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    Vorschau: Ur-Porsche fasziniert beim 38. AvD-Oldtimer-Grand-Prix
    Geschrieben am Saturday, 03.July 2010 um 00:05:00 CEST
    Thema: Oldtimer
    Oldtimer
    • Einzigartiger "Flieger" für die Rennstrecke aus der Vorkriegszeit
    • "Berlin-Rom-Wagen" erstmals seit fast 30 Jahren wieder am Nürburgring
    • Heckmotor-Boxer in aerodynamischer Aluminiumhülle verkörpert Automobilgeschichte




    Aerodynamik ist das Geheimnis aller Erfolge im Motorsport. Aus dem Rennwagen, mit dem Rudolf Caracciola das Nürburgring-Eröffnungsrennen 1927 gewann, wurden schon zehn Jahre später glattflächige „Flundern“ entwickelt. Ebenso trat der Urvater aller Porsche an - der Typ 64 des Jahres 1939. Er wird auch „Berlin-Rom-Wagen“ genannt, weil Porsche ihn eigens für diese im September 1939 geplante Fernfahrt entwarf. Das Rennen fand wegen des Kriegsbeginns nie statt, dieser Porsche Typ 64 aber überlebte als eines von drei Exemplaren die nächsten 70 Jahre wie durch ein Wunder. Nun kommt dieses einzigartige Aluminium-Coupé nach fast 30 Jahren vom 13. bis 15. August 2010 erstmals wieder auf den Nürburgring -  zum 38. AvD-Oldtimer-Grand-Prix.

    Porsche Typ 64
    Der "Berlin-Rom-Wagen" ist erstmals seit fast 30 Jahren wieder am Nürburgring
    Foto: B. Werndl

    Heute gilt der aerodynamische Heckmotor-Boxer als Urvater aller Porsche, aber damals galt das wenig: Der nur 40 PS starke Leichtbau-Wagen wurde als Versuchswagen eingesetzt und nach dem Krieg am 14. Juni 1949 für den Preis eines VW-Käfers an den österreichischen Rennfahrer Otto Mathé verkauft. Der setzte ihn bis 1953 bei diversen Rennen erfolgreich ein und behielt ihn als „Ahnherrn“ bis zu seinem Tod im Dezember 1995 in seiner Sportwagensammlung.

    Das Hamburger Museum Prototyp kaufte damals fast alle diese Rennwagen – aber nicht den Typ 64, der schließlich zu seinem jetzigen Besitzer nach Deutschland gelangte. Dieser bringt ihn nun auch zum Nürburgring. Dort startete dieser berühmte „Berlin-Rom-Wagen“ mit seinem langjährigen Fahrer, AvD-Mitglied Otto Mathé, in einem Sonderlauf schon einmal in den Anfangsjahren des AvD-Oldtimer-Grand-Prix. Auch dies ein Grund, ihn nun am AvD-Stand im Fahrerlager prominent auszustellen.

    Porsche Typ 64
    Der Urvater aller Porsche - der Typ 64 des Jahres 1939
    Foto: B. Werndl

    Der Porsche Typ 64 spannt den Bogen zu den zahlreichen Porsche 356 und 911 beim 38. AvD-Oldtimer-Grand-Prix, der auch die legendären Porsche 908/3 von Hans Herrmann, den 917 von Willi Kauhsen und den 917/10 von Jo Siffert einbezieht. Der 38. AvD-Oldtimer-Grand-Prix ist mit seinen rund 600 Teilnehmern in elf Rennen an drei Tagen erneut die wichtigste internationale Bühne für die seltensten und wertvollsten Rennfahrzeuge aus der ganzen Welt.

    Der Vorverkauf läuft
    Der Kartenvorverkauf für den 38. AvD-Oldtimer-Grand-Prix läuft bereits, über die Nürburgring GmbH (www.nuerburgring.de) sowie über den Vorverkaufspartner CTS/Eventim (www.eventim.de). Der Eintritt kostet für Erwachsene 18,00 bzw. 38,00 Euro (Tagestickets Freitag bzw. Tagestickets Samstag oder Sonntag), Wochenendtickets werden für 58,00 Euro angeboten. Junge Besucher bis 17 Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Für AvD Mitglieder gibt es bis zum 23.07.2010 im AvD Servicecenter (www.avd.de) 30 Prozent Rabatt auf alle Tickets. Selbstverständlich steht den Zuschauern und Oldtimer-Freunden neben den Tribünen auch wieder das Fahrerlager offen und bietet die Kulisse zum Fachsimpeln, Fotografieren und Träumen.


     
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