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Der MSC Lödersdorf - hier Karl Heinz Binder - veranstaltete wieder den Saisonauftakt zum Bergrallye-CupBei Temperaturen im einstelligen Bereich nahmen am 1. Lauf des Bergrallye-Cups nur 42 punkteberechtigte Piloten teil - Kommentar von Werner Schneider.

Der Herzog Motorsport/Reisemobile Robert Harrer-Bergrallye-Cup 2018 kam etwas mühsam in die Gänge. Die Verschiebung um eine Woche war allerdings völlig gerechtfertigt. Am ursprünglichen Termin lagen nicht nur 5 cm Neuschnee, es hatte auch sechs Grad unter dem Gefrierpunkt.

Da sich die Temperaturen auch am neuen Termin bei maximal fünf Grad einpendelten und auch die Sonne nicht durch den Hochnebel drang gab es natürlich auch Stimmen aus dem Lager der Aktiven, die sich gegen einen so frühen Saisonbeginn aussprachen und mehr Herbsttermine aussprachen. Überhaupt in diesem Jahr, wo die Saison ja bereits am 9. September enden soll und jedenfalls der 30. September und der 7. Oktober für eine Bergrallye zur Verfügung stünden. Nach einer Woche Verschiebung wurde die 1. Bergrallye 2018 absolviertNach einer Woche Verschiebung wurde die 1. Bergrallye 2018 absolviert
Foto: Werner Schneider/Agentur Autosport.at


Dass nur 42 punkteberechtigte Piloten in Lödersdorf an den Start gingen, unterstrich diese Argumentation noch zusätzlich.

Dafür waren noch erstaunlich viele Zuschauer vor Ort, die ein Rennen ohne besondere Zwischenfälle erlebten.

Kein einziger Unfall, lediglich ein paar Dreher, die man durchaus mit dem eiskalten Asphalt und der  fehlenden Möglichkeit die Reifen auf Temperatur zu bingen in Zusammenhang bringen kann.

Der Rennleiter agierte souverän und war streng darauf bedacht, die Veranstaltung nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Mehr als eine halbe Stunde Pause zwischen den einzelnen Läufen gab's nicht, wodurch das letzte Auto bereits um 15:45 Uhr durch's Ziel fuhr. Was allgemein begrüßt wurde.

Sportlich agierten die Gruppe A-Allradler erstaunlich stark, was aber auch nicht überraschen muss, wenn man an die Physik denkt. Das hohe Gewicht dieser Autos im Vergleich zu den E1 führte natürlich dazu, dass sich deren Reifen besser erwärmen konnten. Daher mehr Grip, was gerade auf der kurvenreichen Panoramastrecke zum Tragen kam.

Am deutlichsten zeigte sich dies daran, dass Gruppe A-Sieger Reinhold Taus eine schnellere Einzelzeit hinlegte als Werner Karl, der Drittplatzierte in der Königsklasse im viel leichteren und viel PS-stärkeren Audi S2.

Spannung ist über die Saison in vielen Klassen angesagt, was nicht nur dem Publikumsinteresse gut tun sollte. Bei den Historischen wurde durch die Abwesenheit des jahrelangen Dominators Mario Krenn ein ganz neues Kapitel aufgeschlagen.

Die Gruppe A (drei Piloten am Ende innerhalb von einer Zehntelsekunde (!), die 1600er und die Zweiliter dürften in diesem Jahr besonders zu beachten sein. Die sensationelle Tagesbestzeit von Stefan Wiedenhofer im 3. Lauf, die ihm den Tagessieg vor Rupert Schwaiger sicherte, macht zudem Lust auf mehr. Vor allem auch, was mit diesem Auto künftig bei den großen Bergrennen möglich ist.

Wie es generell mit dem Teilnehmerfeld 2018 aussieht, wird sich spätestens am Ostermontag am Demmerkogel in der Südsteiermark zeigen. Gibt es dort nicht mindestens 50, besser noch 55 Autos, sollten die Alarmglocken schrillen. Dann wäre der altehrwürdige Bergrallye-Cup in einer veritablen Existenzkrise.

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