• Obwohl nicht zum Elch Cup zählend und eine reine Asphalt Rallye, fanden sich am Start der Mühlviertel Rallye 2008 fünf Elche ein.
Obwohl nicht zum Elch Cup zählend und eine reine Asphalt Rallye, fanden sich am Start der Mühlviertel Rallye 2008 fünf Elche ein. Nicht zuletzt auch deswegen, da sich das Veranstalterteam als wahrer Elchfan zeigte und den Elchen etwas entgegenkamen. Also startenden bei einer perfekt organisierten und wunderschönen Rallye eben fünf Elche! Vier davon unter der Flagge des Volvo Rallye Team Triestingtal.

Der Fünfte ein Fastlokalmatador Walter Folger ist dem VRTT immer dann verbunden, wenn er sein Schwedengerät vermietet und das VRTT mit der Betreuung Vorort betreut. Diesmal startete Walter zum erstenmal im Direktvergleich mit den anderen Elchen.

Platz Eins: Walter Folger / Nina Mairunteregg
Der sicherlich aufwendigste, liebevollste und mit der besten dem Reglement entsprechenden Technik ausgestatte Volvo in Österreich war bereit sich zu messen, zu messen mit dem Rest der Elchmeute. Walters Tiefstapelversuche vor Beginn der Rallye wurden schon alleine durch die Tatsache, dass sein Elch als Einziger auf reinen Rennhufen in der Form von waschechten Slicks stand, ad absurdum geführt!

Gemeinsam mit seiner reizenden Beifahrerin, musste man sich in der ersten SP nur Gschwandner um fünf Sekunden geschlagen geben. In der zweiten SP konnte man dank bester Bodenhaftung bereits eine Elch Bestzeit verbuchen. In SP drei und vier verlor man wieder etwas Boden auf Gschwandner. Auf der einzigen Nachmittags SP, konnte man dann ob der Schaltprobleme Von Gschwandner den Sieg einfahren. Walter und Nina waren hocherfreut. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht nur bei dieser einen einzigen Begegnung mit der Elchfamilie heuer bleibt!

Walters beruflich bedingte Zeiteinschränkung, sollte aber bei Interesse für seine Beifahrerin kein Problem darstellen im Elch Cup weiterhin integriert zu sein....
Die „Erstrechte“ liegen aber natürlich beim Herrn Kriminalbeamten.

Platz Zwei: Georg Gschwandner / Marlene Mandl
Da Stammbeifahrerin Simone im wohlverdienten Urlaub verweilte, wurde Marlene Mandl in das Beifahrergeschehen eingeführt. Die Schwester von Pap Co Pilotin Marlies machte ihre Sache sehr sehr gut und zeigte zu Verwunderung aller keinerlei Nervosität! Die Auftaktssonderprüfung gewann man bei den Elchen.

Auf der zweiten SP verlor man etwas Zeit, unter anderem weil man am Rundkurs zweimal überholen ließ, wobei der erste aufgelaufene Wagen, vor einem Rechtsabzweig etwas verblüfft darüber war, dass der Volvo vor dem Rechtsabzweig urplötzlich nach links zeigte. Dies nennt man anpendeln und ist natürlich für einen nachkommenden Fronttriebler äußerst verwirrend. Da das Schwedenschiff aber dann Formatfüllend den Rechtsabzweig belegte, wurde auch der nachfolgende Kadett GSI zu einer etwas eigenartigen Kurskorrektur genötigt! Dafür verlangsamte man dann auf der Geraden etwas das Tempo, um dem flotten GSI Platz zu machen.

Am Ende der SP wiederholte sich das gleiche Spiel mit einem Civic, der aber dann nachdem er überholt hatte, bei den Ecken leider etwas früh bremste, dass Schwedenschiff allerdings hätte aber für die nächsten Geraden wiederum mehr Schwung mitnehmen können. SP 3 lief dann perfekt und auch die neue Co Pilotin moderierte cool und gelassen durch das mühlviertler Hügelland. Walter Folger wurde mit 13 Sekunden bedient und den verbliebenen Rest der Elche hatte man auch locker im Griff. Entspannt ging man in die letzte Vormittags-SP , wiederum Rundkurs in Saxen.

Es war klar, dass der GSI irgendwann in seiner Ausfahrtsrunde herangeflogen kommen musste, selbigen im Rückspiegel quittierte plötzlich das Getriebe im Volvo den Dienst. Der GSI huschte vorbei. Gschwandner wollte schon abstellen, fand dann aber einen einzigen Gang, den mit der Nummer vier und rollte so durch die SP! Enttäuscht verkündete er der etwas ratlosen Beifahrerin das Aus! Doch dann plötzlich DIE IDEE!

Da stand doch im Service noch der Besichtigungselch herum. Eilig wurde mit VRTT Servicechef Herwig Vondracek Kontakt aufgenommen, um ihm am Telefon die Frage zu stellen, ob das Service nicht Lust hätte beim Serienwagen das Getriebe auszubauen um es in der Mittagspause in das Rennauto zu implantieren. Die nicht druckreife Antwort lautete übersetzt etwa so: „Wie stellst du dir das vor, da waren seit zwanzig Jahren keine Schrauben mehr offen, wir haben keine Bühne und außerdem steht der Aufwand doch in keiner Relation, da es bei dieser Rallye nicht einmal Cup Punkte gibt“! Ein ganz ein nettes „bitte probiert es“ war die einzige Antwort von Georg und Marlene.

