Bei jeder Jänner-Rallye, die Mario Klopf bisher gefahren ist, konnte er einen Podiumsrang bei den Historischen erringen. Da ist es nur logisch, daß es auch für 2014 sein Ziel war, einen solchen zu erreichen – wenn möglich sogar einen Sieg in dieser Kategorie. Er schaffte es tatsächlich, seine Histo-Klasse über weite Strecken zu dominieren (17 von 18 möglichen SP-Klassen-Bestzeiten!) und die Rallye als Erster zu beenden. Insoferne war es für ihn eine perfekte Rallye, auch die Zusammenarbeit mit seiner Copilotin Tamara Schweiger funktionierte einwandfrei.

Immer recht freundlich: Tamara Schweiger, Co-Pilotin bei Mario Klopf - Foto: Martin Butschell/Agentur Autosport.atSchwierigkeiten gab es lediglich beim Shakedown: Eine neue Benzinpumpe war eingebaut worden, die sich aber als äußerst störanfällig erwies. So wurde die zuvor ausgebaute Pumpe reaktiviert, und damit gab es während der gesamten Veranstaltung keine Probleme.

Beim Umlauf der ersten drei Wertungsprüfungen lag noch reichlich Eis – ein Umstand, der vor allem den heckgetriebenen Fahrzeugen wie jenem von Mario Klopf und Tamara Schweiger zu schaffen machte. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch ein sehr enges Duell mit dem Clubkollegen Karl Raab im BMW 2002, der im späteren Verlauf der Rallye wegen eines Motorschadens zur Aufgabe gezwungen war. Schon davor zeichnete sich eine leichte Überlegenheit von Mario Klopf bei den Historischen ab, und das war auch der guten Reifenwahl zuzuschreiben. Nach eingehender Analyse der Zeiten der Gegner wurden beim ersten Service Regenreifen montiert, was zunächst riskant erschien, sich im Nachhinein aber als voller Glücksgriff herausstellen sollte: Mario hatte zwar noch nie solche benützt und wußte vor allem nicht, wie sie unter den gegebenen Verhältnissen funktionieren würden. Nachdem die Führung bei den Historischen ausgebaut werden konnte, war der Fall aber klar: Die Garnitur wurde bis zur vorletzten Prüfung beibehalten. Lediglich als es zum letzten Mal über Tragwein – Bad Zell – Aisttal ging, wurde der Sicherheit wegen auf Spikes gesetzt.

Über die Platzierung bei den Historischen herrschte in dieser Phase längst kein Zweifel mehr: Die wurden speziell nach dem Ausfall von Karl Raab nach Belieben von Mario Klopf und Tamara Schweiger dominiert. Eigentlich wäre es angesichts des Vorsprunges drinnen gewesen, auf der Sonntages-Etappe ein wenig „zurückzuschalten“, aber das klappte nach eigenen Angaben nicht so richtig: Dazu war das Rallye-Herz zu groß. Der zweite Tag verlief dennoch ebenso problemlos wie der erste, und obendrein kamen auch die Fans nicht zu kurz: Es wurde in der Manier der alten skandinavischen Escort-Helden um jeden Platz gekämpft und gedriftet, als ginge es um die Bestzeit auf dem Col de Turini. Und ein wenig ist die Jänner-Rallye ja so etwas wie ein Abbild der Rallye Monte Carlo, in der Charakteristik ebenso wie in ihrer sportlichen Bedeutung. Auch als Hobby-Fahrer läßt man sich da leicht mitreißen.

Apro pos mitreißen: Auch die zahlreichen Rallyefans, die bis zum Erscheinen der Historischen ausgeharrt hatten, ließen sich mitreißen und sorgen auf den SP’s ebenso wie in der Messehalle bei der Siegerehrung für eine sensationelle Stimmung. Das ist dem Team nicht entgangen – es bedankt sich auf diesem Wege inständig bei seinen Anhängern.

Letztendlich sind das gute Ergebnis und der großartige Verlauf der Rallye auch ein Verdienst des hervorragenden Jobs der Copilotin Tamara Schweiger. Zusätzlichen Grund zur Freude gab es auch durch den Gruppe H-Sieg des befreundeten Clubkollegen Christian Mitterlehner im Audi S2 (ebenfalls ein Pierbacher, wie Mario Klopf), der erstmals das Ziel bei der Jänner-Rallye sah, und das gleich an vorderster Stelle.

Daß Mario Klopf auch im Jahr 2015 so gut wie sicher zu den Fixstartern der Jänner-Rallye zählen wird, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden.

Fotos: Martin Butschell/ Agentur Autosport.at

Weitere Fotos der Jänner Rallye 2013

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