Insgesamt sehr wechselhaft verlief die Jänner-Rallye für Manfred und Claudia Hinterreiter, das große Glück blieb ihnen versagt: Nach einem mittelschweren Motorschaden an ihrem Mercedes mußten sie aufgeben, bevor sie die erste Etappe richtig beendet hatten. Eine Weiterfahrt am Sonntag für das Publikum und zwecks Testens fiel aufgrund der Schwere des Defektes ebenfalls flach. Immerhin gehörten sie zu den spektakulärsten Teilnehmern, ganz so wie man es von ihnen erwartet hatte.

Hinterreiters ließen es krachen, zumindest den Benz  - Foto: Martin Butschell/Agentur Autosport.atAuch ohne Schnee ging es ganz Jänner-Rallye-typisch los, mit der Prüfung Pierbach I, wo man nie genau wußte, was einem hinter der nächsten Kurve erwartet. Dennoch gelang Manfred und Claudia Hinterreiter ein relativ guter Start in die Veranstaltung, sie konnten sich sogar vor Christoph Weber im frontgetriebenen VW Golf III platzieren. Auf SP Zwei jedoch verlor Manfred seinen Rhythmus und fand ihn auch auf SP Drei nicht wieder – es gab sogar einen Ausritt in die Botanik. Dadurch fiel er auf den dritten Platz in der nicht-vierradgetriebenen Gruppe H zurück, dachte aber nicht ans Aufgeben. Die Reifenwahl für die Prüfungen Vier bis Sechs stellte sich als richtig heraus, und es passierten auch weniger und kleinere Fehler – die Zeiten besserten sich zusehends. Dieser Trend hielt auch auf den Prüfungen Sieben bis Acht an, lediglich im Schlußbereich der Prüfung Pregarten war der Mercedes kurz neben der Strecke. Alles sah ganz wunderbar aus, auch wenn eine eventuelle Offensive gegen den Divisions-Konkurrenten Christoph Weber relativ schwierig erschien. Man wollte einfach alles probieren, aber dabei wurde wohl der Motor etwas überfordert. Denn nach einem ebenfalls sehr gelungenen Durchlauf auf der Prüfung Neun kam auf der darauffolgenden SP das verhängnisvolle Ende: Der Motor wurde immer lauter und schwächer, bis er irgendwann einmal völlig stillstand. Jeglicher Startversuch war natürlich vergebens, die Sonntages-Prüfungen liefen ohne das sympathische Ehepaar aus Schwertberg. Jetzt ist eine gründliche Reparatur des Innenlebens des Mercedes-Triebwerks nötig.

Ein wenig ins Geld ging die Jänner-Rallye auch aufgrund einer Strafe für zu schnelles Besichtigen (konkrete Höhe: € 1025), die Überschreitung betrug etwa 40 km/h Differenz. Auch wenn Manfred Hinterreiter nichts von Raserei abseits der Zeitenjagd hält, so schien es ihm doch für ihn als Hobby-Fahrer zu gefährlich, mit maximal 60 km/h zu besichtigen. Schließlich könne er so die schnellen Vierer- und Fünfer-Kurven auf Freilandstraßen nur sehr schwer einschätzen. Ein Start bei der nächsten Jänner-Rallye ist daher zumindest fraglich.
 
Prinzipiell weitermachen wollen Manfred und Claudia Hinterreiter in jedem Fall, als nächsten Einsatz haben sie sich die Schneerosen-Rallye am 8. März im Waldviertel vorgenommen. Man kann sich vorstellen, daß dabei die Action nicht zu kurz kommen wird.

Fotos: Martin Butschell/ Agentur Autosport.at

Weitere Fotos der Jänner Rallye 2013

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