• Nur drei Sekunden hinter Valentino Rossi

Nach zwei exklusiven MotoGP-Testtagen mit dem Yamaha-Werksteam auf der tschechischen Grand-Prix-Strecke von Brünn (Brno) zieht Martin Bauer eine positive Bilanz. Der Österreicher vom Remus Racing Team powered by S & B Motorsport blieb im Duell gegen Valentino Rossi nur knappe drei Sekunden hinter dem neunfachen Weltmeister.

Der Grand Prix am 25. August in Brünn kann kommen. Martin Bauer ist für den Einsatz auf der Suter-BMW gerüstet. Mit dem CRT-Motorrad wird er gegen die Prototypen der großen Hersteller wie Yamaha, Honda und Ducati antreten.

Martin Bauer beim MotoGP-Test: Nur drei Sekunden hinter Valentino Rossi - Foto: Michael FialaBei 40°Celsius im Schatten und einer Asphalttemperatur von 65°Celsius testete der Eggendorfer in den vergangenen zwei Tagen mit den Fahrern Valentino Rossi und Jorge Lorenzo vom Yamaha-Werksteam auf dem 5,403 Kilometer langen Kurs. Cheftechniker Fritz Schwarz hatte zuvor eine Suter-Kupplung ins Motorrad montiert. Damit sind bessere Starts möglich. Vor Ort wurden außerdem WP-Federelemente wie die Vorderradgabel und das hintere Federbein ausprobiert. Seine schnellste Rundenzeit absolvierte Bauer in 2:00,4 min. Damit verlor er lediglich knapp drei Sekunden auf den neunfachen Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi.

Martin Bauer: „Wir haben unsere Performance um einiges steigern können und sind durchaus in der Lage, in der MotoGP eine gute Vorstellung abzuliefern. Im Training nur drei Sekunden hinter Rossi zu sein – das ist schon einmal nicht verkehrt. Man muss dabei bedenken, dass die Strecke von Brunn fast doppelt so lang ist wie der Sachsenring. Drei Sekunden sind auf einer so langen Distanz also nicht viel. Ich bin natürlich einige Male hinter Rossi und Lorenzo gefahren und habe mir angesehen, wo sie ihre Bikes positionieren und wo sie schneller sind. Es war interessant dabei zu beobachten, dass auch sie nicht zaubern können. An einem Kurveneingang und im Scheitelpunkt trennt uns nicht viel, nur beim Herausbeschleunigen sind es Welten. Sie verfügen über eine immense Traktion. Die Räder lupfen nicht einmal trotz der enormen Leistung. Da wackelt überhaupt nichts. Der mechanische Grip, den sie durch ihre Fahrwerksabstimmung haben, ist gigantisch.“   

Fritz Schwarz: „Grundsätzlich haben wir bis zum Grand Prix noch viel Arbeit vor uns, aber es ist besser, wir haben jetzt noch kleine Probleme als später bei der Veranstaltung. Ich habe noch ein zweites Motorrad für Martin aufgebaut, das auf Anhieb so gut wie die Einsatzmaschine lief. Das zeigt, dass noch viel Potential darin steckt.“

Andreas Bronnen: „Das Training war für uns ein voller Gewinn. Auch der Techniker von Bridgestone zollte Martins Leitung großen Respekt. Steve Jenkner, der schließlich auch etliche Jahre Grand-Prix-Fahrer war und nun als Reifenfachmann das Yamaha- und Ducati-Werksteam betreut, hat sich nur lobend geäußert. Und der weiß, wovon er spricht…“

Foto: Michael Fiala

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