Alois Höller - Nach Tagessieg in Fuglau bei Punktegleichheit nur Vize-MeisterBeim Rallycross-Finale in Fuglau konnte der Niederösterreicher Max Pucher seinen Titel erfolgreich verteidigen  - Platz vier genügte, um am Ende trotz Punktegleichheit vor Rekord-Staatsmeister Alois Höller zu triumphieren.

Feucht, aber trotzdem bei fröhlicher Stimmung ging heute das TOTAL-Finale der heurigen Rallycross-Staatsmeisterschaft auf dem Nordring in Fuglau über die Bühne. Im zwischenzeitlichen Regen duellierten sich rund 60 Starter in den diversen Klassen um die letzten Punkte und Siege, die 2016 vergeben wurden. Unter der perfekten Organisation des Leru Motorsportclubs Team 2 bekamen die zahlreichen wetterfesten Zuschauer Motorsport der feinsten Art und Action bis zum Abwinken präsentiert.

Gefahren wurde in sechs Bewerben – angeführt von der Königsklasse, den Supercars, wurde auch in den Klassen National 1600, Super 1600, Super Touring Cars -2000 ccm, Super Touring Cars +2000 ccm sowie bei den Junioren kräftig Gas gegeben.

Erfolgreicher Titelverteidiger Max Pucher Erfolgreicher Titelverteidiger Max Pucher Während bei den Super Touring Cars sowohl bis 2000 ccm als auch über 2000 ccm mit Roman Castoral bzw. Oliver Gruber und in der Super 1600 mit Werner Panhauser die Meister bereits vor dem Finale feststanden, lagen die Augen der Fans natürlich vordergründig auf dem Gigantenduell bei den Supercars zwischen dem 12-fachen Champion Alois Höller und dem aktuellen Staatsmeister Max Pucher. Um das mit Spannung erwartete Ergebnis vorweg zu nehmen – Max Pucher schraubte seine Erfolgsbilanz heute auf zwei Titelgewinne!

Da reichte auch eine tolle Show von Alois Höller nicht aus. Der Oberösterreicher trieb seinen Ford Focus zu drei Vorlaufsiegen und einem ebenso überlegenen Finalsieg über den Kurs und musste letztendlich doch Max Pucher (Ford Fiesta) zum Titel gratulieren. Diesem genügte dank der Streichresultatsregelung ein vierter Platz. Durch diesen ergab sich am Ende der Rechnung nämlich eine Punktegleichheit zwischen Höller und Pucher, doch die besseren Saisonergebnisse sprachen für den Titelverteidiger. Das finale Siegerpodest neben Höller komplettierten in Fuglau überraschend Gerald Eder (Skoda Fabia) sowie Rene Derfler (Mitsubishi Lancer). Mit technischen Problemen zu kämpfen hatte den ganzen Tag über Jürgen Weiß – er wurde im Finale nur Fünfter.

Die Stimmen nach dem Finale:
Tagessieger Alois Höller: „Heute war einfach mein Tag. Das feuchte Wetter hat mir voll getaugt. Die schwierigen Bedingungen kamen meinen fahrerischen Fähigkeiten entgegen. Leider hat es für die Meisterschaft nur ganz knapp nicht gereicht. Aber das spornt mich nur für nächstes Jahr noch mehr an.“

Max Pucher, Staatsmeister 2016: „Ich bin sehr glücklich, dass ich meinen Titel verteidigen konnte. Es war sehr, sehr knapp – ein einziger zweiter Platz mehr in der heurigen Meisterschaft hat letztendlich für mich gesprochen. Ich habe natürlich gewusst, dass mir  ein vierter Platz genügt, bin daher sehr kontrolliert gefahren und habe versucht, mich aus allen Rangeleien so gut es geht herauszuhalten.“

Jürgen Weiß, Fahrer und Mitorganisator: „Es war ein würdiges Saisonfinale mit einer unglaublich knappen Entscheidung bei den Supercars. Unser neuer Sponsor TOTAL war ebenfalls mit seinem Erst-Engagement zufrieden. Wir hoffen, dass wir ihm den Rallycross-Sport auch für die Zukunft schmackhaft machen konnten.“

Meister National 1600 Manfred AflenzerMeister National 1600 Manfred AflenzerIn der Klasse National 1600 ging der Meistertitel an Manfred Aflenzer. Der Niederösterreicher war am heutigen Tag einfach nicht zu bremsen. Er holte mit seinem VW Polo neben drei Vorlaufsiegen auch den Sieg im Finale und krönte sich zum Jahresbesten seiner Kategorie.
Schon vorzeitig durfte in der Super-1600-Klasse der Niederösterreicher Werner Panhauser eine Ehrenrunde vor den zahlreichen Zuschauern drehen. Er holte sich dabei den berechtigten Applaus für den Staatsmeistertitel 2016 ab.   

Der Finalsieg in der Klasse Super Touring Cars -2000 ccm gehörte in Fuglau dem Niederösterreicher Stefan Bracher (Renault Clio). Er gewann vor Andreas Gattringer (Citroen Saxo) und Thomas Mühlbacher (Toyota Corolla). Der bereits feststehende Meister Roman Castoral aus Tschechien war nicht am Start.

Einen Tagessieg für Michael Stocklassa (BMW E36) gab es in der Klasse Super Touring Cars +2000 ccm. Platz zwei ging an Markenkollegen Sebastian Fraissl vor Patrick Breiteneder (BMW M3). Pech hatte im Finale der bereits vorzeitig festgestandene Meister Oliver Gruber. Er musste seinen Ford Sierra nach drei Runden mit einem technischen Defekt abstellen. 

Einzig in der Junioren-Wertung ging der Meistertitel 2016 nicht nach Niederösterreich. Hier triumphierte heuer der Steirer Dominik Janisch im VW Polo. 

Hier noch einmal zusammengefasst alle österreichischen Rallycross-Staatsmeister 2016 in den diversen Klassen:
Max Pucher (NÖ/Supercars), Manfred Aflenzer (NÖ/National 1600), Werner Panhauser (NÖ/Super 1600), Roman Castoral (Tch/Super Touring Cars -2000 ccm), Oliver Gruber (NÖ/Super Touring Cars +2000 ccm), Dominik Janisch (Stmk/Junioren).

In der tschechischen Meisterschaft National 1600, die ebenfalls im Rahmen des Events in Fuglau entschieden wurde, setzte sich am Ende Tomas Michal (VW Polo) durch.

Fotos: Sportpressedienst/Walter Vogler

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