Hätte man nicht auf den Kalender geschaut, man könnte glauben man
sieht noch einmal das Rennen von 2008. Wie im letzten Jahr gewannen bei teils
strömendem Regen und daraus resultierenden schwierigen Bedingungen Claudia
Hürtgen (Aachen) und Michael Roock (Leverkusen) das erste Saisonrennen
der Classic Trophy. 68 Runden standen am Ende für die beiden zu Buche.
Eine mehr als Reinhold Gröpper (Paderborn) mit dem Ford Mustang 302 Boss
als Gesamtzweiter absolvierte. Einen glänzenden und überraschenden
Einstand feierten Frank Genbrock (Mülheim) und Dirk Scheffer (Essen)
als dritte mit ihrem Ford Escort MK 1 BDA. „Hoffentlich fährt Dirk
das ganz ruhig nach Hause“, zitterte Frank Gebrock in der letzten halben
Stunde auf der Tribüne des Motodroms mit. Ein bekanntes Gesicht dann
auf dem vierten Rang. Markus Niestrath (Wegberg), in diesem Jahr mit neuem
Partner Walter Leupold (Steinhagen) unterwegs, kam rund 25 Sekunden hinter
dem Escort ins Ziel! „Unter diesen schwierigen Bedingungen beide Autos
ohne Beschädigung ins Ziel zu bringen ist schon Erfolg genug. So sind
wir mit dem vierten Gesamtrang sehr zufrieden!“ freute sich Markus Niestrath
bei der Siegerehrung.
Einfach nur den Hut ziehen muss man vor den Engländern Keith Ahlers
und James Bellinger. Trotz des „Sauwetters“ waren die beiden im
offenen Morgan Plus 8 unterwegs, das kann man sich nur schütteln! Belohnt
wurden sie mit nassen Anzügen und Platz fünf in der Gesamtwertung
Dieser Platz bedeute auch den dritten Klassen-rang bei den 2 Liter GTs hinter
Hürtgen/Roock und Gröpper.
Die Pseudo Amerikaner Luke und Tim Bulitt im Porsche 911 S sahen als sechste
das schwarz-weiß karierte Tuch vor den Pseudo Mexikanern Pedro und Luco
Sanchez „Wir sind überhaupt nicht klargekommen, hatten einfach
keinen Grip“, so Luco im Ziel. Ein tolles Feld von 40 Fahrzeugen traten
beim ersten Rennen der 2009er Saison an, in Spa in rund vier Wochen werden
es wohl noch mehr sein!
In die Klassen
Den Sieg bei den Hubraumzwergen bis 1300ccm machten die Schweizer Gaststarter
unter sich aus. Das Team Oliver Vetter und Andreas Ostet gewann mit einem
bildhübschen Alfa Romeo Giuliette Sprint Zagato vor ihren Markenkollegen
Willi Aeppli und Edi Franz.
Die amtierenden Meister waren beim ersten Saisonlauf nicht zu schlagen. In
der teilnehmerstärksten Klasse, der Klasse der GTs bis 2000 ccm (1962
– 1965) siegten Allen Tice und Chris Conoley im Marcos 1800 vor Siegfried
Lapawa und Claudia Hürtgen im Porsche 911. Diese mussten in der letzten
halben Stunden den Marcos noch vorbei lassen und kreuzen die Ziellinie nur
knappe 15 Sekunden hinter den Briten. Ein heißer Kampf tobte um den
dritten Platz, den Ian Prior / Bob Luff im MG B mit 1.194 Sekunden Vorsprung
vor Mark Prutton und Mike Entwisle in einem weiteren MG B ins Ziel brachte.
Die Top Five komplettierte Hans – Peter Richrath mit einem Porsche 911.
Bullige Kerle, bulliges Auto! Richard Bull und Joe Ward gewannen die Klasse
der hubraumstärksten GTs vor dem Trio Erwin Derichs, Manfred Kubik, Hans
– Georg Dornhege, die mit dem schnellen Jaguar E-Type antraten.
Fest in Alfa Hand war die Entscheidung bei den 1600ern. Frank Strothe (Bonn)
und Jürgen Schürgers dominierten auf dem Alfa Romeo GTA vor Thomas
Schulze (Bad Soden) Stefan Siebert (Hamburg) mit der Alfa Romeo Giulia ti
Super. Rund um glücklich war aber auch die Ford Escort Twin Cam Truppe
Günter Henseleit (Duisburg) und Karl - Georg Stromberg (Duisburg).
Mit dem dritten Gesamtrang und Klassensieg bei den GTs und Tourenwagen bis
2 Liter Hubraum feierten Frank Genbrock und Dirk Scheffer einen gelungenen
Einstand mit dem Ford Escort MK 1 BDA. 24 Sekunden betrug am Ende ihr Vorsprung
auf das neu formierte Team mit Markus Niestrath und Walter Leupold im Alfa
Romeo GTAM. Das Schwesterauto aus der Schmiede von Markus Niestrath mit Wolfgang
Schmidt (Beckingen) und Lothar Wilms (Mönchengladbach) am Volant folgte
als Dritte vor der schnellen Amazone Martina Bossert (Hamburg)mit einem weiteren
Alfa GTAM!
In der Klasse der Sportwagen traten nur Wolfram Seehaus und Sandro Soccol
mit dem Chevron B8 GT an, die auch als Driftkünstler gefeiert werden
konnten, war es doch fast unmöglich, die Kraft des Chevron auf den Asphalt
zu bringen.