• Michael Böhm und Copilotin Katrin Becker hatten die Wechselland-Rallye schon im Sack, doch auf der letzten SP ließ sie das Glück im Stich – Platz 2

Das Glück und Michael Böhm finden heuer einfach nicht zueinander. Nach zwei Ausfällen in den letzten zwei Rallyes, verhinderte bei der Wechselland-Rallye in Pinggau ein Reifenschaden auf der allerletzten Sonderprüfung den bereits sicher geglaubten Sieg des 2WD-Staatsmeisters. Am Ende reichte es dadurch nur zu Platz zwei in der Division II. Kleiner Trost, trotz allem Ärger: Auch mit 18 Meisterschaftspunkten konnte der Anschluss an die Spitze in der Gesamtwertung gefunden werden!

Michi Böhm: Nach zwei Ausfällen in den letzten zwei Rallyes, verhinderte bei der Wechselland-Rallye in Pinggau ein Reifenschaden auf der allerletzten Sonderprüfung den bereits sicher geglaubten Sieg des 2WD-Staatsmeisters - Foto: Gerald Wais/Agentur Autosport.at

Der vierte Meisterschaftslauf der Saison in Pinggau, den Michael Böhm mit seiner deutschen Copilotin Katrin Becker in den letzten zwei Jahren jeweils gewinnen konnte, begann gar nicht so gut für das Suzuki-Duo. Vor allem, weil insbesondere am ersten Tag der Rallye Böhms schärfster Gegner schlicht Böhm hieß. „Das war schon sagenhaft, was ich da für einen Topfen zusammengefahren bin. Da bin ich nicht nur mit dem falschen Fuß, sondern offensichtlich mit einem komplett falschen Körper aufgestanden. Dass uns auch noch der einsetzende Regen das Setup am Suzuki Swift S1600 zunichte gemacht hat, hat’s dann auch nicht unbedingt leichter gemacht.“ In staatsmeisterlicher Manier jedoch nahm Böhm den Kampf gegen sich selbst und alles andere auf, um diesen unter Mithilfe der stets die Ruhe bewahrenden Katrin Becker nach und nach zu gewinnen.

Vor allem am zweiten Tag überwog dann endlich wieder die gewohnte Präzision im Hause Böhm. „Da haben wir keinen einzigen nennenswerten Fehler gemacht, und der Suzuki Swift S1600 war wieder jener verlässliche Partner, den wir kennen“, freute sich der Niederösterreicher kurz vor Schluss nach zehn gewonnenen von bis dahin elf gefahrenen Sonderprüfungen und über einer Minute Vorsprung – zu früh, denn Böhms fehlender Freund namens Glück beschloss, ihn wie heuer schon mehrmals auch im Finale der Wechselland-Rallye im Stich zu lassen! Böhm: „Wir haben noch versucht, ohne Radwechsel, der noch länger gedauert hätte, ins Ziel zu kommen, der Zeitverlust war am Ende trotzdem zuviel.“

Wechselland-Rallye, Endstand Division II: 1. Daniel Wollinger/Bernhard Holzer (Opel Adam) 1:39:03,9 Std., 2. Michael Böhm/Katrin Becker (Suzuki Swift S1600) +2:10,0 Min., 3. Gerhard Aigner/Richard Gollatsch(Opel Corsa OPC) +3:17,2 Min.

Zwischenstand in der Rallye-Staatsmeisterschaft, Division II: 1. Kristof Klausz (Ung) 52 Punkte, 2. Aleks Humar (Slo) 43, 3. Michael Böhm 41.

Foto: Gerald Wais / Agentur Autosport.at

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