• Ende gut, alles gut

Auch wenn das gesetzte Ziel, sich bei der REMUS Herbst-Rallye den zweiten Platz in der Fahrerwertung des ARC-Championates zu sichern, nicht erreicht werden konnte, war der Start in Leiben doch ein sehr erfolgreicher Saisonabschluß für Alfons Nothdurfter, den Obmann des MSC Kitzbühel. Vor allem dann, wenn man die Begleitumstände berücksichtigt.

 Alfons Nothdurfter/Dominik Riedmayer (Ford Sierra Cosworth 4x4)/REMUS Herbst-Rallye - Foto: Benjamin Butschell/Agentur Autosport.atLeichte Schwierigkeiten gab es diesmal schon vor dem Beginn der Veranstaltung, als sich vor der technischen Abnahme herausgestellt hatte, daß der Schalensitz für den aushilfsweise eingesprungenen Copiloten Dominik Riedmayer etwas zu klein geraten war. Wolfgang Schmollngruber von Race Rent Austria hatte sich zwar bereiterklärt, einen Sitz aus seinem Bestand leihweise zur Verfügung zu stellen, aber auch dieses Exemplar hatte nicht die erforderliche Größe. Kurzerhand schaffte man es gerade noch, von Jansen Competition ein passendes Stück zu erstehen. Die REMUS Herbst-Rallye konnte wie geplant in Angriff genommen werden.

Dabei tat Alfons Nothdurfter jedoch des Guten etwas zuviel – der Ford Sierra schoß schon beim allerersten Abzweig geradeaus. Immerhin: Zweitbester bei den Historischen (hinter Jürgen Aigner/Porsche 944 Turbo) und Führender seiner Klasse war er trotzdem.

Auch die zweite Prüfung verlief etwas holprig, wahrscheinlich gerade deswegen, weil Alfons Nothdurfter etwas zu viel gewollt hatte. Dafür wollte das Getriebe ab der dritten Prüfung nicht mehr so richtig: Der dritte Gang war nicht mehr vorhanden – unter den gegebenen Anforderungen ein großer Nachteil. Nothdurfter und Riedmayer fielen hinter Kurt Göttlicher (Ford Sierra) und Willi Rabl mit seinem Porsche 911 zurück, auch eine Aufgabe wurde in Erwägung gezogen. In der Folge wurden sie auch in der vierten Prüfung etwas zurückgereicht, unter Anderem hinter Thomas Nemeth (Ford Escort RS 2000), einem weiteren Konkurrenten bei den Historischen.

Es herrschte zwar große Unsicherheit, ob das Getriebe halten würde, aber die Aussicht, auf dem immer noch sehr guten dritten Platz in der ARC-Jahreswertung zu landen, motivierte Alfons Nothdurfter zum Weiterfahren. Es sollte sich lohnen, denn zumindest konnte er auf der fünften Prüfung seine Position bei den Historischen halten. Überdies fiel Kurt Göttlicher aufgrund technischer Schwierigkeiten auf der sechsten Prüfung zurück, und auch Willi Rabl bekam Probleme, die ihn ab der siebenten Prüfung weit zurückwarfen.

 Alfons Nothdurfter/Dominik Riedmayer (Ford Sierra Cosworth 4x4)/REMUS Herbst-Rallye - Foto: Gerald Wais/Agentur Autosport.atSo blieb für Alfons Nothdurfter und Dominik Riedmayer am Ende das Erfolgserlebnis eines dritten Platzes bei den Historischen. Ein Erfolg, der auch den Mechanikern Jumbo und Oskar zuzuschreiben ist. Überdies war es Alfons gelungen, noch den dritten Platz in der ARC-Meisterschaft zu erobern, zwar hinter Michael Kogler, der diesmal seine Performance besonders lässig ausspielte, aber noch vor Patrick Breiteneder. Gewiß eine tolle Leistung für den dynamischen Sechzigjährigen.

Aus Fahrersicht (und gewiß auch aus Zusehersicht) war die REMUS Herbst-Rallye wieder eine der schönsten Veranstaltungen im österreichischen Kalender, auch über die gesamte Saison 2013 zieht Alfons Nothdurfter ein positives Resümee: Es gab bei allen ARC-Läufen sowie beim Start zur ARBÖ-Rallye keinen einzigen technischen Ausfall.

Unter solchen Umständen freut man sich natürlich besonders auf die nächsten Rallyes, die es im kommenden Jahr gewiß geben wird. Über konkrete Pläne wird noch nachgedacht, aber dies war keinesfalls die letzte aktive Motorsport-Saison des Obmannes des MSC Kitzbühel, so viel steht fest.

Fotos: Gerald Wais & Benjamin Butschell / Agentur Autosport.at

Weitere Fotos der Remus Herbstrallye Leiben 2013

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