Martin Fischerlehner - Foto: Daniel FesslEine bunte und würzige Mischung erwartet die Fans beim lang ersehnten Auftakt zur neuen Rallyesaison. Mit dabei sind ARC-Champion Daniel Fischer, Vorjahressieger Roman Odlozilik, Publikumsliebling Gerald Rigler, Evo-Akrobat Martin Fischerlehner, die 2WD-Heroes Simon Wagner und Michael Kogler sowie elf historische Kult-Boliden. Und: Ein noch geheim gehaltener Überraschungsmann…

Das lange Warten hat ein Ende: Am 4. März wird mit der Schneerosen-Rallye die Saison 2017 eröffnet! Auf den legendären Sonderprüfungen der originalen Schneerosen-Rallye sowie der Semperit-Rallye werden insgesamt 62 Teams für einen bunt gemischten Rallye-Auftakt sorgen.

Die Nennliste zum ersten Lauf der Austrian Rallye Challenge (ARC) weist ein breites Spektrum auf –  ob modernste R5-Boliden oder historisch wertvolle Fahrzeuge, beinahe jede Fahrzeugklasse ist beim großen Saisonauftakt vertreten, und: Neben den Keyplayern der ARC hat sich auch ORM-Prominenz angemeldet, darunter der regierende Staatsmeister der ORM2WD und auch die internationalen Topstars der ARC wollten die Kultrallye im nördlichsten Waldviertel keinesfalls missen!

So wird der regierende Champion der ARC, der Ungar Daniel Fischer wieder seinen bärenstarken Subaru Impreza GC8 zünden – schon bei seinem Titelgewinn im Vorjahr ließ der 32-Jährige wissen, dass er auch heuer wieder in Österreich starten werde, zu schön seien die Sonderprüfungen in der Alpenrepublik und auch die Menschen, die in diesem Land leben, haben es Fischer angetan: „Ich mag die freundliche Mentalität – ich fahre lieber in Österreich als in meiner Heimat Ungarn.“ ARC-Champion Daniel Fischer <br>Foto: Harald IllmerARC-Champion Daniel Fischer
Foto: Harald Illmer


Rigler: Sicher kein R1…
Über mangelnde Sympathiewerte muss sich auch Gerald Rigler nicht beklagen: Der 47-jährige Quereinsteiger, Besitzer einer Tiefbohrfirma, konnte sich in nur wenigen Jahren mit seinem spektakulären Fahrstil in die Herzen der Rallyefans brennen – welches Fahrzeug er bei der Schneerosen-Rallye pilotieren wird, ist noch offen, in der Nennliste wird lediglich ein „Ford Fiesta“ angeführt. Dass es sich um keinen R1-Wagen handelt, kann Rigler mit einem Lachen versichern. Und auch, dass er um den Sieg fighten möchte: „Wir werden zumindest um den Sieg mitfahren.“

Dass noch ein Name auf der Nennliste fehlt und der Überraschungsmann ein Top-Auto  pilotieren soll, verunsichert Rigler nicht, ganz im Gegenteil: „Konkurrenz belebt doch die Sinne – und wir alle wollen vor allem unseren Spaß haben!“

Vorjahressieger Odlozilik wieder am Start
So ist es auch ganz im Sinne des Oberösterreichers, dass mit dem Tschechen Roman Odlozilik im Ford Fiesta R5 der Vorjahressieger der Schneerosen-Rallye an den Start geht. Mit Martin Fischerlehner im Mitsubishi Lancer Evo gesellt sich ein weiterer Podiumsanwärter zu den prominenten Startern – im Vorjahr wurde er bei der Schneerosen-Rallye Zweiter, die Braustadt Burg Rallye Zwettl konnte der frühere Radrennfahrer sogar gewinnen…

