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Aufholjagd von Champion Loeb setzt Glanzlicht für Michelin
Für diesmal musste sich die erfolgsgewöhnte Mannschaft von Michelin Rallye-Chef Aimé Chatard mit Achtungserfolgen zufrieden geben: Die verheißungsvollsten Speerspitzen des französischen Reifenspezialisten büßten ihre Chancen auf den Gesamtsieg bei der Rallye Mexiko früh ein. Der bisherige WM-Führende, Ford-Pilot Toni Gardemeister, trat in Mittelamerika grippegeschwächt an. Unbenanntes Dokument

Weltmeister Sébastien Loeb hatte zu Beginn des dritten WM-Laufs Pech, als eine Radaufhängung seines Citroën Xsara WRC brach. Der Elsässer betrieb mit einer sensationellen Aufholjagd Schadensbegrenzung. Die Rallye Mexiko gewann Subaru-Pilot Petter Solberg vor dem Peugeot-Duo Marcus Grönholm und Markko Märtin.


Für den Top-Favoriten ging es buchstäblich schief: Gerade mal eine Wertungsprüfung der Rallye Mexiko war gefahren, da bemerkte Weltmeister Sébastien Loeb beim Prüfen des Reifendrucks auf der Verbindungsetappe zu WP 2, dass sein rechtes Hinterrad überall hinzeigte, nur nicht in Fahrtrichtung. Die Schieflage kostete den Citroën-Piloten nacheinander zwei Reifen, viele Nerven auf der Verbindungsetappe, vier Minuten Zeitverlust in den beiden folgenden Prüfungen und 20 Sekunden Strafzeit für den umfangreichen Service inklusive Getriebewechsel. „Trotzdem haben wir auf den Geraden bis zu 196 km/h erreicht“, berichtete Beifahrer Daniel Elena ebenso amüsiert wie verärgert über das Missgeschick. Der schnelle Elsässer, der die Auftakt-WP als Zweiter beendet hatte, schied damit als Kandidat auf den Gesamtsieg aus. Doch Loeb sollte sich noch auf andere Weise in Szene setzen…

Immerhin rangierten andere Michelin-Partner chancenreich in den vorderen Punkterängen - Toni Gardemeister zum Beispiel. Der Finne in Ford-Diensten war mit stolzgeschwellter Brust als WM-Führender, aber auch mit triefender Nase als Grippeopfer angereist. Durch einen Dreher in WP 5 fing sich Gardemeister 1.30 Minuten Verlust ein und musste seine Podesthoffnungen ad acta legen. Umso besser in Form präsentierte sich sein Teamkollege Dani Sola. Der 30-jährige Spanier hatte sich bis auf Position fünf hochgearbeitet, bevor kurz vor Ende der zweiten Etappe ein Unfall seiner Rallye ein Ende machte.


Mit Loebs Teamgefährten François Duval hatte Michelin ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Der Belgier, nach den Problemen des Elsässers auf sichere Punkteplätze angesetzt, lag nach dem ersten Tag hinter Subaru-Mann Petter Solberg und den Peugeot-Piloten Marcus Grönholm und Markko Märtin auf Rang vier - bloß vier Sekunden hinter dem Esten. Doch auch Duvals Ambitionen lösten sich in Rauch auf: Ein Motorschaden am Citroën Xsara WRC auf WP 10 bedeutete sein vorläufiges Aus, bevor er mit repariertem Auto gemäß dem SupeRally-Reglement weiterfuhr.

Dafür geigte am zweiten Rallye-Tag der scheinbar schon geschlagene Sébastien Loeb groß auf: Obwohl er wegen der schlechten Position im Gesamtklassement als Zweiter auf die Strecke ging und den Straßenfeger für seine Kollegen spielen musste, markierte er gleich mal die erste Bestzeit des Tages. Auf der mit 25,45 Kilometern längsten WP der zweiten Etappe nutzte Loeb seine nachgeschnittenen Michelin Z-Reifen mit mittelharter Laufflächenmischung optimal aus. Auch die letzte WP des Tages war eine Beute des wie entfesselt fahrenden Elsässers, der sich damit bereits wieder auf Rang sechs vorgekämpft hatte.


Der Schlusstag gehörte dann ausschließlich dem amtierenden Weltmeister. Mit der dritten Bestzeit in Folge und seiner vierten insgesamt schob sich Michelin-Pilot Loeb auf der letzten und längsten Wertungsprüfung sogar noch am wiedererstarkten Gardemeister vorbei und holte sich den nicht mehr für möglich gehaltenen vierten Gesamtrang. Gerade der Sieg auf der mit 44,39 Kilometer Länge längsten und reifenmordendsten WP von Alfaro nach El Establo stellt den Michelin Z-Pneus ein hervorragendes Zeugnis aus. Umso schmerzlicher wirken Loebs 3.51 Minuten Rückstand auf Sieger Solberg bei viereinhalb Minuten Zeitverlust aus dem Missgeschick zu Beginn…

Knapp an den Punkten vorbei schrammte der im neuen Skoda Fabia startende Deutsche Armin Schwarz. Der Werksfahrer hatte nach Motorproblemen am Morgen des zweiten Tages den Servicebereich zu spät verlassen und 1.20 Strafminuten ausgefasst. Wesentlich glücklicher präsentierte sich im Ziel der Mexiko-Rallye sein Landsmann, Michelin-Pilot Anthony Warmbold: Auf seinem Ford Focus WRC hatte er Mitsubishi-Werksfahrer Gilles Panizzi um den Wimpernschlag von sieben Zehntelsekunden auf Distanz gehalten und durfte sich über einen ausgezeichneten siebten Platz freuen.

Text & Fotos: Michelin


Statistisches

Rallye Mexiko, 3. Lauf zur Rallye-WM 2004 (10. - 13. März 2004);
Gesamtlänge: 928,74 Kilometer, davon 14 Wertungsprüfungen über 355,97 Kilometer;
Start/Ziel: Guanajuato/Léon;
längste Prüfung: WP 14 Alfaro - El Establo (44,39 km);
kürzeste Prüfung WP 13 Comanjilla - Chichimequillas (18,26 km);
größte WP-Distanz zwischen zwei Servicepunkten: 73,42 km (WP 1 bis 3 und WP 4 bis 6).

WP-Bestzeiten (auf 14 WP)
Nach Fahrern: Solberg 6, Loeb 4, Grönholm 3; Märtin 1.
Nach Marken: Subaru 6, Citroën und Peugeot je 4

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