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Nach der Absage von Hermann Neubauer und Max Zellhofer rücken nun die Rallyestars der Zukunft in das Rampenlicht – wir präsentieren zehn Protagonisten der „Next Generation“. Einer von ihnen, Pirmin Winklhofer, gibt am Wochenende sein Debüt als Copilot...

von Raimund Baumschlager, noch dazu bei der Österreich-Premiere des Skoda Fabia R5.

Frischzellenkur für Österreichs Rallye-Staatsmeisterschaft: Bei der Wechselland-Rallye tritt eine neue Generation an Rallyepiloten ins Rampenlicht – sie haben klingende Namen wie Stengg oder Waldherr, ihre Lernkurven zeigen steil nach oben, einer von ihnen sitzt ab Freitag erstmals bei Raimund Baumschlager im Cockpit des neuen Skoda Fabia R5.
Daniel Wollinger - Foto: Martin Butschell/Agentur Autosport.at

Mit Hermann Neubauer und Max Zellhofer haben zwei der bereits etablierten ORM-Piloten kurzfristig ihren Start bei der Wechselland-Rallye abgesagt  - doch neben den beiden Champions Raimund Baumschlager (ORM) und Michael Böhm (ORM2WD) tritt bei der 20. Ausgabe der steirischen Traditionsrallye eine neue Fahrer-Generation ins Rampenlicht der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft: Die „Next Generation“, die Rallyestars der Zukunft erklimmen die Bühne! Die Youngsters scharren in den Startlöchern – wir stellen zehn von ihnen vor.

Pirmin Winklhofer
Raimund Baumschlager erzählt lachend: „Ich habe ihn - wie man das halt so macht in der Rallyeszene – in Italien ins kalte Wasser geworfen: Wir haben einmal den Aufschrieb angefertigt, dann sind wir noch einmal über die Testsonderprüfung gefahren und beim dritten Mal hat es stimmen müssen. Ich habe ihn gefragt: ‚Bist du soweit?‘ – er nickte und so fuhren wir los.“ Baumschlager gerät ins Schwärmen: „Ich war fassungslos: Er hat auf Anhieb alles genau richtig gemacht – er hat genau im richtigen Rhythmus gelesen, es war einfach perfekt. Ich zeigte mich erleichtert und verwundert zugleich – da sagte er ganz frech: ‚Hast du wirklich geglaubt, dass ich mich nicht vorbereite? Natürlich habe ich deine Onboard-Aufnahmen studiert!‘ Das hat mich sehr beeindruckt – zum einen, weil er wirklich einen perfekten Job abgeliefert hat, zum anderen weil ich diese typische bayrische Direktheit einfach mag.“

Die Worte von Raimund Baumschlagerbetreffen den 20-jährigen Pirmin Winklhofer, der als Copilot in den letzten Jahren eine steile Karriere im Rallyesport auf das Parkett gelegt hat – am kommenden Wochenende wird der 56-jährige Serienstaatsmeister erstmals seit langer Zeit nicht mehr mit den etwa gleichaltrigen Kollegen Klaus Wicha und Thomas Zeltner an den Start gehen, sondern erstmals mit einem Jungspund, dessen Urgroßvater er sein könnte. Baumschlager schmunzelt: „Ergeben hat sich das mit Pirmin von einem Jahr – aus einer Notsituation heraus. Ich hatte einen Test mit dem Skoda Fabia R5 und es hatten weder Klaus noch Thomas Zeit. Ich dachte zunächst an Fred Winklhofer, den Vater von Pirmin, der ein erfahrener Copilot ist, doch auch er hatte an dem Tag keine Zeit und er hat mir Pirmin empfohlen. Ich muss zugeben, dass ich skeptisch war, ob so ein junger Pilot die nötige Reife haben kann – auch deshalb, weil solche Testfahrten wie mit dem R5 der Geheimhaltung unterliegen und man da nicht so einfach ein Bild auf Facebook posten kann. Fred hat gemeint, man könne sich hundertprozentig auf Pirmin verlassen und das hat er dann eben auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“

