Nach einer fast ewig langen Pause von mehr als acht Wochen, steht für die Teams der Powerboat P1 Weltmeisterschaft endlich wieder ein Grand Prix an. Und was für einer. Die Runden sieben und acht der Powerboat P1 WM bilden das Highlight beim ersten Cowes Powerboat Festival vom 26.08. – 28.08.05. Über 70 Powerboat Teams werden dabei das Wasser rund um die Isle of Wight zu kochen bringen.
Boote mit Dieselmotoren führen Meisterschaft an
Die größte Aufmerksamkeit gilt dabei an diesem Wochenende den Teams
der P1 Evolution Kategorie. Nach den bisherigen drei Grand Prix haben sich hier
gleich zwei Brennpunkte gebildet. Nach dem Sieg beim Hanseatische i-Bank GP
in Travemünde rückt die „Wettpunkt.com“ von Hannes Bohinc
der bislang führenden „Sony“ von Mario Invernizzi ordentlich
auf die Pelle. Die beiden Dieselboote lieferten sich in Travemünde bei
beiden Rennen spektakuläre Duelle, bis die sonst extrem zuverlässige
„Sony“ mit einem Turboladerschaden aufgeben musste. Beide Boote
schenken sich im Kampf um die Spitze keinen Zentimeter und gehören zu den
Favoriten des Gilette Mach3 Nitro British GP.

“Thuraya“, „Fainplast“ und „OSG“
auf den Fersen der Führenden
Aber auch die Boote mit Benzinmotoren sind den beiden Dieseln stark auf den
Fersen. So entwickelte sich in Travemünde zwischen dem amtierenden Champion
Adriano Panatta in der Lamborghini getriebenen „Thuraya“ und der
mit Mercury V8´s ausgestatteten „OSG“ von Giancarlo Cangiano
ein weiteres Duell. In der Meisterschaft werden die beiden Kontrahenten allerdings
von einem weiteren Dieselboot, der „Fainplast“ von Marco Pennesi,
getrennt. Das Verfolger Trio der beiden Führenden „Sony“ und
„Wettpunkt.com“ liegt innerhalb von knappen acht Punkten.

“Buzzi Bullet“ führt SuperSport Kategorie deutlich
an
In der SuperSport Kategorie gab es im Anschluß an den German GP einen
kleinen Skandal. Die zweitplatzierte „Offshore Performance“ wurde
nachträglich disqualifiziert. Das Team ließ nach einem eingelegten
Protest eine Überprüfung seiner Maschinen nicht zu und wurde konsequenter
Weise von der Race-Jury disqualifiziert. Damit haben die stillen Favoriten der
Klasse, die „Buzzi Bullet“ von Drew Langdon und Jan Falkowski, einen
ihrer engsten Konkurrenten verloren. Ein Antreten des Schweizer Teams „Offshore
Performance“ in Cowes gilt als relativ unwahrscheinlich. Mit satten 16
Punkten führen die Engländer mit dem Buzzi RiB nun vor der italienischen
„Jolly Drive“, dem zuverlässigsten Boot in der Klasse.

Die „Jolly Drive“ punktete mit ihren Yanmar Dieseln bislang bei
jedem Rennen und rutschte so auf den zweiten Platz der Meisterschaft vor. Erst
mit 17 Punkten Rückstand kommt das Verfolgerfeld, angeführt von Angelo
Tedeschi in der „OBAOBA“, gefolgt von der „Pietro Pellegrini“
und der „ESI Chaudron“.
Wer von den 15 teilnehmenden Teams der Powerboat P1 WM in Cowes das Rennen
machen wird ist fast unvorhersehbar. Die Teams haben die Pause vor allem dazu
genutzt, um erkannte Fehler zu beseitigen und die Performance der Boote zu verbessern.
Hinzu kommt, dass rund um die Isle of Wight ständig wechselnde Bedingungen
herrschen. Für ein absolut spannendes Rennwochenende ist also gesorgt.
Quelle: powerboatp1.de
|