MTM Audi RS3 LMS TCR - in Genf zu sehen - Foto: MTMAm Dienstag öffnet sich der Genfer Auto Salon - zuerst für Journalisten. Ein Highlight dürfte im Bereich Motorsport dabei der MTM Audi RS3 LMS sein der so in der ADAC TCR Germany am Start stehen wird.

Halle 2, Stand 2045 - das ist mitten drin, statt nur dabei. Große Bühne und eine starke Startposition für vier sehr dynamische Repräsentanten des Hauses MTM, das sich überwiegend auf leistungssteigernde Modifikationsprogramme für Automobile der Marken des Volkswagenkonzerns spezialisiert hat. Wenn sich am Dienstag, den 7. März die Tore des „Palexpo" zunächst allein für Journalisten und Fachbesucher aus aller Welt öffnen, wird Roland Mayer, Geschäftsführender Gesellschafter der MTM GmbH, seinen Gästen über sehr viel Leistung, Drehmoment, Hightech und Design zu berichten haben - am Beispiel von zwei Audis, einem Bentley und einem Porsche.

Allen voran ein Audi RS3 LMS, modifiziert nach dem Reglement für die Rennserie "ADAC TCR Germany", innerhalb derer das Auto von Niko Kankkunen, Sohn des legendären Rallyechampions Juha Kankkunen, pilotiert werden wird. Den Einsatz verantwortet Antti Buri, der finnische MTM Importeur. Die technische Spezifikation ist eng am Serienstand orientiert. So leistet das 2-Liter Turbotriebwerk 330 PS (243 kW) bei 6.200 U/min und hat schon bei 2.500 U/min das maximale Drehmoment von 410 Nm zur Verfügung. Nur 4,5 Sekunden nach dem Start beendet der Renner den Sprint auf 100 km/h. Starkes Heck: MTM Audi RS3 LMS TCR<br>Foto: MTMStarkes Heck: MTM Audi RS3 LMS TCR
Foto: MTM
In dieser Konfiguration ist der RS3 LMS für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen. Indes, bei MTM reift zurzeit eine Variante, die der Rennversion leistungsmäßig deutlich überlegen ist, aber dennoch mit den deutschen Zulassungsbestimmungen konform gehen kann: Statt des serienmäßigen Vierzylinders arbeitet dann ein Fünfzylinder TFSi mit 502 PS (369kW) unter der Haube. Fahrgestell und Bremsen werden dem erheblichen Leistungsplus angepasst, das Styling des Bodykits liefert den Querverweis auf die Abstammung von der Rennserie.

Optisch und haptisch gerät der Auftritt der Straßenversion üppiger. Denn, während der seriennahe Rennwagen auf Pneus des Formats 265/35 18 angewiesen ist, kommt die Straßenversion auf Nardo-Felgen der Größe 11 x 19" und 295/30er Bereifung daher. Einmal mehr ein rekordverdächtiges MTM-Ensemble.

Eine besonders gewichtige Rolle nimmt ein blaues Bentley GT Coupé Birkin Speed Eight ein. Es bringt 2.280 kg auf die Waage, aber von Trägheit keine Spur. Der Luxusliner kommt nicht zuletzt dank eines überarbeiteten MTM Turboladers sehr hurtig voran, denn statt serienmäßiger 507 PS (373 kW) stehen nach der Kur bei MTM nunmehr 772 PS (568 kW) und 950 Nm zur Verfügung. Die Verbindung zum Asphalt wird über Michelin-Reifen vom Typ Pilot Sport 4S auf Bimoto Felgen der Größe 10,5 x 22" hergestellt. Ein Aerodynamikpaket akzentuiert die stattliche Erscheinung.

Vergleichsweise federleicht kommt der Porsche Boxter S mit seinem Gewicht von 1.430 kg an den Start. Die serienmäßige Leistung von 350 PS (257 kW) wurde unter den kundigen Händen der MTM Spezialisten auf 402 PS (296 kW) gesteigert und statt des ursprünglichen Drehmoments von 420- stehen jetzt 490 Nm zur Verfügung. Das macht dem Boxster Beine: In nur 3,8 Sekunden passiert er nach stehendem Start die 100 km/h und knapp zehn Sekunden später sind 200 km/h erreicht. Audi R8 Coupé V10 plus Supercharged<br>Foto: MTMAudi R8 Coupé V10 plus Supercharged
Foto: MTM
Den zusätzlichen Schub verdankt der Porsche MTMs M-Cantronic mit ESD und Klappe. Imposant wirkt der offene Zweisitzer aber auch wenn er steht. Dann kommt das starke Räderwerk intensiv ins Bild und hinterlässt Eindruck mit wuchtigem Format: Vorderachse: Michelin Pilot Sport 4S 245/35 20 auf 9" und 285/35 20 auf 11" Bimoto Felgen auf der Hinterachse.

Seine Fahrwerte räumen ihm gegenüber seinen Nachbarn auf der MTM Showbühne des Genfer Salons eine Sonderstellung ein: Keiner ist schneller als das Audi R8 Coupé V10 plus Supercharged. Schon von Hause aus ist das 5,2 Liter V10-Triebwerk mit 610 PS (449 kW) und 540 Nm Drehmoment kein Langweiler. "Aber für ein wenig mehr Faszination ist er wie gemacht" sagt Roland Mayer und besann sich eines passenden Schraubenkompressors (Eaton TVS2300), mit dessen Hilfe das Aggregat bei 8.650 U/min gut 800 PS (590 kW) leistet. Schon bei 5.100 U/min werden 710 Nm in gewaltigen Vortrieb umgesetzt: dann braucht's von Null auf 100 km/h einen Wimpernschlag oder 2,6 Sekunden, nach 8,5 Sekunden fährt man jenseits der 200 km/h. Und weil Speed ohne Spurtreue keinen Spaß macht, kommt der R8 Supercharged auf großen Füßen: Vorn mit Reifen im Format 245/30 20, hinten in 305/30 20, jeweils besohlt mit Gummis von Michelins Typ Pilot Sport 4S. Darüber hinaus ist ein Carbon-Aerodynamikpaket in Entwicklung und wird im Laufe des Jahres den Zubehörkatalog ergänzen.

Mehr Details zu allen Exponaten auf dem MTM-Stand werden dort auf der Pressekonferenz des Unternehmens am 7. März um 13.30 Uhr preisgegeben.

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