Gewonnen hätte Michael Kogler im Vorjahr beinahe die Austrian Rallye Challenge – und das in einem 2WD-Auto! Heuer nützt er die Schneerosen-Rallye, um sich auf die ORM2WD-Saison 2017 einzugrooven. Seine „rasende Werkzeugkiste“ wurde für die neue Mission „aufgepimpt“, wie er bestätigt: „Mein Citroen DS3 R3 Max weist die aktuellste Spezifikation auf – die Schneerosen-Rallye ist für mich der Startschuss für die Saison 2017 und ich bin gespannt, ob auf den Waldviertler Pfaden noch vereinzelt Schnee und Eis zu finden sein wird. Ich persönlich finde es cool, dass ich mich bei der Schneerosen-Rallye gleich einmal mit der Elite der 2WD messen darf.“

2WD-Staatsmeister testet für internationale Saison
Tatsächlich nützt auch der regierende Staatsmeister der ORM2WD, Simon Wagner die Kultrallye, um sich für 2017 einzustimmen. Allerdings pilotiert Wagner nicht jenen DS3 R3, mit dem er sich im Vorjahr zum Champion krönte, sondern jenen Peugeot 208 R2, mit dem er heuer ein internationales Programm absolvieren wird. Voraussichtlich wird die Schneerosen-Rallye somit der einzige Einsatz auf heimischem Boden sein – Wagner nützt den ARC-Auftakt, um sich auf jenen Pirelli-Reifen einzustimmen, der für ihn neu ist und der international verpflichtend eingesetzt werden muss. Wagner erklärt: „Die Rallye ist für mich ein reiner Test – es kann durchaus sein, dass ich dann für die jeweiligen Bedingungen den falschen Reifen am Auto habe.“ Dass er die erste Rallye in Österreich bestreiten kann, war Simon ein Anliegen: „Ich fahre gerne bei Folki (ARCA-Boss Folkrad Payrich, Anmrkg.) – denn er kümmert ich immer super um die Fahrer und diese ARC-Rallyes sind so schön familiär, es sind auch sehr tolle Strecken im nördlichen Waldviertel.“

Ebenfalls mit 2WD-Antrieb ist Christoph Zellhofer am Start, der Sohn des zweifachen Staatsmeisters Max Zellhofer pilotiert wie bereits im Vorjahr einen Suzuki Swift S1600. Aus der Tschechei kommt wie schon im Vorjahr Petr Pospisil – er wird wieder seinen Citroen DS3 R3 zünden.

Elf Historische in der neuen ARCH
Mit Gerhard Fragner ist auch der regierende Champion des Historischen Rallye Cups der AMF, Division II am Start. Der Pilot eines Mazda 323 BG Turbo 4WD gilt damit auch als Topfavorit in der neu geschaffenen Austrian Rallye Challenge Historic (ARCH). Auch Lancia-Pilot Günther Königseder gehört in der ARCH zu den Sieganwärtern.

Wie immer werden die historischen Boliden die Strecken eröffnen – satte elf Teams werden die Fans mit ihren legendären Boliden beglücken, darunter sechs Volvo-„Schlachtschiffe“. Zu den bekanntesten Lenkern dieser Marke gehören Georg Gschwandner und Norbert Tomaschek.

Junior-Champion im Evo VII
Ebenfalls dabei ist der regierende Champion der Junior-ARC, Marvin Lamprecht – er wird einen neueren Mitusbishi Lancer Evo VII lenken. Bei den Allrad-Piloten gehört auch Roman Mühlberger zu jenen ARC-Stammpiloten, die zwar keine ganze Saison bestreiten, doch wenn sie sich für einen Start entschließen stets mit guten SP-Zeiten aufwarten können. Dazu gehören auch die Mitsubishi-Piloten Markus Kroneder (Evo V), Gerry Pöschl (Evo IX) oder Thomas Pyringer (Evo VI). Ein Fixstern der ARC ist auch Harald Ruiner in seinem Nissan 350 Z, der wieder nach M1-Reglement aufgebaut ist. Ein neues M1-Auto testet auch Philip Hahn, der einen Mitsubishi Colt RalliArt pilotieren wird.

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