Unerwartet toll verlief die Jänner-Rallye für das Team Horst Stürmer/Rene Zauner, die mit ihrem 185 PS starken Audi Coupé Quattro das Podest der Gruppe 11.2 erobern konnten. Überdies schafften sie in der nationalen Wertung gesamt den fünften Platz, womit sie etlichen deutlich stärkeren und moderneren Konkurrenz-Fahrzeugen den Auspuff zeigen konnten. Das weitere Saisonprogramm wird stark von der finanziellen Unterstützung des Teams abhängen.

Es war eine der ganz großen Sensationen und Überraschungen der diesjährigen Jänner-Rallye, wie Horst Stürmer mit seinem fahrwerks- und leistungsmäßig (185 PS) stark unterlegenen Audi Coupé Quattro Baujahr 1984 seine Gegnerschaft aufmischen und letztendlich als Gesamt-Fünfter der nationalen Wertung das Ziel in Freistadt erreichen konnte. Damit schaffte der heute 50jährige sein bisher bestes Ergebnis bei einer Rallyesport-Veranstaltung seit seinem Beginn im Jahr 2006, der ebenfalls bei der Jänner-Rallye stattfand. Seit damals ist er der Marke Audi und dem Coupé Quattro treu geblieben, und diese Treue hat sich nun in einem besonderen Maß bezahlt gemacht.

Jänner-Rallye: Stürmers Gipfelsturm - Foto: Martin Butschell/Agentur Autosport.atBezahlt gemacht hat sich auch die hervorragende technische Vorbereitungsarbeit seiner Mechaniker Patrick und Harald, die Horst Stürmer einen top-vorbereiteten Audi vor die Tür gestellt haben. Umso motivierter startete er in die Jänner-Rallye, wobei es gleich am ersten Tag richtig gut los ging. Horst selbst war außerordentlich erstaunt darüber, daß er nach den ersten drei Prüfungen als Gesamt-Siebenter der nationalen Wertung hervorgegangen war, und so ging es auch den restlichen Tag weiter, ohne große Hoppalas, was bei dieser aufgrund der tückischen Schneefahrbahnen fahrerisch sehr schwierigen Rallye äußerst bemerkenswert ist. Aber wahrscheinlich war gerade das der große Vorteil für das PS-mäßig kraß unterlegene Coupé Quattro. Jedenfalls konnte bereits der erste Tag an der hervorragenden fünften Stelle der nationalen Gesamtwertung beendet werden.

Auch die zweite Tagesetappe brachte kontinuierlich gute Zeitenergebnisse, wobei wie gehabt herzhafte Drifts am laufenden Band nicht fehlen durften. Besonders hervorzuheben ist hier die Eröffnungsprüfung des Dreikönigstages, wo Horst Stürmer und Rene Zauner in der Gruppe 11.2 mit einer zweitschnellsten Zeit hinter Simon Wagner/Pirmin Winklhofer glänzen konnten. Zwar machte sich leider im Verlauf des Tages eine leichte Grippe bei Fahrer und Beifahrer bemerkbar, dennoch konnten Horst und Rene den fünften Platz in der nationalen Wertung letztendlich recht gut absichern. In der Gruppe 11.2 reichte es für Platz Drei hinter Simon Wagner/Pirmin Winklhofer (Mazda 323 GT-R) sowie Mario Traxl/Helmut Etzelstorfer (Mitsubishi Lancer Evo III), das Duell gegen die Verfolger Martin Desl/Sabrina Gimpl im deutlich stärkeren Mitsubishi Lancer Evo VII konnte um 9,1 Sekunden entschieden werden. Im Übrigen: Wären die Teilnehmer der Europameisterschaft und die nationalen Teilnehmer gemeinsam gewertet worden, würden Horst Stürmer und Rene Zauner als hervorragende Gesamt-Zehnte aufscheinen…

Es war sicherlich die bislang tollste Rallye des Handelsvertreters aus Wartberg an der Krems, der sich – nach eigener Aussage – richtig wohl fühlte zwischen der Mitsubishi- und Subaru-Armada. Dank Schnee und zwei guten Garnituren Reifen war dieses Ergebnis trotz fehlender Motor-Power problemlos möglich, wobei mit Sicherheit auch die bestens funktionierende Partnerschaft mit dem Copiloten Rene Zauner eine große Rolle gespielt hat.

Ein besonderer Dank ergeht auch an Ralf Nagel, Rudi Neuwirth und Klausner Motorsport, drei Gönnern des Teams Stürmer-Motorsport. Weitere Sponsoren sind jederzeit willkommen, im Übrigen sind für die Saison 2015 noch Starts bei der Lavanttal-Rallye sowie der Rallye Liezen geplant. Sollte es möglich sein, das Budget aufzustocken, könnten durchaus noch mehr Läufe dazukommen.

Fest steht, daß das charismatische Duo Stürmer/Zauner eine hervorragende Bereicherung für den österreichischen Rallyesport darstellt, was es aufgrund seiner Leistung bei der Jänner-Rallye deutlich unter Beweis gestellt hat. Ihr Fahrstil orientiert sich an vielen großen Vorbildern (vor allem ehemaligen Audi-Werkspiloten), wodurch sie auch selbst zu einem nicht zu unterschätzenden sportlichen Vorbild geworden sind.

Fotos: Martin Butschell/Agentur Autosport.at

Weitere Fotos der Jänner-Rallye 2015 in unserer Galerie

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