• Entscheidungskampf in der Wachau bei Kaiserwetter
An diesem Wochenende (11./12. Oktober) startete die österreichische Supermoto-Staatsmeisterschaft auf dem ÖAMTC Wachauring in Melk in die sechste und letzte Runde der Saison 2008. Traumhaftes Herbst-Wetter sorgte für eine perfekte Kulisse und bildete einen beinahe schon kitschigen Rahmen für die Finalläufe einer der schnellsten Supermoto-Serien Europas. Die zahlreichen Fans wurden mit spannenden Rennen, packenden Zweikämpfen und einer beeindruckenden Show blendend unterhalten.

frank*s S1
Im Zeittraining der Königsklasse meldet sich Rene Esterbauer (AUT/KTM) lautstark zurück. Mit einer Fabelzeit von 1:11,182 holt er sich die Poleposition, distanziert damit seine härtesten Rivalen im Kampf um den Titel, Viktor Bolsec (HR/Honda) und Jürgen Künzel (GER/Husqvarna) auf die Startplätze zwei beziehungsweise fünf.

Den Start ins erste Rennen kann Rene Esterbauer ganz klar für sich entscheiden. Er übernimmt sofort die Führung, muss diese aber gegen den hart attackierenden Jürgen Künzel verteidigen. Hinter den beiden macht sich Viktor Bolsec vor Christian Kohlbacher (AUT/Aprilia) und Hanson Schruf (AUT/Yamaha) breit. Künzel macht Runde für Runde so viel Druck, wie er nur kann, aber Esterbauer lässt sich nicht verunsichern. Wie ein Uhrwerk zieht der KTM-Pilot seine Kreise, lässt sich in keinen Fehler treiben. Das Gegenteil ist der Fall, Künzel will zu viel, verliert nach einem Ausrutscher einige Positionen, und damit ist Esterbauer seiner Führung völlig sicher.

Viktor Bolsec fährt nach Künzels Hoppala ebenso souverän auf Rang zwei, verteidigt diese Position gegen den überraschend starken Kohlbacher bis ins Ziel. Für Künzel ist nicht mehr als der vierte Rang drin. Mit dem zweiten Platz fixiert Bolsec vorzeitig seinen Meistertitel, die Entscheidung um Rang zwei ist aber noch offen: Künzel oder Esterbauer lautet das Duell.

Der Österreicher gibt im zweiten Lauf alles, um sich in der Gesamtwertung an Künzel vorbei zu schieben. Esterbauer setzt sich an die Spitze, doch wieder sitzt ihm Künzel im Nacken. In der fünften Runde kann sich der Deutsche sogar in Führung bringen, doch Esterbauer kontert kurze Zeit später und setzt sich recht deutlich von Künzel ab. Doch den zweiten Rang in der Gesamtwertung kann er nicht aus eigener Kraft erreichen, so lange Künzel auf Platz zwei hinter ihm fährt. Das weiß auch der Deutsche, er lässt ab diesem Zeitpunkt nichts mehr anbrennen, hält Bolsec kontrolliert hinter sich und fixiert damit seinen Vize-Titel. Rene Esterbauer kann trotz des Doppelsieges, den er in Melk eindrucksvoll holt, seine Position in der Gesamtwertung nicht mehr verbessern und bleibt hinter Bolsec und Künzel auf Rang 3.

Ergebnis frank*s S1:
Lauf 1: 1. Rene Esterbauer (AUT/KTM), 2. Viktor Bolsec (HR/Honda), 3. Christian Kohlbacher (AUT/Aprilia)
Lauf 2: 1. Rene Esterbauer (AUT/KTM), 2. Jürgen Künzel (GER/Husqvarna), 3. Viktor Bolsec (HR/ Honda)

frank*s S2
In der hubraumoffenen Klasse frank*s S2 geht Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna) mit einem komfortablen Punktepolster in das Qualifying. Befreit und ohne Druck holt er sich ganz knapp die Poleposition vor Andreas Rothbauer (AUT/Honda) und Christian Schreyer (GER/KTM). Hermunen lässt schon beim Start ins erste Rennen nichts anbrennen. Er übernimmt die Führung vor Andreas Rothbauer, Christian Huber (AUT/Aprilia), Christian Schreyer (GER/KTM) und Christian Ackerl (AUT/Suzuki). Der Finne setzt sich sofort vom Feld ab und zieht allein seine Runden, auch Rothbauer kann die Verfolger abhängen. Huber hält sich hingegen lange Zeit auf dem dritten Platz, fährt aber offensichtlich langsamer als seine Hintermänner. Diese machen zwar viel Druck, aber es dauert einige Runden, bis Schreyer und Ackerl einen Weg an ihm vorbei finden. Huber wird nach einem kleinen Ausrutscher noch weiter nach hinten gereicht und hat mit der Entscheidung um die vorderen Plätze nichts mehr zu tun.

