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180624 BR6 06 WS 8523Die Neuauflage der Bergrallye Neudorf/Passail wird wohl noch sehr lange in Erinnerung bleiben - hier der Kommentar zu dieser ereignisreichen Veranstaltung

Selbst Tage nach der neuen, alten Bergrallye Neudorf bei Passail werden allerorts noch Köpfe geschüttelt. An ein so verrücktes Rennen konnten sich selbst ganz Alteingesessene beim besten Willen nicht erinnern. Dass Trainingsläufe komplett aus dem Ruder laufen kennt man ebenso wie dasselbe bei den Rennläufen. Diesmal war das Problem, dass den ganzen Tag der Wurm drin war.

Unfälle, Unfälle, Unfälle, von denen viele länger dauerten, bis die Autos entfernt und die Strecke wieder frei war. Eine Stunde allein dauerte die Unterbrechung nach der Roulade von Christian Speckl, der einen Lendenwirbelbruch erlitt und dem wir auf diesem Weg eine schnelle Genesung wünschen.180624 BR6 05 WS 8047Kompliment: Heli Harrer trotz Organisations-Streß mit Klassensieg

Veranstalter Heli Harrer war nicht zu beneiden, dabei konnten er und seine Leute eigentlich gar nichts dafür, weil die Organisation prinzipiell passte. Gut, einzelne Streckenposten waren übernervös, denn wenn Posten 3 "Start, Stop!" in den Funk ruft, muss nicht ein Posten knapp vor dem Ziel die Rote Flagge aus dem Holster ziehen wie ein Western-Outlaw und alle ankommenden Autos aufhalten, was dann samt Rückholung wieder ein paar Minuten mehr kostet.

Und die richtige Durchsage sollte man auch noch üben. Also nicht "Posten 5, Start, Stop!" wenn sich einer weggeschmissen hat, sondern "Posten 5, Abbruch!" Man kann aber durchaus zuversichtlich sein, dass dies 2019 dann klappen wird.

Die Strecke selbst ist jedenfalls eine enorme Bereicherung für den Bergrallye-Cup, sie ist anspruchsvoll, interessant und lang. Wir bräuchten mehr davon, dann gäbe es vielleicht öfter so tolle Teilnehmerfelder. Das Zuschauer-Interesse passt schon einmal. Diesmal waren es 75 Punkteberechtigte plus eine Armee an Gästen, Vorausfahrzeugen und Regularities, die allerdings auch das Fahrerlager an seine Grenzen brachten. Erstaunlicherweise schaffte man es aber von Anfang an, fast nie Verzögerungen einreissen zu lassen, denn das hätte man gerade noch gebraucht. Rennleiter Jimmy Kahr hatte jedenfalls alle Hände voll zu tun und - als das Rennen um 17:42 Uhr endlich beendet war - wohl ein paar graue Haare mehr. Die Entscheidung nach dem Training - das ohnehin erst beendet war, als der 1. Rennlauf schon längst laufen sollte - nur zwei Rennläufe durchzuführen, war jedenfalls völlig richtig wie man nachträglich festhalten muss.

Großes Lob auch Heli Harrer persönlich, der an einer Stelle zusätzliche Strohballen aufstellen ließ, wo sie im AMF-Streckenbegutachtungsprotokoll gar nicht gefordert waren. Hätte er diese weitsichtige Initiative aus der Sicht des Aktiven nicht gesetzt, hätte man möglicherweise im 1. Rennlauf gleich noch einmal den Notarzt-Hubschrauber benötigt - nach dem wilden Unfall von Gregor Hutter nämlich.

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