Doppelpack aus DTM & WRX in HockenheimDer Doppelpack aus DTM und World RX in Hockenheim - ist die Reise eine die sich für den Fan lohnt ? Hansjörg Matzer - Autosport.at-Fotograf und aktiver Motorsportler, nahm die Reise auf sich und kommt begeistert wieder zurück.


Die Kombination von „neuer DTM- und WRX Weltmeisterschaft hat mich veranlasst, die 730 km lange Reise nach Hockenheim anzutreten und zu ergründen, ob sich der Aufwand und die Strapazen lohnen.

Auffällig ist, dass das 3 Tage-Kombi-Ticket für einen überdachten und nummerierten Sitzplatz im Sektor E der Südtribüne incl. Zugang zum Fahrerlager exakt 80 Euro kostet, was ich angesichts der geballten Ladung Motorsport von DTM, Porsche Carrera Cup Deutschland, Audi TT-Cup und last but not least der WRX als äußerst fairen Preis betrachte. Motorsport hautnah: Der Gerhard und der Keke zum Anfassen....Motorsport hautnah: Der Gerhard und der Keke zum Anfassen....
Foto: Hansjörg Matzer/Agentur Autosport.at


Den Samstag Vormittag nutze ich, um mich im Gelände und im Fahrerlager umzuschauen. Das Areal in Hockenheim ist riesig groß, den Fans wird im Fan-Village von diversen Gewinnspielen über Rennsimulatoren Autogrammstunden mit den Fahrern und verschiedenen Souvenirs sehr viel geboten. Die Preise für Getränke und Speisen sind wirklich moderat, so kostet z.b ein Paar Wiener Würstchen mit Senf 3,50 Eur.

Die drei Hersteller selbst, sie kleckern nicht, sie klotzen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele – wie immer auf Hochglanz polierte Trucks notwendig sind , um den Betrieb ins Laufen zu bringen, bei den Hospitality-Areas möchten sie einander nach wie vor übertrumpfen und die ausgestellten  Rennfahrzeuge sind für die Fans Hingucker und beliebtes Fotomotiv zugleich.

Völlig neu ist, dass es für die Fans neben dem Pitwalk auch die Möglichkeit gibt, von der  Terrasse des Boxendachs aus und auch in der Box selbst den Teams bei der Arbeit zuschauen können. Das geschieht mit Hilfe einer interessanten Innovation: An drei Stellen wurden die bestehenden Boxen umgebaut und seitlich und zur Boxengasse hin mit Plexiglas versehen. Die Fans sehen also links und rechts je eine anderes Team bei der Arbeit und sehen zusätzlich noch die Action in der Boxengasse. Eine tolle Idee, das ist praktizierte Fannähe. Hat das schon Gerhard Berger erfunden und umgesetzt?

Die neuen DTM Autos haben heuer noch mehr Leistung und eine geänderte Aerodynamik. Zusammen mit den neu entwickelten Hankook Reifen verspricht das spektakulärere Rennen mit vielen Positionswechseln.

Bevor es mit dem ersten DTM-Rennen ernst wird, kann der aus der Steiermark stammende Franz Konrad schon feiern. Sein Team Konrad-Motorsport hat mit dem Norweger Dennis Olsen das Auftaktrennen im Porsche Carrera-Cup Deutschland gewonnen.

Und in der Mittagspause ein wenig World Rallyecross, das kann wasUnd in der Mittagspause ein wenig World Rallyecross, das kann was
Foto: Hansjörg Matzer/Agentur Autosport.at
Die Mittagspause wird zur Erkundung des WRX-Fahrerlagers genutzt. Dort geht es zwar weit weniger pompös zu als bei der DTM, aber die Nähe zu den Fans ist auch in dieser Rennserie ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs.

Jedenfalls ist der Fan hier noch näher bei den Autos als bei der DTM, viele Fahrer und Teamchefs sind anwesend und stehen den neugierigen Fans gerne Rede und Antwort. Noch kurz einen „Ausflug“ auf das Dach einer von Monster Energy bereitgestellten Aussichtsplattform und schon geht es mit der DTM los.

Das Rennen geht über 55 Minuten und 1 Runde, es ist ein Pflichtboxenstopp zu absolvieren und am Ende kann sich der Österreicher Lucas Auer nach einem überaus spannenden Rennen über seinen zweiten Sieg in der DTM freuen.

Nach dem ersten Rennen des Audi TT-Cups wird die Strecke in nur 20 Minuten so umgebaut, dass die WRC-Supercars ihre Show abliefern können.

 

Es stehen die Qualifiyings 3 und 4 auf dem Programm und die spektakulären Drifts und Zweikämpfe begeistern das Publikum auf den gut gefüllten Tribünen innerhalb weniger Runden. WRX ist eine tolle Show und Motorsport, wo noch nicht jede leichte Berührung mit einem anderen Auto zu einer Strafe durch die Kommissäre führt.

Der erste Tag war also schon unglaublich gut, was kommt am Sonntag?  Leider ist das Wetter nicht mehr so schön wie am Vortag, trotzdem sind weit mehr Besucher da als gestern. Ich trinke einen Kaffee in der Mercedes Hospitality - ein Vorteil wenn man als Journalist akkreditiert ist - und bekomme ein kurzes Spontan-Interview mit Toto Wolff. Auf die Frage nach der Zukunft von Lucas Auer meint er kryptisch, diese „stehe in den Sternen“. Positive Stimmung in Hockenheim, da strahlt auch Österreichs Vorzeige RXler Max PucherPositive Stimmung in Hockenheim, da strahlt auch Österreichs Vorzeige RXler Max Pucher
Foto: Hansjörg Matzer/Agentur Autosport.at


Um 11 Uhr dann Semifinale und Finale der WRX, die Fans auf den Tribünen sind hellauf begeistert, weil Mattias Ekström gewinnt.

Beim heutigen Pitwalk gibt es eine besondere Attraktion. Über der Boxengasse wurde eine Bühne aufgebaut, auf der der der Hitparadenstürmer Alvaro Soler auftritt und den Fans ein wenig einheizt, was bei den heutigen Temperaturen auch dringend notwendig ist.

Im DTM Rennen gibt es eine frühe Safety-Car Phase,, den Re-Start nutzte Jamie Green perfekt aus und setzte sich in Führung, die er trotz einsetzendem Regen und einer 5 Sekunden Strafe nicht mehr abgab !

Insgesamt also an zwei Tagen Motorsport pur und Motorsport zum Angreifen. Das neue Motto der DTM heisst ja: Laut.Nah.Dabei und das war ich. Den Weg nach Hockenheim hab ich nicht bereut !

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