Letztes Jahr noch in der Deutschen Formel 3- Serie am Steuer eines Dallara-Renners, fährt der 20jährige Österreicher Bernd Herndlhofer in der Rennsportsaison 2010 einen GT-Traumwagen (Audi R8 LMS GT3, Team Rosberg) in den ADAC GT Masters und der GT3 Europameisterschaft.

Bernd Herndlhofer - Audi R8 LMS GT3
Mitte Juni gastierte die GT3 EM im spanischen Jarama nahe Madrid. Zusammen mit Kenneth Heyer (GER) schaffte Bernd Herndlhofer seinen ersten Sieg der Saison. Herndlhofer zeigte sich anfangs unzufrieden mit den Trainingssitzungen und den Qualifizierungsläufen (Herndlhofer Q1: P15, Heyer Q2: P19).
Im ersten Lauf dann die Wende. Herndlhofer von P15 aus gestartet, arbeitete sich in seinem Stint spektakulär bis auf Platz 4 vor und schaffte die bedeutende Grundlage für den eingefahrenen Sieg. Mit dem Pflicht-Boxenstopp inklusive Fahrerwechsel machte das Audi-Duo P3 klar. Kenneth behauptete sich auf seiner Position. Wenige Runden vor der Zielflagge eliminierten sich die Führenden von den Spitzenplätzen und der Rosberg-Audi erbte Rang 1.

Bernd Herndlhofer
Ein jähes Ende gab es im zweiten Lauf. Ein technischer Defekt zwang Kenneth bereits nach wenigen Runden zur vorzeitigen Aufgabe. Am vergangenen Wochenende trafen sich die Protagonisten der GT3 auf dem Circuit Paul Ricard HTTT in Südfrankreich. Bernd Herndlhofer und Fahrzeugpartner Kenneth Heyer verließen den Renntrack am Sonntag ohne Punkte. „Ich bin an diesem Wochenende einfach nicht auf die Pace gekommen. Kenneth ging es ähnlich. Wir hatten einfach Pech. Ich hatte bei meinen Trainingseinheiten mit Problemen am Auto zu kämpfen. Mir fehlte einfach der Speed.“ Herndlhofer enttäuscht. Heyer setzte sich in Q1 mit einer 2:11.492 auf Startplatz 12 und Herndlhofer mit einer 2:11.286 auf Position 20 in Q2. Rennen 1 war sehr kurz für den gestarteten Heyer. Ein gestrandeter Porsche hat Angaben zufolge nach Motorenflüssigkeit auf der Strecke hinterlassen. Kenneth Heyer kam auf diese Spur und rutschte in den verunfallten 911er. Herndlhofer ging im zweiten Lauf von P20 in den fliegenden Start und war bereits vor der ersten Kurve auf Rang 15. Eine heftige Kollision rief das Safetycar auf den Plan. „Ich hatte echt Glück. Der Unfall passierte genau in meinem Umfeld, aber ich bin unbeschadet durchgekommen.“ Herndlhofer. Herndlhofer hing im weiteren Verlauf im Mittelfeld fest. „Ich hatte Probleme mich in den schnellen Kurven gegen die Konkurrenz zu behaupten. Das Auto lag mir nicht so. Ich hatte immer wieder Untersteuern am Audi.“ Heyer hat den Renner nach dem Stopp übernommen und konnte das Rennen nur auf P19 zu Ende fahren.
Text & Fotos: mmr/motioncompany