• Großeinsatz Elch-Therapie
Was hat Apotheker Kurt Putz in der kurzen Zeit, in der er Rallyes gefahren ist, nicht schon alles erlebt: Ein Auto, das plötzlich stehen bleibt und nach Benzin ringt, obwohl im Tank mehr als genug drinnen ist, ein Aufprall gegen einen Baum, ein Reifenwechsel auf der SP, der den Schlußwagen zum Warten zwingt…mehr als genug für bisher drei Rallyes. Dagegen war die allererste Rallye bei Althofen in Kärnten direkt eine Entspannung. Dort fand das Abenteuer statt, das wirklich zählt – viele Kilometer machen.

Wieder einmal eine Rallye zu beenden wäre außerdem ein vordringliches Ziel, das Pech vom Mühlviertel versteht niemand wohl so recht: Wieviele Höllenritte hatte der gelbe Miet-Volvo unter Thomas Steinmayer durchstanden, kein einziges Mal gab es einen technischen Ausfall. Doch als der vergleichsweise gemütliche Mag. Kurt Putz sein Lenkrad in die Hand nahm, dauerte es nicht lange, und der Elch streckte die Patschen. Unbegreiflich einfach…vielleicht hat er ja auch das Ende seines Artgenossen nicht verkraftet, an dem massiven steirischen Baum damals.

Aber so schnell gibt Kurt Putz nicht auf, er will mit dem Elch aus dem VRTT-Wildpark (Fahrzeug vormals Privatbesitz von Thomas Steinmayer) noch einmal in die Schlacht ziehen, gemeinsam mit einem großen Rest des Rudels, das bei der ARBÖ-Steiermark-Rallye wieder einmal aufeinander trifft. Bei der Mühlviertel-Rallye war die Gesellschaft der Elch-Ritter deutlich kleiner, aber vielleicht trägt die Nähe zu vielen Gleichartigen seines Stammes auch einiges zur guten Befindlichkeit des Ex-SRT-Elches, der lange Zeit auch in Deutschland beheimatet war, bei. Bestimmt ist auch schon davor beim Volvo Rallye Team Triestingtal, kurz VRTT genannt, eine intensive Therapie gelaufen.

Vorerst bleibt nichts Anderes übrig, als sich auf das Sportliche zu konzentrieren, und es ist ja nicht gesagt, dass die vorübergehende „Gesundheits-Schwäche“ von Dauer sein muß. Nach längerer Pause findet bei der ARBÖ-Steiermark-Rallye (26./27. September) wieder einmal ein Lauf zum Elch-Cup statt, hier hatte das Leih-Auto im vergangenen Jahr unter Thomas Steinmayer gewonnen. Möglicherweise ein gutes Omen – man wird sehen. Die Beifahrerarbeit bleibt weiterhin das gut behütete Revier der Familie Auer: Das „Kursprogramm“ der erfahrenen Alexandra Auer-Kaller bei der Mühlviertel-Rallye dauerte nur kurz, zumindest der praktische Teil. Der logische Grund war der frühe Ausfall. Jetzt ist wieder der Gatte dran: Harry Auer, der in der Zwischenzeit auch bei Gerold Neumayr im historischen Escort Praxis gewonnen hat.

Spekulationen über das Ergebnis wären zur Zeit wohl sinnlos, hier bleibt einzig und allein übrig, den Verlauf der Rallye abzuwarten. Dabei: Eine Rückkehr zum Easy going Fun wäre an sich schon ein Erfolg!

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