KIMI RÄIKKÖNEN
“Der Circuit Gilles Villeneuve ist eine der schnellsten Strecken im
Formel-1-Kalender. Auf der Gegengeraden erreichen wir Geschwindigkeiten bis
zu 320 km/h. Am Ende der Geraden müssen wir lange und hart bremsen, deshalb
fahren wir hier mit größeren Lufteinlässen für die Bremsenkühlung.
Bei der Abstimmung des Autos achten wir auch auf hohe Stabilität beim
Bremsen. Der Circuit Gilles Villeneuve ähnelt in seiner Charakteristik
etwas der Rennstrecke in Imola. Dem MP4-20 lag dieser Kurs, auch wenn der
frühe Ausfall im Rennen den erhofften Erfolg verhinderte. Wir sollten
also in Kanada um den Sieg kämpfen können. Allerdings muss ich im
Qualifying als einer der ersten Fahrer auf die Strecke. Das ist ein Nachteil,
denn der Belag ist dann meistens noch recht schmutzig."
JUAN PABLO MONTOYA
“Ich komme gern zum kanadischen Grand Prix. Die begeisterten
Zuschauer sorgen immer für tolle Stimmung. Auf der Strecke brauchen wir
guten Grip bei hohen Geschwindigkeiten. Wir fahren hier mit wenig Abtrieb.
Deshalb kommt einem das Auto leichter vor und man hat das Gefühl, die
ganze Zeit am Limit zu fahren. Da die Leitplanken nahe an der Strecke stehen,
muss man bei dem hohen Tempo sehr präzise fahren, ähnlich wie in
Monaco. Beim Beschleunigen aus den engen Kurven braucht man gute Traktion.
Es gibt auf dem Circuit Gilles Villeneuve gute Überholmöglichkeiten,
besonders vor der Haarnadelkurve. Ich hoffe, dass wir den Fans wieder ein
spannendes Rennen bieten können."
PEDRO DE LA ROSA
“Der Circuit Gilles Villeneuve wurde neu asphaltiert und keiner
kennt die Beschaffenheit des neuen Streckenbelages. Im Freien Training am
Freitag werde ich deshalb intensiv testen, in wieweit der neue Asphalt Temperatur
und Abnutzung unserer Michelin-Reifen beeinflusst."
MARTIN WHITMARSH, CEO FORMULA ONE, WEST McLAREN MERCEDES
"Wir haben in der letzten Woche drei Tage in Silverstone getestet
und dabei Abstimmungsvarianten und Reifen für Kanada erprobt. Außerdem
haben wir uns gemeinsam mit Michelin auf den Grand Prix von England im Juli
in Silverstone vorbereitet. Der Grand Prix von Kanada ist eine schwierige
Aufgabe und vor allem für seinen hohen Verschleiß bekannt. Beim
Beschleunigen wie beim Bremsen treten extreme Belastungen auf, deshalb sind
Motor und Bremsen die wesentlichen Faktoren an diesem Wochenende. Die Kühlung
der Bremsen ist besonders wichtig. Daran haben wir bei den letzten Tests mit
gutem Ergebnis gearbeitet."
NORBERT HAUG, MERCEDES-BENZ MOTORSPORTCHEF
"Jeder im Team freut sich auf die nächsten beiden Rennen
in Kanada und den USA innerhalb von acht Tagen. In den letzten drei Rennen
hat Kimi 192 von insgesamt 203 Runden geführt. Wir hätten das letzte
Rennen gewinnen müssen, keine Frage, doch wir haben das Potenzial es
besser zu machen. Der Circuit Gilles Villeneuve in Montreal ist eine schnelle
Strecke, auf der Geschwindigkeiten von über 300 km/h erreicht werden.
Rund zwei Drittel einer Runde werden unter Volllast gefahren. Durch die Kombination
von langen Geraden und engen Schikanen und Haarnadelkurven werden vor allem
die Bremsen stark beansprucht."