Nach dem Sieg beim Auftakt zur 2WD-Staatsmeisterschaft siegte Daniel Wollinger mit Co-Pilot Patrick Forstner auch bei der Lavanttal-Rallye 2017.Nach dem Sieg beim Auftakt zur 2WD-Staatsmeisterschaft siegte Daniel Wollinger mit Co-Pilot Patrick Forstner auch bei der Lavanttal-Rallye 2017.


Daniel Wollinger und Co-Pilot Patrick Forstner zeigen bei der stark besetzten Lavanttal Rallye groß auf und holen sich den nächsten Sieg bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen. Mit dem sechsten Gesamtrang fährt das Duo zudem in das Spitzenfeld der Staatsmeisterschaft

„Das war wahrscheinlich eine meiner besten Rallyes bisher“, bilanziert ein sichtlich zufriedener Daniel Wollinger im Ziel der Lavanttal Rallye. Nach mehr als 192 km auf teilweise staubigen und rutschigen Straßen rund um Wolfsberg kann sich das Resultat in Form des zweiten 2WD-Triumphs in Folge wahrlich sehen lassen. Ausschlaggebend für den jüngsten Erfolg war auch eine neue Herangehensweise des Steirers: „Normalerweise benötige ich immer ein bis zwei Sonderprüfungen, bis ich in Schwung komme. Diesmal wollte ich von Anfang an Gas geben und gleich einmal den Hammer auspacken. Das ist uns bei der zweiten SP in Vorderlimberg so gut gelungen, dass wir gleich einmal 22 Sekunden schneller als der Rest waren“. „Das war wahrscheinlich eine meiner besten Rallyes bisher“, bilanziert ein sichtlich zufriedener Daniel WollingerDas war wahrscheinlich eine meiner besten Rallyes bisher“, bilanziert ein sichtlich zufriedener Daniel Wollinger
Foto: Hansjörg Matzer/Agentur Autosport.at


Dieser Fabel-Bestzeit ließ Wollinger noch zwei weitere am Freitagabend folgen, womit für den langen Samstag ein Polster von fast einer Minute geschaffen wurde. Dennoch wollte sich das Duo nicht auf das Verwalten des Vorsprungs verlassen, sondern griff munter weiter an. Wie knapp Freud und Leid jedoch beieinander liegen, zeigte die Sonderprüfung Prebl. Wollinger: „In einer schnellen Kurve standen auf einmal zwei Hunde mitten auf der Strecke, denen ich blitzschnell ausweichen musste. Schlussendlich ist es gut ausgegangen und wir haben nicht allzu viel Zeit verloren. Trotzdem kann man auf diese Weise auch schon einmal ausscheiden.“
Wie schnell solch ein Ausfall passieren kann, zeigte wieder einmal die traditionelle Nachmittagsrunde am Samstag mit dem anspruchsvollen Rundkurs Eitweg und der Königs-SP Schönweg. Zahlreiche Favoriten und Konkurrenten wurden Opfer der rutschigen Piste oder der Technik und sahen in weiterer Folge das Ziel nicht.

Wollinger sah sich durch diese Ereignisse zum Griff in die Taktik-Trickkiste gezwungen: „Nachdem wir so viel Vorsprung hatten, haben wir früh Reifen gespart und sind acht SPs am Stück mit einem Reifensatz auf der Vorderachse gefahren. Für die letzte Runde haben wir doch noch einmal neue Reifen aufgezogen, um bei der Powerstage angreifen zu können. Nach ein paar Kilometern in der Powerstage habe ich aber nachgelassen, um den 2WD-Gesamtsieg nicht zu gefährden. Ehrlicherweise hätten wir die Zeit von Michi Kogler aber ohnehin nicht schlagen können. Er war einfach zu schnell unterwegs, somit hat er die Zusatzpunkte auch verdient geholt“.

Mit den Punkten für den zweiten Platz in der Powerstage hielt sich der Schaden jedoch in Grenzen und ein gewiefter Wollinger ließ sich auf der Zielrampe am Serviceplatz von seinem Team ordentlich feiern: „Meine Mechaniker haben mir ein extrem schnelles Auto zur Verfügung gestellt, bei dem kein einziges technisches Problem auftrat. Auch mein Beifahrer Patrick hat wieder einen super Job gemacht. Das ganze Team arbeitet so hart und deshalb freut es mich, wenn ich mit dem Sieg etwas zurückgeben kann. Ich bin überglücklich mit dem Resultat und hoffe, dass es im Wechselland so weiter geht!“

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