Michael Böhm und seine neue Copilotin Jasmin Noll holten sich bei der Rebenland-Rallye Platz drei in der 2WD-Wertung und Mut für die Zukunft - Foto: Martin Butschell/Agentur Autosport.atMichael Böhm und seine neue Copilotin Jasmin Noll holten sich bei der Rebenland-Rallye Platz drei in der 2WD-Wertung und Mut für die Zukunft. Vorneweg: Die Rebenland-Rallye war jenes harte Stück Arbeit, das Michael Böhm erwartet hat.

Neues Team (Stengg Motorsport), neues Auto (Opel Adam R2), neue Copilotin (Jasmin Noll) und neue Ausgangslage. Nicht mehr Favorit in der 2WD-Staatsmeisterschaft, als dreifacher Meister der letzten Jahre aber irgendwie doch mit gewissem Erfolgsdruck behaftet. „Vor dem Start war ich schon sehr nervös“, gestand der Seriensieger offen ein, um sich dann mit einer Bestzeit auf der zweiten Sonderprüfung gleich die geeignete „Beruhigungspille“  zu verpassen. Böhm: „Von da an war ich ruhig, obwohl ich natürlich gewusst habe, dass ich die starken R3-Autos meiner Konkurrenten besonders auf den langen Prüfungen des zweiten Tages nicht werde halten können.“ Doch auch hier lief es eigentlich besser als erwartet, konnte zwar der spätere Sieger Simon Wagner nicht gebremst, der steirische Lokalmatador Daniel Wollinger jedoch sehr wohl in Schach gehalten werden. Ehe sich auf dem Weg zum möglichen zweiten Platz das Schicksal bemüßigt fühlte, sich einzumischen. Kurz vor dem Ziel der SP 11 fabrizierte Böhm einen Highspeed-Dreher. „Wir haben uns im sechsten Gang eingedreht. Normalerweise überschlägst du dich da. Aber wir hatten alles Glück der Welt, sind nur ein paar Mal an die Böschung angeschlagen“, schilderte der Niederösterreicher das Aha-Erlebnis. Michael Böhm und seine neue Copilotin Jasmin Noll holten sich bei der Rebenland-Rallye Platz drei in der 2WD-Wertung und Mut für die Zukunft<br>Foto: Martin Butschell/Agentur Autosport.atMichael Böhm und seine neue Copilotin Jasmin Noll holten sich bei der Rebenland-Rallye Platz drei in der 2WD-Wertung und Mut für die Zukunft
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Welches sogar noch eine dramatische Aktion nach sich zog. „Das beschädigte Heck hat plötzlich Feuer gefangen. Das haben wir im ersten Moment aber gar nicht gemerkt.“ Erst Willi Stengg senior, der zufällig in der Nähe war, hat das Malheur registriert und blitzschnell reagiert. Er rief Jasmin Noll zu, sie solle ihm den Feuerlöscher aus dem Rennauto werfen und spielte damit die zielsichere Feuerwehr. So konnte der Altchef des Stengg Motorsport Teams die sprichwörtlich heiße Ware vor dem Ärgsten bewahren.

Mit dem erreichten dritten Platz ist Michael Böhm ebenso zufrieden wie mit der Performance seiner neuen Beifahrerin: „Es war für Jasmin sicher nicht leicht, in die Fußstapfen einer (Anm. Fünffach-Staatsmeisterin)  Katrin Becker zu treten. Aber sie hat einen wirklich tollen Job gemacht. Dass es keine leichte Aufgabe wird, meine Titel zu verteidigen, war vorher auch schon klar. Aber zumindest haben wir gesehen, dass wir nicht ganz chancenlos sind. Wir werden die Ärmel hochkrempeln und den Kampf annehmen.“ Ganz so, wie es sich für einen wahren Champion gehört!

Rebenland-Rallye, ORM-2WD, Endstand: 1. Simon Wagner/Ursula Mayrhofer (Citroen DS3 R3) 1:48:26,0 Std, 2. Daniel Wollinger/Bernhard Holzer (Renault Clio Maxi) +1:04,4 Min, 3. Michael Böhm/Jasmin Noll (Opel Adam R2) +1:31,4 Min.

Fotos: Martin Butschell/Agentur Autosport.at

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