Man kam also, nach der im vierten Gang etwas abenteuerlich zu fahrenden Etappe ins Service und man ahnt es schon, was lag dort - richtig das ausgebaute Getriebe! Die zuvor von Marlene gestellte Frage, was macht man bitte neunzig Minuten im Service, hatte sich somit auch erledigt!

Jetzt kam wieder der schon berühmte Familienzusammenhalt der Elche zum tragen. Alle halfen so gut es ging den beiden Mechanikern Franz und Herwig beim Umbau. Erschwerend war noch, dass das Serienauto eine Seilzug-, dass Rallyeauto aber eine hydraulische Kupplung besitzt. Man hatte nach Beendigung der Umbauarbeiten sogar noch etwas Zeit sich zu stärken. Einzig die Arretierung und die „Retourgangsperre“ konnten nicht mehr adaptiert werden. So kam es dass die Spitzabzweige am Nachmittag, die auch die Actionpoints für die Zuseher darstellten, zwar bravourös angependelt und unter zu Hilfenahme der Handbremse gemeistert wurden, die Weiterfahrt aber sich auf Grund intensiver Gangsuche zum Gaudium des Publikums etwas verzögerte!

Ein nicht rechtzeitiges vorfinden des zweiten Ganges endete auch zweimal in einem Dreher. Somit blieb es im Endergebnis beim zweiten Gesamtrang in der Klasse Elch. Mit dem man aber ob der technisch bedingten Vorfälle sehr gut leben konnte.

Michael Pap / Marlies Mandl
Die erste Sonderprüfung beendete man zeitgleich mit Kurt Putz am dritten Platz unter den Elchen. Für den Rundkurs Sachsen war man besonders motiviert. Die Ideallinie wurde äußerst gewagt gewählt, was zu so manch Wasserspielen mit den überall vorhandenen Wasserfässern führte. Ein Rechts Zwei Abzweig hatte es Michel besonders angetan fabrizierte er doch dort gleich zweimal eine schwedische Pirouette.

In SP3 konnte man sich um 16 Sekunden verbessern, was beweist das Michi nun schön langsam auch „asphaltigen“ Untergrund sympathisch findet. SP 4 wurde dann etwas vorsichtiger ob der Wassertonnen absolviert und man fuhr in der Annahme eine gemütliche Mittagspause zu haben ins Service, wäre doch da nicht die Getriebeaktion vom Teamkollegen Gschwandner angestanden.

Scheinbar hatte Michael eine Eingebung oder Vision betreffend der neutralisierten letzten SP und so fuhr er halt leider auf der vorletzten eine Runde zuviel, um noch ein paar Kilometer mehr dieer wunderschönen Rallye genießen zu können.! Dies passierte aber auch einigen anderen.

Verwirrung stiftete möglicherweise bei der Erstellung des Schriebs, eine andere Bodenmarkierung betreffend der aufzubauenden Schikanen, welche am Besichtigungsnachmittag dann überhaupt vom Regen weggewaschen wurde in Kombination mit einem a dieser einzigen Stellen nicht ganz korrekten Roadbook..

Dazu kam dann noch, dass man in der „Zusatzrunde“ von Streckenposten aufgehalten wurde und über eine Neutralisation der SP informiert wurde, fatalerweise wusste man allerdings beim STOP nichts davon und daher bekam man die gefahrene „Pummelzeit“.
Beifahrerin Marlies ärgerte sich ob der eigenartigen Markierung und der dadurch entstandenen Verwirrung noch länger, hätten sie doch vielleicht noch Freund Georg abfangen können. Getröstet wurde sie aber durch eine Premiere. Denn durch Schwester Marlene kam es am Stockerl zum ersten Sister Act bei den Elchen.

Martin Schenk / Andreas Chlada
Auf der ersten SP Vierter, dann durchwegs immer um Rang drei unterwegs, war Martin mit seinem neuen Einsatzgerät zufrieden. Bis zum Mittagsservice traten beim Funktionstest keinerlei Probleme auf.

Leider kam unmittelbar nach Beginn der ersten Nachmittagssonderpüfung das dicke Ende, in Form eines noch dickeren Baums, der zuerst nur leicht vorne rechts touchiert wurde, sich aber dann mit einem Ast in der Hinterachse verfing und diese aus ihrer angestammten Position riss.

Als der Schlusswagen kam, war Martin gerade damit beschäftigt seine Achsteile von der Strasse in den Kofferraum zu befördern...
Der Elch ist verwundet aber nicht erlegt und wird in den Hallen des VRTT geheilt!

Kurt Putz / Alexandra Aue Kaller
Nicht wirklich informierte oder zuwenig recherchierende Schreiber verdrehten etwas die Ausgangslage des Projekts Mietauto und Co Piloten Einsatz.
Wahr ist, dass der Wagen von Kurt nach der Baumberührung in Weiz nicht mehr wiederbelebt werden kann. Dieser Elch ist tot!

Zu diesem Zwecke wurde über das Volvo Rallye Team Triestingtal von Georg Gschwandner ein flotter Elch gechartert. Kurts neuer Wagen befindet sich ja erst im Aufbau. Durch das Freiwerden von Alexandra, konnte die Gelegenheit genutzt werden einen dementsprechenden Schrieb zu erstellen. Sonderprüfung eins brachte die viertbeste Elch Zeit zu Tage.

Am ersten Saxen Rundkurs, sorgte man dann als letztgestartetes Auto für eine unfreiwillige Verzögerung, da man nach einem kleinen Ausflug in die mühlviertler Natur einen Reifen zu wechseln hatte.
Leider Gottes kam 800m nach absolvierten Reifenwechsel das endgültige Aus. Grund: Benzinzufuhr.

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