Für ihn ist es freilich wie ein „Ritterschlag“, wenn er mit der quasi lebenden Legende an den Start gehen darf, sagt Pirmin Winklhofer – noch dazu bei einer nationalen Premiere, die auch international beobachtet wird. Pirmin nickt: „Natürlich ist das eine große Ehre für mich, dass ich mit Raimund bei einer ORM-Rallye und noch dazu bei der Österreich-Premiere des Skoda Fabia R5 an den Start gehen darf. Ansonsten jedoch sehe ich es relativ entspannt – das Wichtigste ist, dass die Atmosphäre im Cockpit stimmt und das ist bei Raimund und mir der Fall.“ Baumschlager gibt seinem neuen Kollegen Recht: „Pirmin hat in den letzten Jahren einen extrem guten Job abgeliefert und ich habe immer gesagt: Wenn jemand hart an sich arbeitet, dann kommt er auch weiter! Pirmin entstammt einer völlig neuen Piloten-Generation – in meinen Augen ist er im Kopf schon wesentlich reifer als es seine 20 Lebensjahre vermuten lassen würden. Pirmin ist eine Persönlichkeit mit einer eigenen Meinung, die er auch zum Ausdruck bringt. Und ich muss schon auch sagen: Er ist sicher nicht so abgestumpft, wie es bei uns, der alten Garde, manchmal der Fall sein kann, da wir das Ganze  ja doch schon eine Zeit lang betreiben.“

Pirmin Winklhofer hat in der letzten Zeit einen rasanten Aufstieg erlebt: Zunächst konnte er an der Seite des ebenso aufstrebenden Simon Wagner auf sich aufmerksam machen, später holte ihn Mario Saibel in das Cockpit seines Skoda Fabia S2000, gemeinsam konnte man im Vorjahr den Sieg bei der Schneerosen-Rallye erringen. Schließlich hat Baumschlager höchst persönlich dem deutschen Ex-Europameister Armin Kremer den 20-Jährigen empfohlen, sodass Pirmin nach seinem zunächst einmaligen Gastspiel an der Seite des zwölffachen Staatsmeisters mit Kremer zu sechs WM-Läufen reisen wird.

Interessantes Detail am Rande: Pirmin Winklhofer ist ein Österreich-Fan und studiert Weinbau in der Bundeshauptstadt Wien. Er lacht: „Österreich ist einfach ein schönes Fleckerl auf der Landkarte, ich mag die Landschaft und die Leute, die Gemütlichkeit.“ Bald schon könnte er seinen eigenen Wein auf den Markt bringen – zunächst jedoch wird Pirmin Winklhofer in den brandneuen R5 steigen.

Luca Waldherr
Sein Nachname lässt die Herzen der Rallyefans höher schlagen, denn Vater Andreas Waldherr war bei den Fans wegen seines kompromisslosen Fahrstils in höchstem Maße beliebt – Andreas Waldherr konnte auch 2008 die Wechselland-Rallye gewinnen. 2011 verstarb Waldherr bei einem tragischen Arbeitsunfall – sein Sohn Luca musste den schweren Schlag erst verdauen, fuhr aber auch damals schon erfolgreich Kartrennen.

Seit dem Vorjahr ist Luca klar: „Ich möchte den Weg meines Vaters fortsetzen!“ Im Opel Corsa OPC Rallye Cup gab er im Vorjahr ein viel beachtetes Debüt, an seiner Seite sitzt mit Christina Ettel eine erfahrene Copilotin. Heuer möchte er „bei jeder Rallye durchkommen und möglichst viel lernen“. Der Hintergrund: „Meine heuer erste Rallye im Lavanttal verlief eher durchwachsen. Zunächst konnten wir zwar im Cup die viertschnellste Zeit fahren, doch dann ist ein Traggelenk der Radaufhängung gebrochen und wir sind beinahe abgeflogen. Das hat mich hernach im Kopf gebremst.“

