Der Einfluss der Reifen auf Fahrverhalten, Bremsweg und Verbrauch ist erheblich - schließlich stellen Sie den einzigen Kontakt zur Fahrbahn her. An den deutschen Autofahrern scheint das aber zumindest teilweise vorbeigegangen zu sein: Hier wird immer häufiger nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten entschieden und der Reifenkauf aufgeschoben.

Immer mehr Autofahrer sparen an den Reifen
Die Reifenhersteller klagen, dass der Absatz seit über einem Jahr nicht dem üblichen Maß entspräche - und damit ein deutlicher Indikator dafür sei, dass die Autofahrer den Reifenkauf aufschieben würden. Weil sie die Umrüstkosten gescheut werden, nutzen immer mehr Fahrer Winterreifen das gesamte Jahr hindurch.

Immer mehr Autofahrer sparen an den Reifen - Foto: Dirk Hartung / Agentur Autosport.atDas zumindest konstatiert Peter Hülzer, Chef im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV). Grundlage für diese Einschätzung ist die Rückmeldung der Verbandsmitglieder. Lange Zeit war es normal, dass etwa 10% der eingelagerten Sommerreifen bei den Händlern nicht mehr abgeholt werden - doch dieser Anteil ist nun auf etwa 20% gestiegen. Aus Sicherheitsgründen ist das aber nicht empfehlenswert: Die weiche Gummimischung der Winter-Pneus nutzt sich im Sommer nicht nur rasend schnell ab, sondern verlängert gegenüber Sommerreifen auch die Bremswege. Dass es auch andere Möglichkeiten gibt, zeigt das Vergleichsportal Toroleo aus Österreich und Deutschland: Hier lassen sich schnell und einfach passende Reifen und Felgen zu günstigen Konditionen finden.

Reifenlabel vereinfacht Kaufentscheidung
Zudem ist die Entscheidung für den richtigen Reifen seit einiger Zeit einfacher geworden: Die wichtigsten Eigenschaften lassen sich nun dem verbindlich eingeführten Reifenlabel entnehmen. Kategorisiert werden dabei der Durchschnittsverbrauch, der Bremsweg und das Abrollgeräusch. Die Optik ist dem deutschen Verbraucher bereits von Kühlschränken und anderen Elektrokleingeräten bekannt. Durch die Bewertung von gleich drei Kategorien kann verhindert werden, dass die Hersteller ihre Reifen einseitig optimieren: Denn prinzipiell sind geringes Abrollgeräusch und niedriger Kraftstoffverbrauch konkurrierende Eigenschaften.

Große Felgen: Im Zubehörhandel günstiger als beim Fahrzeughersteller - Foto: Dirk Hartung / Agentur Autosport.atWenn Sie für ein Rally-Fahrzeug Reifen kaufen möchten, dürfen Sie das Label allerdings getrost ignorieren: Der Bremstest wird auf nassem Asphalt durchgeführt und ist für eine Fahrt im Gelände kaum aussagekräftig. Sobald Sie die Reifen erhalten haben, sollten sie das Alter der Pneus prüfen. Die sogenannte DOT-Nummer an der Reifenflanke gibt über die Produktionswoche Auskunft: Die ersten beiden Zahlen geben die Kalenderwoche an, die letzten beiden das Produktionsjahr. Bei der Auslieferung sollte allerdings kein Reifen älter als ein Jahr sein.

Große Felgen: Im Zubehörhandel günstiger als beim Fahrzeughersteller
Beim Felgenkauf für einen herkömmlichen Pkw zählt technisch nur die richtige Größe - ansonsten entscheidet bei einem Alltagsfahrzeug die Optik. Richtig sportlich sind die Felgen natürlich erst, wenn sie auch die entsprechende Größe haben; etwa 19 oder 20 Zoll sind ideal. Doch dafür verlangen die Fahrzeughersteller zumeist ganz erhebliche Zuschläge. Bereits vor dem Kauf sollte ein Vergleich mit Felgen nicht ausbleiben. Für Rally-Autos gelten natürlich noch andere Kriterien: Die Felgen sollten möglichst leicht und dennoch stabil sein - was klassische Alufelgen nicht leisten können. Stattdessen wird hier auf Magnesium-Legierungen zurückgegriffen, was natürlich auch seinen Preis hat.

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Fotos: Dirk Hartung / Agentur Autosport.at

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