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Fahrzeugvorstellung: Car Classics Berlin präsentiert den „Imperial Dual Cowl Phaeton
Geschrieben am Monday, 28.December 2009 um 07:00:00 CET
Thema: Oldtimer
Oldtimer
  • Der äußerst seltene offene Luxuswagen aus dem Baujahr 1931 verspricht extravagantes, komfortables Fahren zu Viert – mit und ohne Verdeck!




Die Car Classics Berlin GmbH vermittelt derzeit einen äußerst seltenen „Chrysler Imperial Dual Cowl Phaeton“, Baujahr 1931, von dem überhaupt nur 85 Exemplare hergestellt wurden. Bei dem wunderschönen Oldtimer, der aus einer bekannten Fahrzeugsammlung stammt und jetzt im Berliner Meilenwerk zu besichtigen ist, handelt es sich um eine absolute Rarität.


Chrysler Imperial Dual Cowl Phaeton, Baujahr 1931

Weltweit sind heute noch ganze elf Exemplare bekannt. Er gilt als der schönste jemals gebaute Typ der Marke Chrysler – und als einer der teuersten dazu. Das ist – neben dem exzellenten Zustand des Fahrzeuges – auch einer der Gründe dafür, dass der weinrote 8-Zylinder mit Weißwandreifen, Speichen-Rädern und exklusiver Lederausstattung zum stolzen Preis von 289.000 Euro angeboten wird.

Die Imperial-Modelle repräsentierten seit 1926 stets die größte und luxuriöseste Baureihe der Chrysler Corporation und standen bis in die 1960er Jahre hinein hinsichtlich der Begehrlichkeit auf gleicher Augenhöhe mit Marken der internationalen Luxusklasse. Im Modelljahr 1931 erschien im Juli mit der Serie CG ein komplett neuer Imperial, der sich aufgrund der damaligen Weltwirtschaftskrise allerdings nicht sehr gut verkaufte; daher auch die geringen Stückzahlen.

Von den immerhin 14 Modellvarianten – Roadster, Coupés und Limousinen sowie ein „Town Car“ als Einzelanfertigung für die Gattin des Firmengründers Walter Chrysler – wurden insgesamt nur 3.228 Exemplare produziert. Das exklusivste und teuerste Modell war der „Dual Cowl Phaeton“. Kostenpunkt: 3.575 US-Dollar. Zum Vergleich: Ein Ford A Roadster, immerhin mit einem 3,3-Liter-Motor bestückt, kostete im gleichen Jahr bescheidene 475 Dollar.

Sinnbild für Kraft und Eleganz – die langgestreckte Karosserie von LeBaron

Die separat hergestellten Fahrgestelle der gesamten Modellreihe haben einen einheitlichen Radstand von 3.683 mm, unterscheiden sich jedoch erheblich in den Aufbauten. Der Aufbau des jetzt in Berlin vorgestellten Wagens wurde von der damals berühmten Karosserie-Schmiede LeBaron entwickelt.

In der Linienführung vom Cord L 29 inspiriert, der damals neben Duesenberg als Amerikas elegantestes Automobil galt, stellt die Version des „Dual Cowl Phaeton“ praktisch einen langgestreckten Roadster mit vier Türen und vier Sitzen dar. Diese Bauweise gab es nur für wenige Jahre und verschwand – aufgrund des hohen Aufwands – im Laufe der 30er Jahre bereits wieder.

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die Passagiere im Fond des Wagens durch eine separate, klappbare Windschutzscheibe geschützt sind, damit sie eine Fahrt bei offenem Verdeck selbst bei hoher Geschwindigkeit genießen können.

Nur ein Jahr bevor das Modell in Detroit der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde, war das nach Walter P. Chrysler benannte Chrysler Building in New York eingeweiht worden – damals für kurze Zeit das höchste Gebäude der Welt und bis heute einer der wohl eindrucksvollsten Wolkenkratzer Manhattans. Die Vorfahren des legendären Automobil-Pioniers stammten übrigens aus dem pfälzischen Guntersblum in der Nähe von Mainz und wanderten nach dem Jahrhundertwinter 1709 und einer damit verbundenen Hungersnot nach Amerika aus. Insofern kehrt nun der imposante „Imperial“ auch an seine ursprünglichen Wurzeln zurück.

Geballte Leistung – und jede Menge Reserven unter der Motorhaube

„Neben der wunderschönen Fahrzeug-Optik, seiner perfekten Verarbeitung und den vielen Ausstattungs-Details überzeugen vor allem auch die technischen Daten“, so Burkhard Steins, Automobil-Historiker und Verkaufsleiter der Car Classics Berlin GmbH. „Der 8-Zylinder-Reihenmotor mit seinen 6,3 Litern Hubraum und einer 9-fach gelagerten Kurbelwelle erzeugt bei 3.200 Umdrehungen 125 PS, was für damalige Zeiten eine absolute Spitzenleistung darstellte. Auch die hydraulischen Bremsen und die mit der Lenkung kombinierten Zusatzscheinwerfer für das Kurvenlicht waren bereits sehr fortschrittlich – und sind es heute noch.“

Eine stilistische Besonderheit stellt die Kühlerfigur dar. Es handelt sich um eine Oryx-Antilope, die in Afrika und auf der Arabischen Halbinsel lebt und – besonders in den Emiraten – für ihre Schönheit und Schnelligkeit verehrt wird. Daher dürfte dieses Fahrzeug speziell für Sammler aus dem arabischen Raum ein ganz besonderer Anreiz sein!

Der zukünftige Besitzer dieses wahrhaft imposanten Gefährts kann sich übrigens trotz des hohen Alters – immerhin wird der Wagen übernächstes Jahr 80 – an einem technisch einwandfreien und beinahe jungfräulichen Zustand des edlen Fahrzeugs erfreuen. Denn seit einer kompletten, hochprofessionellen Restaurierung in den 70er Jahren hat der bildschöne „Imperial“ lediglich 1.845 Meilen – also nicht einmal 3.000 Kilometer – zurückgelegt; die meisten davon bei hochkarätigen Wettbewerben und Ausfahrten im Rahmen internationaler Oldtimer-Veranstaltungen, wobei er mehr als einen Concours d’Elegance als „Best of Show“ verlassen hat.

Weitere Informationen im Internet unter www.car-classics.de.

 


 
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