• Saisonauftakt mit Überraschungen – ein neuer Sieger bei der Supermoto-ÖM in Fuglau

Der Auftakt zur österreichischen Supermoto-Staatsmeisterschaft auf dem Nordring in Fuglau (NÖ) ging am 18. und 19. April bei bestem Frühlingswetter über die Bühne. Den begeisterten Zuschauern wurden spannende Rennen, mitreißender Rennsport und – zwischendurch – eine actionreiche Stuntshow geboten.


Heino Meusburger führt das Feld in die erste Runde
Foto: www.fueloep.com

Klasse S1
Das Zeittraining dominiert der Deutsche Jürgen Künzel. Mit einer beeindruckenden Leistung holt er sich auf dem abwechslungsreichen und sehr schnellen Kurs die Poleposition. Unmittelbar hinter ihm folgt ein österreichisches KTM-Doppelpack: Hannes Maier sichert den zweiten Startplatz vor Rene Esterbauer. Überraschend stark zeigt sich der Tiroler Florian Praxmarer: nach einer mehrmonatigen Verletzungspause stellt er seine Kawasaki auf den starken vierten Startplatz und geht damit noch vor dem Vorjahres-Meister Viktor Bolsec ins Rennen.

Den Start ins erste Rennen kann Esterbauer klar für sich entscheiden. Obwohl ihm Künzel und Maier vom Beginn weg im Nacken sitzen, behält er die Nerven und lässt sich in keinen Fehler drängen. Doch der junge Hannes Maier präsentiert sich hier in Fuglau unglaublich stark. Er macht in der fünften Runde kurzen Prozess mit Künzel, und schon im nächsten Umlauf schiebt er sich an Esterbauer vorbei und übernimmt die Führung. Von da an legt der KTM-Pilot ein Tempo vor, das seine Verfolger nicht mit gehen können. Künzel und Esterbauer liefern sich bis ins Ziel einen harten Kampf um Rang zwei, doch der Österreicher stellt klar unter Beweis, dass seine Nerven stärker den je sind. Er verteidigt seinen zweiten Platz bis zur Ziellinie und verweist den Deutschen auf Rang drei. Hinter dem Führungstrio tobt ein spektakulärer Kampf um den vierten Platz. Der junge Tiroler Florian Praxmarer kann sich das gesamte Rennen über erfolgreich gegen den Routinier Christian Ackerl wehren. Damit feiert Praxmarer ein sehr gelungenes Comeback.

Im zweiten Lauf lässt der Deutsche Künzel vom Start weg nichts anbrennen. Er setzt sich sofort an die Spitze und versucht, mit schnellen Runden Luft zwischen sich und seine Verfolger zu bringen. Sein Plan geht auf, Hannes Maier muss 2 Runden lang mit Rene Esterbauer kämpfen bevor er sich vorbei pressen kann. Anfangs versucht der junge Oberösterreicher noch Künzels Vorsprung zu minimieren. Als ihm das nicht gelingt, sichert er seine Position nur noch nach hinten ab und fährt einen komfortablen zweiten Platz ins Ziel.

Rene Esterbauer wird gegen Rennmitte von dem Kroaten Viktor Bolsec attackiert, muss diesen nach kurzer Gegenwehr auch ziehen lassen und sich mit Rang vier zufrieden geben.
Lauf 1: 1. Hannes Maier (OÖ/KTM), 2. Rene Esterbauer (OÖ/KTM), 3. Jürgen Künzel (D/Husqvarna)
Lauf 2: 1. Jürgen Künzel (D/Husqvarna), 2. Hannes Maier (OÖ/KTM), 3. Viktor Bolsec (HR/Honda)

Klasse S2
In der hubraumoffenen Klasse S2 stellt der Slowene Uros Nastran seine Husqvarna auf die erste Startposition. Hinter ihm folgt der Deutsche Christian Schreyer auf dem zweiten Startplatz, die beiden Österreicher Andreas Rothbauer und Heino Meusburger komplettieren die erste Startreihe. Beim Start ins erste Rennen setzt sich Meusburger an die Spitze, doch noch im Lauf der ersten Runde schiebt sich der Slowene Nastran an ihm vorbei. Hinter den beiden fightet der Deutsche Schreyer mit Rudolf Bauer, Andreas Rothbauer, Heinz Hochreiter und Hanson Schruf. Hier geht es extrem heiß her, und schon in der dritten Runde müssen Bauer und Schreyer Tribut für den hohen Einsatz zollen. Die beiden verlieren einige Plätze, Rothbauer kann Rang 3 vor Schruf und Hochreiter übernehmen. Zwar wird weiterhin hart gefightet, aber die Positionen der ersten fünf scheinen fest vergeben zu sein. In der 11. Runde muss jedoch Meusburger zu Boden, die allgemeine Verwirrung nutzt Schruf, um sich an Rothbauer vorbei zu schieben. Somit kämpfen die drei Österreicher Schruf, Rothbauer und Hochreiter um Rang 2, während Nastran an der Spitze einsam seine Kreise zieht. Schruf verteidigt Platz zwei souverän bis ins Ziel, Rothbauer kann sich ganz knapp vor dem stark fahrenden Hochreiter halten. Meusburger landet hinter Bauer auf Rang sechs.

Der zweite Lauf beginnt nicht minder spannend: Schreyer setzt sich vor Rothbauer, Nastran, Meusburger und Hochreiter an die Spitze. Diesmal ist der Deutsche fest entschlossen, sich in keinen Fehler hetzen zu lassen. Lange Zeit scheint sein Plan auch auf zu gehen, denn obwohl die ersten sechs ganz knapp beieinander liegen, behauptet sich Schreyer an der Spitze. Doch im letzten Rennviertel passiert ihm wieder ein Fehler, er rutscht auf Rang fünf zurück, während Rothbauer die Führung übernimmt. Auch Nastran und Hochreiter melden ihren Anspruch an die Spitze an, Rothbauer ist jedoch abgebrüht genug, um seine Position bis ins Ziel zu verteidigen. Nastran bleibt also Rang 2 vor Heinz Hochreiter, Heino Meusburger und Rudolf Bauer.
Lauf 1: 1. Uros Nastran (SLO/Husqvarna), 2. Hanson Schruf (NÖ/Husaberg), 3. Andreas Rothbauer (NÖ/Honda)
Lauf 2: 1. Andreas Rothbauer (NÖ/Honda), 2. Uros Nastran (SLO/Husqvarna), 3. Heinz Hochreiter (NÖ/Suzuki)

Jugend ÖM
Manuel Stehrer ist in der Jugend ÖM der „Mann“ der Stunde. Mit über einer Sekunde Vorsprung holt er sich die Poleposition vor Lukas Höllbach und Marcel Renzel. In den Rennen gibt Stehrer weiterhin den Ton an. Lauf 1 gewinnt er mit deutlichem Vorsprung vor Höllbach und dem Deutschen Max Niewiadornski, im zweiten Rennen behauptet er sich gegen Höllbach und Marcel Renzel und holt damit den Doppelsieg.
Lauf 1: 1. Manuel Stehrer (SBG/KTM), 2. Lukas Höllbach (OÖ/KTM), 3. Max Niewiadornski (D/KTM)
Lauf 2: 1. Manuel Stehrer (SBG/KTM), 2. Lukas Höllbach (OÖ/KTM), 3. Marcel Renzel (OÖ/KTM)

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