
Der Indianapolis Motor Speedway wurde 1909 als 2,5-Meilen-Oval gebaut. Sein damaliges
Ziegelsteinpflaster erklärt den bis heute gebräuchlichen Spitznamen
"Brickyard". 1911 wurde hier erstmals das berühmte 500-Meilen-Rennen
ausgetragen.
Beim 500-Meilen-Rennen wird im Oval entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren.
Die Formel 1 hingegen fährt im Uhrzeigersinn und nutzt nur einen Teil
des Ovals. Für die F1 wurde im Jahr 2000 ein enger, gewundener Streckenabschnitt
mit elf Kurven im Innenraum gebaut.
Die Gerade, Teil des Ovals, ist die längste im GP-Kalender. Auf einer
Strecke von 1820 Metern wird rund zwanzig Sekunden lang Vollgas gegeben. Davon
wiederum rund zehn Sekunden im siebten Gang.
2005 startet die Formel 1 zum sechsten Mal in Folge zum Großen Preis
der USA in Indianapolis. Die bisherigen Sieger waren Michael Schumacher (2000,
Ferrari), Mika Häkkinen (2001, McLaren-Mercedes), Rubens Barrichello
(2002, Ferrari) und wieder Michael Schumacher (2003 und 2004).
Der erste Grand Prix der USA fand 1959 in Sebring statt und wurde von Bruce
McLaren auf Cooper Climax gewonnen. 1960 wechselte die Formel 1 nach Riverside,
im Folgejahr dann nach Watkins Glen, wo bis 1980 insgesamt 20 WM-Läufe
durchgeführt wurden. Von 1976 bis 1983 trat die F1 zusätzlich acht
Mal zum Grand Prix USA-West in Long Beach an. Die Achtziger sahen außerdem
zwei F1-Rennen in Las Vegas, eins in Dallas und sieben in Detroit. Von 1989
bis 1991 war Phoenix Austragungsort des GP der USA. Insgesamt starteten Formel-1-Fahrzeuge
bisher 48 Mal in den USA.
Indianapolis, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Indiana, zählt 860.454
Einwohner. Sie ist die zwölftgrößte Stadt der USA. Indianapolis,
eine auf dem Reißbrett geplante Stadt, wurde 1821 gegründet.