Doch für die bevorstehende Wechselland-Rallye fühlt sich Waldherr junior wieder fit: „Ich habe an mir gearbeitet und bin jetzt wieder freier im Kopf – ich muss dazusagen, dass ich schon im Kartsport sehr genau hingehört habe, ob irgendein Teil anders klingt und während einem das im Kartsport dabei hilft, etwaige Schäden frühzeitig zu erkennen, gibt es im Rallyeauto andauernd fremdartige Geräusche, die jedoch kein Grund zur Beunruhigung sind. Gemeinsam mit Christina habe ich daran gearbeitet, dass ich mich davon nicht mehr beunruhigen lasse. Ich freue mich schon sehr auf die Wechselland-Rallye.“

Roland Stengg
Daniel Wollinger - Foto: Martin Butschell/Agentur Autosport.at Als Enkelsohn von Wechselland-Veranstalter Willi Stengg senior gehört Roland schon zur dritten Generation in der Stengg-Dynastie. Dass er „Benzin im Blut“ hat, merkte der heute 20-Jährige relativ spät – denn zunächst sah es nicht danach aus, dass auch Roland Stengg wie sein Großvater und Vater als Rallyepilot Furore machen würde. Roland lacht: „Ich habe natürlich schon immer den Rallyesport mitverfolgt – fuhr auch kurz mit acht oder neun Jahren im Kartsport, wo ich aber schnell den Spitznamen ‚Achsenzerstörer‘ erhielt. Danach habe ich erfolgreich Computerspiele absolviert, habe an Wettbewerben auf der ganzen Welt teilgenommen.“

Irgendwann habe dann Willi Stengg junior seinen Sohn gefragt, ob er nicht doch noch einmal ein Rallyeauto probieren möchte – Roland hat eingewilligt und wurde prompt vom „Rallyevirus“ infiziert: „Es hat mir dann sehr gut getaugt – ich fahre zwar immer noch sehr angstbefreit wie damals im Kart, mittlerweile ist bei mir aber der Knopf aufgegangen.“ So konnte Roland im Lavanttal mit Platz drei im Opel Corsa OPC Rallye Cup überraschen – für die Wechselland-Rallye, seinen großen Heimevent, nimmt er sich erneut einen Podiumsplatz vor. Seine Konkurrenten im Opel-Cup wittern bereits: „Roland wird immer schneller und schneller…“

Daniel Wollinger
Der Opel Corsa OPC Rallye Cup, den Willi Stengg junior angezettelt hat und als Mastermind betreut, war auch für Daniel Wollinger die optimale Einstiegsplattform. Dort konnte er seine ersten Sporen abarbeiten und schließlich den Gesamtsieg erringen. Seit einiger Zeit fährt er mit einem Opel Adam R2-Boliden, den Stengg Motorsport gemeinsam mit Opel Deutschland auf die Räder gestellt hat. Daniel schwärmt: „Die Kooperation mit Opel Deutschland läuft perfekt, da wird einfach voll professionell gearbeitet.“

Wollinger kommt als Tabellenleader der ORM2WD-Staatsmeisterschaft für zweiradangetriebe Fahrzeuge ins Wechselland, Michael Böhm liegt jedoch nur einen Punkt hinter ihm. Wollinger gibt sich kämpferisch: „Der Super 1600 von Michi Böhm ist technisch betrachtet natürlich das überlegene Auto, aber ich werde versuchen, Michi das Leben so schwer wie möglich zu machen. Fehler darf er keinen machen – denn dann bin ich da!“

Nach der Absage von Zellhofer und Neubauer rücken die 2WD-Piloten in das Rampenlicht, ein Gesamt-Podium ist diesmal möglich. Wollinger sagt: „Prinzipiell ist jeder Pilot, der wegfällt, schlecht. Aber natürlich war ein Gesamtpodium bislang eher ein Traumergebnis, jetzt ist das durchaus eine realistische Möglichkeit. Wir werden sehen – die Wechselland-Rallye gefällt mir jedenfalls sehr gut, ich mag die schnellen und fließenden Prüfungen.“

Mit seinen 28 Jahren gehört Daniel Wollinger nicht mehr zu den ganz jungen Rallyetalenten des Landes. Auf die Frage, ob er noch eine internationale Rallyekarriere anstreben würde, antwortet er in einer erfrischenden Art: „Sicher gehöre ich nicht mehr zu den absoluten Juniorpiloten – aber ein bisschen glaube ich schon noch an eine Chance. Träumen darf man schließlich immer.“

Vicky Hojas
Wegen ihres Vaters Adolf Hojas sei sie von Kindheit an mit dem Motorsportvirus infiziert gewesen, sagt Viktoria Hojas, die gemeinsam mit Vera Hinteramskogler das einzige Damenteam im Opel Cors OPC Rallye Cup bildet. Die fesche Tierfreundin hat sich zunächst als Copilotin versucht, saß im Vorjahr bei einigen Piloten auf dem „heißen Sitz“, doch dann dachte sie: „Das möchte ich auch einmal probieren!“

Im Vorjahr gab Vicky beim Yippie-Rallyesprint ihre Premiere als Pilotin, im Lavanttal fand der zweite Auftritt statt – nach einer guten SP-Zeit jedoch überschlug sich der Corsa und musste von den Mechanikern ihres Teams wieder zusammengeflickt werden. Hojas lobt: „Mein Team ist ein Wahnsinn, meine Mechaniker haben das Auto wieder wie neu aufbauen können – sie nehmen uns auch bei der Rallye alles a, sodass wir uns voll auf das Fahren konzentrieren können.“

Der Plan für das Wechselland lautet: „Etwas Speed herausnehmen und sicher im Ziel ankommen. Mein Plan ist heuer, mich stets zu steigern und zu schauen, wo ich hinkomme.“ Das Gefühl im Rallyeauto würde sich nur schwer beschreiben lassen, Parallelen zum Pferdesport, den Vicky ebenfalls betreibt, würde es durchaus geben: „Im Auto hat du einfach die totale Emotion – es ist unbeschreiblich, wenn das Auto unter dir arbeitet. Da gibt es sicher eine Gemeinsamkeit zum Pferdesport, denn auch im Western-Reiten trete ich in einer Speed-Disziplin an. Ich sage immer: Beides ist schön – Hauptsache Pferdestärken!“

Simon Wagner
Simon Wagner hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Rallyeszene schaffen können – der Austrian Rallye Challenge-Meister 2013, der mehrmals im Rahmen der Jännerrallye mit betagten Boliden und sensationellen SP-Zeiten auf sich aufmerksam machen konnte,  gilt als Paradebeispiel einer neuen Fahrer-Generation. Dass er und sein Bruder Julian, als Ford Racing Rookie 2014 nun ebenfalls auf den Rallyepisten unterwegs, bereits im zarten Alter von acht Jahren auf der Playstation geübt haben, einen Aufschrieb zu erstellen, zeigt, wie ernst es die „Kids“ schon damals gemeint haben und wie realistisch ihr Zugang zum Motorsport schon im Kindheitsalter war.

Heuer fährt Simon Wagner erstmals mit einem aktuellen Rallye-Boliden, einem Peugeot 208 R2. An seiner Seite sitzt mit Fred Winklhofer der Vater des oben erwähnten Pirmin Winklhofer. Die Generationen mischen sich also – und haben keine Berührungsängste, was für die neue Generation wohl typisch zu sein scheint.

Im Wechselland wäre nun mit ein wenig Glück sogar ein Gesamtpodium möglich, Simon winkt ab: „Ich finde es eigentlich traurig, dass wir mit unserem R2 das fünfte Auto sind, denn ich kämpfe lieber um Plätze als kampflos vorzurücken. Zudem muss man auch sagen, dass beispielsweise auch ein Martin Kalteis ein sehr starker Pilot ist. Zudem muss ich die Rallyes in der ORM erst kennenlernen, während viele meiner Konkurrenten die Strecken und ihre tückischen Stellen kennen. Beim ersten Mal kann man nicht gewinnen, das ist ganz klar.“ Für das Wochenende wünscht sich Simon maximale Wetterkapriolen – und hat gute Chancen, dass dieser Wunsch erfüllt wird.

