• Nach Rückschlag zurückgeschlagen

Nach dem ersten kleinen Rückschlag in Etappe 4 gestern konnte Matthias Walkner heute in der 458 Kilometer lange Wertungsprüfung von Etappe 5 auf seiner KTM 450 RALLY wieder zurückschlagen und sich als Achter um einen Platz auf Rang 7 in der Gesamtwertung verbessern!

Matthias Walkner im Ziel der 5. Etappe:: "Es war eine extrem gute Etappe für mich heute, meiner Meinung nach die beste bis jetzt. Am Anfang war es ziemlich schnell, ich fand aber zügig in den Rennmodus und konnte gleich einmal zwei bis drei Fahrer überholen. Bis zum Checkpoint 2 glaube ich lag ich auf Position 2, es war das Maximum das ich herausholen konnte.Matthias Walkner verbessert sich nach dem Rückfall auf der 4. Etappe auf Platz 7 nach der 5. Etappe - Foto: Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Auf den letzten 100 Kilometer habe ich dann leider vier Piloten vor mir gehabt. Und wenn man dann mit 150 km/h in eine Sanddüne oder den Fesh-Fesh (ganz feiner Sand) hineinfährt, trifft man auf eine Staubwand, in der man dann nichts mehr sieht. Da habe ich ziemlich viel Zeit liegen gelassen, einmal hat man dabei halt mehr Glück, dann wieder weniger.

Letztendlich konnte ich die Gruppe dann noch überholen und die letzten 100 Kilometer alleine fahren. Dabei bin ich das erst Mal bei der Dakar so richtig ins Navigieren hingekommen. Obwohl es nicht so leicht war, hatte ich Spaß dabei. Platz 8 heute passt auch ganz gut und sieben Minuten Rückstand auf über 450 Kilometer ist auch nicht tragisch. Die Richtung stimmt, jetzt werde ich mich etwas erholen um für morgen wieder fit zu sein."

Gesamtwertung Dakar 2015 nach 5 von 13 Etappen
1. Barreda, 17:51.05 h
2. Coma, +10.33 min
3. Goncalves, +22.50
4. Quintanilla, +31.06
5. Viladoms, +36.23
6. Faria, +38.13
7. WALKNER, +38.36
8. Price, +39.54
9. Svitko, +42.05

Etappe 4:
Nach dem sensationellen Etappensieg von Tag 3 musste Matthias Walkner ausgerechnet als es erstmals in die Atacamawüste ging die 315 Kilometer lange Wertungsprüfung eröffnen. 594 Kilometer auf der Verbindungsetappe zuvor machten das Unterfangen auch nicht wirklich leichter. Ohne viel Erfahrung im freien Gelände navigierte er als 21. mit rund 23 Minuten Rückstand aber zielsicher ins Biwak und ist damit in der Gesamtwertung jetzt nach wie vor hervorragender Achter!

Matthias Walkner nach dem 909 Kilometer Ritt auf seiner KTM 450 RALLY: "Ich habe das Rennen heute eröffnen müssen und bin eigentlich relativ gut losgestartet. Bei Kilometer 15 war dann aber eine Passage, wo ich mir nicht ganz sicher war. Ich wäre dann zwar richtig gewesen, habe mir aber gedacht, bevor der Marc (Coma) lange im Staub fährt oder ich sogar flasch bin, warte ich um von ihm zu lernen. Ich habe dann versucht ihm zu folgen und eine Rhythmus zu finden, der Abstand wurde dann aber allmählich größer. Ich musste dann ziemlich schnell wieder selbst navigieren, hatte jetzt aber zumindest ein Spur, mit der ich mich vergewissern konnte ob ich am richtigen Weg bin.

Bis Kilometer 200 ist es dann wieder richtig gut gelaufen und ich habe geschätzt nur weitere drei Minuten verloren. Dann ging es in die Dünen, wo ich dann bei den unzähligen Spuren der Zuschauer einmal falsch abgebogen bin und nicht mehr auf den richtigen Weg zurückgefunden habe. Ich musste dann rund zehn Minuten auf den vierten Fahrer warten, den ich dann wieder nachfahren konnte bis zu einer Stelle, wo ich meine Kilometer wieder kalibrieren konnte.

Am Schluß haben wir uns dann gemeinsam nocheinmal alle verfahren und ich hatte im Ziel dann etwas mehr als 22 Minuten Rückstand, es kann halt nicht immer so laufen wie die ersten drei Tage. Im großen und ganzen habe ich aber wieder was dazugelernt und unterm Strich hat es einigermaßen gepasst."

Foto: Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

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