An der Spitze ändert sich nichts mehr, Hermunen leistet sich keinen Fehler und holt sich damit schon im ersten Lauf den Gesamtsieg. Rothbauer überquert als zweiter die Ziellinie, vor Schreyer, Ackerl und Heinz Hochreiter (AUT/Suzuki).

Im zweiten Lauf der Klasse frank*s S2 setzt sich wieder Hermunen vor Rothbauer und Huber an die Spitze. Doch Rothbauers Motorrad verliert vom Start weg Kühlwasser, weshalb es nur eine Frage der Zeit ist, bis für ihn das frühzeitige Aus kommt. Seine Verfolger Huber, Schreyer, Ackerl und Heino Meusburger (AUT/Yamaha) halten sich also zurück, machen sich die Positionen unter sich aus und lassen Rothbauer dabei vorerst offenbar außer Acht. Zu Recht, denn in der siebenten Runde wird er mit beinahe schon glühendem Motor von der Rennleitung aus dem Rennen genommen, Schreyer rückt damit vor Huber und Meusburger auf Rang zwei vor. Huber fährt ein unglaublich starkes Rennen, brennt die schnellste Rennrunde in den Asphalt und hält sich souverän auf Rang drei. Weder Meusburger noch Ackerl können ihm das Wasser reichen, womit Huber das erste Podium seiner Karriere holt.

Die Gesamtwertung entscheidet Hermunen also ganz klar für sich, Christian Schreyer holt den Vize-Titel und Heinz Hochreiter landet auf Rang drei der Gesamtwertung.

Ergebnis frank*s S2:
Lauf 1: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Andreas Rothbauer (AUT/Honda), 3. Christian Schreyer (GER/KTM)
Lauf 2: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Christian Schreyer (GER/KTM), 3. Christian Huber (AUT/Aprilia)

frank*s Jugend ÖM
Julian Eder holt sich vor seinem Bruder Philipp die Poleposition, doch am Start ins erste Rennen ist es Philipp Öttl, der am besten weg kommt. Doch der Deutsche startet um einen Tick zu früh, muss folglich eine Stop-And-Go-Strafe absitzen und kann nicht in der Entscheidung um den Sieg mitreden. Den machen die Eder-Brüder unter sich aus. Julian fährt fehlerlos an der Spitze, Philipp kämpft nach einem Ausrutscher von Lukas Trautmann mit Maximilian Niewiadornski (GER) um Rang zwei. Der Deutsche behält hier die Oberhand, für Philipp Eder bleibt der dritte Rang. Im zweiten Rennen lässt Öttl aber nichts anbrennen, setzt sich an die Spitze und verteidigt seine Führung bis ins Ziel gegen Julian Eder. Hinter den beiden entbrennt ein unglaublich heißer Kampf um Rang drei: Trautmann, Niewiadornski und Philipp Eder fighten mit vollem Einsatz, sie reißen die Zuschauer zu echten Begeisterungsstürmen hin. Runde für Runde, Kurve für Kurve wechseln die Positionen, am Ende setzt sich Niewiadornski durch und verweist Philipp Eder und Trautmann auf die Plätze vier und fünf.

Der junge Deutsche Philipp Öttl holt sich die Poleposition vor Julian Eder und Lukas Trautmann. Im ersten Lauf zur frank*s Jugend ÖM übernimmt aber Eder die Führung, während sich Öttl und Trautmann dahinter einreihen. Letzterer muss in der dritten Runde zu Boden, kann das Rennen zwar wieder aufnehmen, scheint jedoch außer Schlagdistanz zu sein. Der Salzburger kämpft sich bei seinem Heimrennen aber wieder nach vorne, und knapp vor dem Ende hat er wieder den Anschluss an das Führungsduo. Eder scheint wie der sichere Sieger, stürzt aber drei Runden vor Schluss. Damit geht der Sieg an Öttl, Trautmann holt sich Rang zwei und Max Niewiadornski landet auf der drei.

Im zweiten Lauf macht Trautmann schon in der zweiten Runde alles klar, setzt sich an die Spitze

und verweist Julian Eder und Philipp Öttl auf die Ränge 2 und 3.

Die Gesamtwertung entscheidet Öttl für sich, Lukas Trautmann landet auf Rang zwei vor Julian
Eder.

Ergebnis frank*s Jugend ÖM:
Lauf 1: 1. Julian Eder (AUT/KTM), 2. Max Niewiadornski (GER/KTM), 3. Philipp Eder (AUT/KTM)
Lauf 2: 1. Philipp Öttl (GER/Honda), 2. Julian Eder (AUT/KTM), 3. Max Niewiadornski (GER/KTM)

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