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    Nachrichten: Dakar 2010 mit Martin Freinademetz als einzigem Österreicher am Motorrad
    Geschrieben am Saturday, 19.December 2009 um 13:45:01 CET
    Thema: Motorrad offroad
    Motorrad offroad
    • Eigentlich wollte er nach seiner ersten erfolgreichen Teilnahme im Jahr 2007 nicht so schnell wieder am Start einer Rallye Dakar stehen. Am Motorrad das Ziel erreicht, fürs Auto noch um eine gefühlte Ewigkeit zu jung war dieses Kapitel abgeschlossen. So lange, bis sich die Chance bot, der erste Österreicher zu sein, der auf beiden Kontinenten – Afrika und Südamerika – seine Spur vom Start bis ins Ziel hinterlässt. Und der Einzige!




    „Vor drei Jahren hab ich mir den lange gehegten Traum erfüllt, die anspruchsvollste Rallye der Welt zu bestreiten. Mein Ziel war damals das Ziel, das ich mit Rang 90 auch erreicht hab. Somit war das für mich erledigt. Doch der Wechsel nach Südamerika macht das Ganze wieder interessant. Wenn ich am 16. Jänner in Buenos Aires auf zwei Rädern ankomme, bin ich der erste Österreicher, der die Dakar alt und neu gemeistert hat“, erklärt der 40-Jährige. Ein extremer Reiz, dem der gebürtige Innsbrucker nicht widerstehen kann.


    Foto: Xventure

    Mit Startnummer 110 wird der Snowboard Doppelweltmeister von 1995 am ersten Tag des neuen Jahres in der argentinischen Hauptstadt über die Startrampe rollen, um sich in den folgenden Tagen quer durch den Kontinent, über Erde, Sand und Stein und durch tausende von euphorischen Zuschauern zu navigieren. Der relativ kurzfristige Entschluss, sich die sandige Plackerei neuerlich aus Spaß an der Freude anzutun, beschränkte die praktische Vorbereitung auf drei qualvolle Etappen bei der Mutter aller Enduro Rennen, der Roof of Africa, Ende November. Motorradtechnisch setzt der Erzberg-Bezwinger auf Qualität aus der Heimat – mit einer KTM 690 Rally sitzt er auf dem Seriensieger der letzten Jahre. „Schnell und unkompliziert haben mir die Mattighofener mit dem Wichtigsten geholfen und ich kann während des Rennens auch auf ihren Servicetruck zurückgreifen“, hofft Freinademetz am Materialsektor auf ein problemloses Rennen.


    Foto: Xventure

    War der Olympische Gedanke keiner, der dem Tiroler in seiner Wintersportkarriere je in den Sinn gekommen wäre, so ist beim neuerlichen Unternehmen Dakar dabei sein und das Ziel sehen der Leitgedanke auf dem steinigen Weg durch Argentinien und Chile. „Ich werde meinen Fahrstil auch dieses Mal wieder der größtmöglichen Chance ins Ziel zu kommen anpassen!“


    Foto: Xventure

    Die Rallye
    Zum zweiten Mal in Folge fällt der Startschuss zur legendären Wüstenrallye in Buenos Aires (ARG). In 14 Etappen führt die Route durch den südamerikanischen Kontinent, um nach insgesamt 8.937 km und nur einem Ruhetag – am 09. Jänner in Antofagasta (CHI) – wieder in der Hauptstadt Argentiniens zu enden; 4.717 km davon sind Spezialwertung, der Rest entfällt auf Verbindungswege.

    Nach dem Start in Buenos Aires führt der Weg durch die zentralargentinische Provinz Córdoba, über die schwindelerregenden Anden, in die berüchtigte Atacama – die trockenste Wüste der Welt. Hier warten die Tücken der Dakar zum ersten Mal auf das Teilnehmerfeld. Gute Dünentechnik und Navigationsfertigkeiten sind ab sofort gefordert. Die Tage durch das Herz der Atacama könnten über Sein und Verbleib in der Wertung entscheiden, den Ruhetag in Antofagasta werden Fahrer wie Mechaniker für Regeneration und Reparatur benötigen. Die Route verläuft 2010 mit sieben Etappen deutlich länger durch Chile und führt weit hinauf in den Norden Richtung Bolivien. In Iqueque findet das Rennen seinen nördlichsten Punkt. Von dort führt die Route über Antofagasta und Copiapó nach La Serena und Chiles Hauptstadt Santiago de Chile. Die Überquerung der Anden führt die Fahrer mehrere Male auf über 4.000m Seehöhe. Am 14. Jänner steht während der zweiten Andenüberquerung die längste Etappe über 796 km von San Juan (ARG) nach San Rafael (ARG) auf dem Programm, ehe in Buenos Aires zwei Tage später die Sieger gefeiert werden.

    190 Motorräder und Quads, 140 Autos und 52 Trucks aus 49 Nationen werden sich bei der 32. Austragung der Rallye Dakar messen. Als Sportgroßereignis wurde die Rallye im Vorjahr in 1.130 Stunden Sendezeit im Fernsehen übertragen. Mehr als 180 Zeitungs- sowie Radiojournalisten, Fotografen und über 1.000 lokale Journalisten werden auch dieses Mal wieder in 189 Länder dieser Welt berichten und den Rallyetross über den gesamten Zeitraum begleiten.


     
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