellen Strecke am Wachauring nicht gut zurecht und rutschte vom
ersten auf den dritten Platz ab. Hannes Sattelberger konnte mit seinen ersten
Klassensieg noch auf den zweiten Rang vorstoßen und hatte am Ende nur
noch einen Punkt Rückstand auf den Slowenen Peter Zvan, der sich über
den Titel in dieser Klasse freuen kann.
Noch spannender war die Entscheidung bei den Serienfahrzeugen über 2,5
L Hubraum (S2), denn hier hatten vor dem letzten Durchgang noch fünf
Fahrer die Titelchance. Nach einem für alle Beteiligten langen und aufregenden
Tag hatte der Wiener Erwin Kochmann die Nase vorne. Klassenzweiter wurde der
Wiener Neustädter Gerald Beirer, der sich knapp vor dem Steirer Marko
Klein behaupten konnte.
In der Klasse R2 (Serienfahrzeuge bis 2,5 L Hubraum) dominierte der Niederösterreicher
Hannes Danzinger. In einem von Honda Austria zur Verfügung gestellten
S2000 Roadster gewann er alle vier Läufe der Meisterschaft und verwies
die Brüder Markus und Helmut Duroska deutlich auf die Plätze.

Gunzinam Christian - Schmalzl-Racing - Fiat Abarth 2300S
Bei den allrad-angetriebenen Fahrzeugen begeisterte in der Klasse der Rennfahrzeuge
der Korneuburger Martin Putschögl mit einem spektakulären Fahrstil
regelmäßig die Jury und sicherte sich den Titel überlegen
vor seinem Audi-Markenkollegen Christoph Pölzl.
In der Kategorie der serienmäßigen Allrad-Fahrzeuge war es die
ganze Saison über spannend. Der Wiener Wolfgang Brodil und der Niederösterreicher
Josef Posch wechselten sich in ihren Subaru Imprezas abwechselnd in der Führung
ab, wobei Posch am Saisonende die Nase knapp vorne hatte und sich über
die Krone in dieser Klasse freuen darf.
Knappe Entscheidungen auch bei den Tagessiegern
Die Leistung der Fahrer ist mittlerweile so gut, dass die Fach-Jury,
die Drifts nach Winkel, Dauer, Geschwindigkeit und Fahrstil bewertet, auf
0,5 Punkte genau bewerten musste, um auf ein objektives Gesamtergebnis zu
kommen.
Am Ende durften sich die Tagessieger des vierten und letzten Laufes über
Pokale freuen: Einmal mehr ungeschlagen blieb der Dominator der Serie, der
Slowene Luka-Marko Groselj. Er konnte sich nach einem absoluten Herzschlag-Finale
nur mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,5 Punkten vor dem Niederösterreicher
Georg Comandella platzieren, der somit auch bester Österreicher wurde.
Wiederum nur 0,5 Punkte dahinter glänzte Hannes Sattelberger, der überglücklich
erstmals am Podest der besten drei in der Tageswertung stand.
Bestes serienmäßiges Fahrzeug wurde der Honda S2000 mit Hannes
Danzinger am Steuer. Das Duo konnte einmal mehr die Dominanz der BMW-Rennfahrzeuge
in den Top-10 brechen sich auf dem 9. Gesamtrang platzieren.
Besonders stolz auf Ihre Leistung kann auch die Wienerin Renate Unger sein.
Als einzige Frau im Starterfeld wurde wurde sie sensationell 28. gesamt und
ließ somit das halbe Starterfeld hinter sich! In Ihrer Klasse wurde
sie sogar siebente und trotzdem sie das erste Rennen ausgelassen hat, wurde
sie in der Meisterschaft der Klasse S2 siebente, noch einen Platz vor Ihrem
Bruder Martin.
Drift-Meisterschaft soll 2009 fortgesetzt werden
Da sowohl die Fahrer als auch das Publikum von der neuen Motorsportart
„Driften“ begeistert waren, darf darauf gehofft werden, dass die
„DUNLOP Drift Challenge Austria“ auch 2009 fortgesetzt wird. Dank
den Sponsoren DUNLOP, IVECO und HONDA konnte der Drift-Sport österreichweit
ausgetragen werden und neue Freunde gewinnen. An Interesse und Nachwuchs mangelt
es nicht, denn das Feedback war allerorts äußerst positiv.
Der ÖAMTC hat mit seiner Initiative, den Driftern in Österreich
mit einer eigenen Meisterschaft eine geeignete Plattform für ihren Sport
zu schaffen, einmal mehr bewiesen, dass er sich zu seiner moralischen Verpflichtung
zur Förderung des österreichischen Motorsport-Nachwuchs bekennt
und damit in Europa eine Vorreiterrolle übernommen.

Weitere Fotos dieser Veranstaltung: