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    Nachrichten: Renaissance der 2-Liter Klasse in der Spezial-Tourenwagen-Trophy
    Geschrieben am Wednesday, 16.June 2010 um 09:20:42 CEST
    Thema: Youngtimer
    Youngtimer
    • Eine regelrechte Renaissance erlebt in der Spezial Tourenwagen Trophy derzeit die 2-Liter Klasse
    • Helmut Maier, Österreichern als Berg-Pilot bekannt, mit Saisonsieg




    Eine regelrechte Renaissance erlebt in der Spezial Tourenwagen Trophy derzeit die 2-Liter Klasse. Dabei ist die Klasse nicht nur gut besetzt, sondern auch extrem ausgeglichen. Bei drei Rennen siegten gleich drei verschiedene Fahrer. Auf dem Salzburgring waren Joachim Bunkus (Triumph Dolomite) und Helmut Maier (VW Spiess Golf) siegreich. Beim verregneten 60-Minuten Rennen in der Eifel holte sich Jochen Thissen im Opel Astra F den Klassensieg.

    Golf
    Helmut Maier (VW Spiess Golf) /Petra Kolic-Wiese (VW Golf)
    Foto: Patrick Holzer

    Dabei sah es vor zwei Jahren eher mau aus. Doch seit der letzten Saison hat die Klasse deutlich zugelegt. Dabei profitieren die Fahrer auch von der Reduktion des Nenngeldes im Gegensatz zu den hubraumstärkeren Fahrzeugen. Das schont den Geldbeutel und sorgt nun für rege Beteiligung. Der Vorschlag kam 2008 von den Fahrern selbst und zeigt, dass in der STT auch auf die Meinung und Erfahrung der Teilnehmer gesetzt wird. Ein Grund, warum Piloten wie Joachim Bunkus und Helmut Maier schon jahrelang mit von der Partie sind. Sowohl Bunkus, als auch Maier kamen in der STT schon zu Meisterehren. Beständig werden die Fahrzeuge, die im Falle von Joachim Bunkus schon über 30 Jahre auf dem Buckel haben, weiterentwickelt. Während sich Bunkus seit Beginn der 90er auf die STT konzentriert, ist Helmut Maier in Sachen Motorsport fast schon ein Weltenbummler. In den 80ern nahm der Passauer neben Berg- und Rundstreckenrennen noch an der Tourenwagen Europameisterschaft teil. Mit 66 Jahren hat seine Reiselust kaum abgenommen, so reist der VW Pilot für ein Bergrennen schon einmal in die Slowakei. So war es selbstverständlich, dass er auch am STT Rennen in Kroatien teilnahm, genau wie übrigens Joachim Bunkus. Eine Anfahrt von 1400 km konnte den Norddeutschen nicht abhalten.

    Mit Jochen Thissen hat sich ein neuer Fahrer in die Siegerlisten der 2-Liter Asse eingetragen. Nach zwei Gaststarts im vergangen Jahr legte er im Opel einen starken Einstand als fester Teilnehmer hin. Auf dem Salzburgring reichte es trotz der schnellsten Zeit bei den 2-Litern noch nicht ganz zum Sieg. Dennoch war Jochen Thissen zufrieden, denn im Gegensatz zum Vorjahr schienen die fehlenden Sekunden auf den Dolomite von Joachim Bunkus gefunden worden zu sein. Das bestätigte sich beim zweien Saisonlauf auf dem Nürburgring, als auch ein unfreiwilliger Stopp in der Mercedes-Arena die Siegfahrt nicht bremsen konnte.

    Noch nicht so richtig glücklich wurde in diesem Jahr Hajo Chorus (Ford Focus). Zwar hatte auch er im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugelegt, doch streikte zweimal das Getriebe. Nach dem Auftakt in Österreich blieb dem Team nicht einmal eine Woche Zeit, um das Problem zu beseitigen. Im Rennen lief es dann anfangs gut, doch wieder streikte das Getriebe. Das selbe Problem trat bei Petra Kolic-Wiese auf, die ihren VW Golf I schon nach dem freien Training abstellen musste. Die erhöhte Motorleistung, eine Zwei steht mittlerweile davor, verkraftete das Getriebe dann doch nicht.

    In Hockenheim kommt mit Patrick Ulrich ein sehr starker Gaststarter aus der Schweiz in die STT. Das Talent wurde ihm von Vater Hans-Ueli mitgegeben, der mit seinem BMW M3 in der Schweiz zu Beginn der 90er Jahre kaum zu schlagen war. Patrick Ulrich schaffte sogar den Sprung ins Profilager, als er mit eigenem Team in der deutschen STW Meisterschaft antrat. Mit einem BMW 320i E46 wird der Schweizer sicherlich ganz vorne in der sowieso schon heiß umkämpften 2-Liter Klasse mitmischen.


     
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