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    Nachrichten: Weniger Unfälle, weniger Opfer: Straßenverkehr forderte 2009 geringsten Tribut s
    Geschrieben am Wednesday, 24.March 2010 um 11:52:36 CET
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    • Das Unfallgeschehen 2009: 37.925  Unfälle  -3,2%  ,  49.158  Verletzte  -2,7%  ,  633  Getötete  -6,8%




    Im Jahr 2009 ereigneten sich auf Österreichs Straßen 37.925 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, bei denen 49.158 Personen verletzt und 633 Personen getötet wurden. Gegenüber dem Jahr 2008 verringerte sich die Zahl der Unfälle somit um 3,2%, jene der Verletzten um 2,7%, und die Zahl der Todesopfer sank um 6,8%. Vor allem bei der Zahl tödlich Verunglückter fiel der Rückgang deutlich stärker aus als in den letzten Jahren, und bei allen drei Größen wurden die bisher niedrigsten Werte seit Beginn der einheitlich geführten Verkehrsunfallstatistik im Jahr 1961 verzeichnet .

    Längerfristig betrachtet waren die Rückgänge bei der Zahl der Unfälle und Verletzten weitaus geringer als bei jener der Verkehrstoten. „Seit dem Jahr 2000 sank die Zahl der Verkehrstoten kontinuierlich, nämlich um insgesamt 35%. Bei den Unfällen und Verletzten betrug der Rückgang im gleichen Zeitraum jedoch nur jeweils rund 10%“, betonte Dr.Konrad Pesendorfer, Generaldirektor der Statistik Austria.

    Die Zahl der Alkoholunfälle sowie jene der dabei verletzten und getöteten Personen sind im Jahr 2009 deutlich gesunken. Dennoch war im Berichtsjahr jeder 15. Unfall ein Alkoholunfall (6,6%). Konkret ereigneten sich 2.490 Unfälle mit alkoholisierten Beteiligten, bei denen 3.406 Personen verletzt und 46 getötet wurden. Jeder 14. Verkehrstote war demnach Opfer eines Alkoholunfalles.
    Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Alkoholunfälle und deren Opfer tatsächlich höher sind, weil Getötete und Bewusstlose im Allgemeinen nicht auf Alkoholisierung untersucht werden.

    Betrachtet man die Zahl der Verunglückten nach der Art ihrer Beteiligung am Verkehr, so zeigt sich beim Pkw eine Abnahme der Zahl der Verletzten (-3%) und der Getöteten (-11%). Insbesondere in der Altersklasse der 20- bis 24-Jährigen ist die Zahl der getöteten Pkw-Insassen stark zurückgegangen (von 68 auf 40, -41%).

    Die Zahl der verletzten Motorradfahrer erhöhte sich 2009 um 4% auf 3.464, jene der getöteten verringerte sich von 91 auf 87. Somit waren rund 14% aller Verkehrstoten Motorradfahrer. Insgesamt wurden gegenüber 2008 um rund 5% weniger Moped- und Kleinmotorradfahrer (Lenker und Mitfahrer) verletzt, die Zahl der Getöteten nahm – im Gegensatz zur Gesamtzahl der Verkehrstoten – aber zu (von 25 auf 30). Weiter gestiegen ist die Zahl der verunglückten 15-jährigen Mopedlenker, jedoch in einem geringeren Ausmaß als in den Jahren davor.

    Die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Radfahrer ging auf 5.417 zurück, jene der getöteten sank nach dem starken Anstieg im Jahr 2008 von 62 auf 39 (-23 Getötete oder -37%) und entspricht damit wieder dem Niveau von 2007.
    Es gab auch weniger verletzte Fußgänger im Straßenverkehr als im Jahr 2008, die Zahl der getöteten Fußgänger (101) blieb nahezu unverändert .

    Bei 2.938 Straßenverkehrsunfällen waren Kinder bis zum 14. Lebensjahr beteiligt, das sind um 5,9% weniger als im Jahr davor. 3.182 Kinder (-7,3%) wurden dabei verletzt, womit das bisher niedrigste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen vorliegt. Allerdings kamen 15 Kinder (gegenüber 12 im Jahr 2008) durch den Verkehr auf Österreichs Straßen ums Leben .
    Die meisten der verletzten (42%) und getöteten (40%) Kinder waren Mitfahrer in einem Pkw. Seit Einführung der Kindersicherungspflicht im Jahr 1994 stieg die Quote gesichert mitgeführter Kinder stetig. Die Wirksamkeit der Kindersicherung im Pkw belegen folgende Zahlen: Während von den gesichert mitgeführten Kindern, die bei Unfällen Verletzungen erlitten, nur 4,4% schwere oder tödliche Verletzungen hatten, waren es bei den ungesicherten Kindern 14,5%.

    Ziel des österreichischen Verkehrssicherheitsprogramms 2002 -2010 ist eine Reduktion der Zahl der Getöteten um 50% und der Zahl der Unfälle um 20%.
    Die für das Jahr 2009 errechneten Zielvorgaben wurden jedoch, wie auch schon in den Jahren davor, deutlich überschritten: um rund 4.300 bei den Unfällen und um 88 bei den Verkehrstoten.
    Um das für 2010 angestrebte Ziel zu erreichen, wäre ein Rückgang um rund 5.000 Unfälle und um 130 Verkehrstote notwendig.


     
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