Der Gemeinderat der Großen Kreisstadt Hockenheim hat am späten
Abend des 29. September 2009 dem zwischen der Formula One Association (FOA),
dem Oberbürgermeister der Stadt Hockenheim und der Geschäftsführung
der Hockenheim-Ring GmbH ausgehandelten Vertrag zugestimmt. Damit ist die
Austragung der Formel 1-Rennen auf dem „Hockenheimring Baden-Württemberg“
von 2010 bis 2018 in zweijährigem Rythmus gesichert.

Nach dem bisherigen Vertrag war mit einem Fehlbetrag im Jahr 2010 in einer
Größenordnung von mindestens 6 Mio. € gerechnet worden. „Der
neue Vertrag gewährleistet nicht nur die Fortsetzung der nun schon fast
4 Jahrzehnte währenden Tradition der Formel 1 auf dem „Hockenheimring
Baden-Württemberg“ um eine weitere Dekade, sondern er beinhaltet
auch eine finanzielle Übereinkunft, in der die FOA und die Hockenheim-Ring
GmbH gemeinsam an den unternehmerischen Chancen und Risiken der Veranstaltung
partizipieren“, formulieren übereinstimmend Oberbürgermeister
Dieter Gummer und die Geschäftsführer Georg Seiler und Dr. Karl-
Josef Schmidt.
„Als Vertreter der Stadt Hockenheim war es mir wichtig, den Fehlbetrag
in Höhe von mindestens 6 Mio. € aus unserem Haushalt herauszubekommen
– wir hätten dies einfach nicht finanzieren können“,
informiert Oberbürgermeister Dieter Gummer. Geschäftsführer
Dr. Karl-Josef Schmidt bleibt nun auch die Einbuchung von Drohverlustrückstellungen
in der Bilanz erspart: „Wir können nicht nur die bisher gebildeten
Drohverlustrückstellungen auflösen, sondern brauchen auch für
das Rennen 2010 keine weiteren zu bilden. Dies hat natürlich bedeutende
Auswirkungen auf unser Bilanzbild.“
Mit dem Doppelbeschluss des Gemeinderates vom 23. Juni 2009 hatte der Gemeinderat
den Ausstieg aus dem bisherigen Vertrag angestrebt, aber zugleich den Oberbürgermeister
und die Geschäftsführung beauftragt, über mögliche Alternativen
weiter zu verhandeln, um die Formel 1 doch noch auf dem „Hockenheimring
Baden-Württemberg“ zu halten. Damit war die Voraussetzung verbunden,
für die Hockenheim-Ring GmbH und die Stadt Hockenheim finanzwirtschaftliche
Risiken zu vermeiden. Das Verhandlungsergebnis steht mit diesem Beschluss
in Einklang.
Das Verhandlungsergebnis wurde in zahlreichen Telefonaten und allein 6 Verhandlungsrunden
im Büro der FOA in London in den letzten 9 Monaten erzielt. Dabei hat
der Vertreter der FOA, Herr Bernie Ecclestone, bestätigt, dass er die
langjährige Zusammenarbeit mit der Hockenheim-Ring GmbH und deren besondere
Situation würdigt und ihm die Austragung der Formel 1 auf dem „Hockenheimring
Baden-Württemberg“ ein persönliches Anliegen ist. Für
die Stadt Hockenheim und die Hockenheim-Ring GmbH war wichtig, ein wirtschaftlich
neutrales Ergebnis zu erreichen.
„Wir werden nun mit aller Kraft in die Vorbereitung und Umsetzung gehen
und hoffen, dass die Saison 2010 spannend und erfolgreich für das deutsche
Team und die deutschen Fahrer verläuft und viele Fans zu einem gelungenen
Grand Prix am 25. Juli 2010 auf dem „Hockenheimring Baden-Württemberg“
beitragen. Der Vorverkauf beginnt noch im Oktober 2009“, so Geschäftsführer
Georg Seiler.
Unterstützend hilfreich war im Auftrag des Ministerpräsidenten
des Landes Baden-Württemberg Herr Prof. Hubbert tätig. Dem Land
Baden-Württemberg war es bisher noch nicht möglich, eine Unterstützung
für den Imageträger „Hockenheimring Baden-Württemberg“
verbindlich zuzusagen. Aus rein sachlichen Gründen musste jedoch eine
Entscheidung jetzt getroffen werden. Deshalb geht der Gemeinderat der Stadt
Hockenheim davon aus, dass das Land nach Beendigung des Entscheidungsfindungsprozesses
eine Lösung zur Unterstützung finden wird. Aus diesem Grund sieht
die Beschlussfassung des Gemeinderates vom 29.09.2009 auch folgende Formulierung
vor:
„Aus den Landtagsfraktionen der CDU, FDP und SPD und der Region haben
wir positive Signale zur Unterstützung erhalten. Diese haben uns ermutigt,
den Beschluss mit diesen Inhalten zu fassen, in der Erwartung, dass sich sowohl
das Land Baden-Württemberg, Dritte, als auch die Region in der bisher
diskutierten Größenordnung beteiligen.“
„Wir sind froh und dem Gemeinderat auch dankbar, dass er das Ergebnis
der monatelangen Bemühungen des Oberbürgermeisters und der Geschäftsführung
durch diese Entscheidung gutgeheißen und gewürdigt hat“,
betonen Oberbürgermeister Dieter Gummer und die Geschäftsführer
Georg Seiler und Karl-Josef Schmidt.
Mit dieser Entscheidung des Gemeinderates hat die Stadt Hockenheim als Teil
der Metropolregion die positiven wirtschaftlichen Effekte für die Region
und das Automobilland Baden-Württemberg als ein weltweites Aushängeschild
bewahrt.
Die Verantwortlichen freuen sich auf die künftigen Formel 1-Veranstaltungen
auf dem „Hockenheimring Baden-Württemberg“, sind hochzufrieden
mit dem Verhandlungsergebnis, setzen nach wie vor auf die Unterstützung
des Landes Baden-Württemberg, evtl. Dritter, aber auch der Region und
hoffen auf weitere Identifikation der Hockenheimer Bevölkerung mit dieser
Premiumveranstaltung.