Der amtierende Produktionswagen-Weltmeister steigt bei AGM ein. Andreas Aigner
(24) fährt mit Armin Kremer zusammen die Baja 500, die in drei Wochen
(5. bis 7. Juni) über die staubige Bühne geht.

Herzlich willkommen, Weltmeister!
Andreas ist ein großartiges Talent, das hat er vor Jahren bei unserer
Nachwuchssichtung schon gezeigt und dann mit dem Weltmeistertitel glänzend
umgesetzt. Und er hat den Mut, den man braucht, um im Staub und bei Nullsicht
Mann gegen Mann zu fahren. Einige andere Fahrer fanden den Gedanken so übel,
dass sie sich einen Einsatz in der SCORE International nicht vorstellen konnten.

Und das steht Andreas Aigner bevor: eines der letzten großen Auto-Abenteuer
Jetzt steigt er von seinem 280-PS-Produktionsauto in den 640 PS starken Buggy
um. Mit dem völlig anderen Handling dieses schweren Riesen wird Andreas
überhaupt kein Problem haben. Ich kann mir aber vorstellen, dass es für
einen jungen Sprinter wie ihn nicht ganz leicht wird, das Auto fast behutsam
über die Distanz zu bringen. Denn selbst einen Buggy, der extrem einstecken
kann, kann man bei zu ruppiger Gangart schnell zerstören.
Armin Kremer wird bei der Baja 500 den Start und die ersten 250 Meilen fahren,
dann übernimmt Andreas für den zweiten Stint. Ich teile den AGM
Buggy wieder mit Martin Christensen und fahre wie mein Namensvetter den Start.
Damit werden Martin und Andreas zusammen trainieren, was für Andreas
einen echten Glücksfall darstellt. Denn einen besseren Lehrmeister als
Martin Christensen gibt es für Wüstenrennen nicht. Und Armin freut
sich schon jetzt auf die Verstärkung durch einen hungrigen, schnellen,
austrainierten jungen Fahrer. Denn Armin will auf das Podium. Vergangenes
Jahr ist er bei der Primm 300 ja nur ganz knapp am Siegertreppchen vorbeigefahren.

Armin Kremer: Bei der Baja 500 er auf das Podium
Auch SCORE International Chef Sal Fish begrüßt Andreas mit offenen
Armen. Ein Weltmeister aus Österreich in der mexikanischen Wüste,
das ist neu, und das finden die US-Fans toll.