Was Simon noch wichtig ist: „Ich möchte Pirmin, mit dem ich ja bereits zwei Rallyes gefahren bin, gratulieren zu seinem Engagement bei Raimund Baumschlager und Armin Kremer. Wir sind gut befreundet und ich freue mich sehr für ihn.“

Kevin Raith
Kevin Raith ist ein guter Freund von Mario Klammer, seines Zeichens Rallyepilot und ORM-Veranstalter – so kam er ins Umfeld des Rallyesports. Bald schon wollte er sich als Pilot erproben – und erkannte: „Der Grundspeed ist vorhanden. Also habe ich losgelegt.“ Sein Motto ist: „Entweder ganz oder gar nicht!“

Daher legte er gleich mit einem professionellen Pressebetreuer los und entschied sich für den Opel Corsa OPC Rallye Cup. Daher orientiert er sich auch gleich an der Gesamtwertung, zuletzt konnte er im Rebenland bei seiner ersten Rallye gleich einmal den 15. Gesamtrang belegen.

Für das kommende Wochenende kündigt Kevin Raith an: „Ich werde im Wechselland voll angreifen und möchte erneut einen Platz in den Top 15 erringen, denn für mich zählt nur die Gesamtwertung und die Junioren-ORM, da ich heuer nur drei Cup-Läufe absolviere. Im nächsten Jahr möchte ich die komplette ORM absolvieren.“

Zielstrebig ist Kevin Raith auch im Berufsleben – er startet bei der Berufs-Weltmeisterschaft der KFZ-Mechaniker in Brasilien. Kevin nickt: „Ja, da möchte ich ebenfalls das Maximum herausholen – das ist einfach so bei mir: Ich möchte entweder alles oder nichts.“

Andreas Kainer
Ein Naturtalent ist auch Andreas Kainer – im Vorjahr gab er sein Debüt im Opel Corsa OPC Rallye Cup und hat sich „darüber gewundert, dass ich auf Anhieb so weit vorne mitfahren kann“. Allerdings erging es ihm ganz ähnlich wie dem früheren Formel 1-Fahrer Robert Kubica im Rallyesport: Er hatte einen unheimlichen Grundspeed, flog aber oft von der Strecke. Kainer lacht: „Ja, der Vergleich mit Kubica kommt hin. Ich hatte das Problem, dass ich oft schnell war und auch angeführt habe, dann aber von der Strecke flog.“

Doch dank seiner erfahrenen Copilotin Elke Aigner konnte Kainer das Problem in den Griff bekommen. Kainer bestätigt: „Elke hat einfach viel Ahnung vom Rallyesport und sie hat bei uns im Cockpit quasi die Hosen an. Sie sagt mir, wo es lang geht – mittlerweile erkenne ich bereits am Tonfall ihrer Ansage, ob ich langsamer machen soll oderweiter Gas geben darf.“

Nach seinem Premierensieg im vergangenen Jahr im Waldviertel konnte Andreas Kainer zuletzt bei der Lavanttal-Rallye in einem bis zum Schluss spannenden Sekundenduell gegen Christoph Leitgeb den Sieg im Opel Corsa OPC Rallye Cup erringen – mit Benedikt Hofmann als Beifahrer, da Elke Aigner nach einem Reitunfall pausieren musste.

Im Wechselland kehrt Elke Aigner ins Cockpit zurück – Andreas Kainer ist voller Vorfreude: „Ich bin froh, dass wir wieder gemeinsam antreten, da wir ein so gut eingespieltes Team sind. Zudem ist das ja meine Heimrallye und eine der Sonderprüfungen führt direkt am Haus meiner Oma vorbei, dort werden dann alle Verwandten stehen und mir die Daumen drücken.“ Außerdem hat Kainer extra für die Heimrallye dem Corsa ein neues Design verpasst.

Christoph Leitgeb
Christoph Leitgeb ist der regierende Champion im Opel Corsa OPC Rallye Cup – der 27-Jährige gehört nicht mehr zu den ganz jungen Nachwuchsstars, im Opel-Cup war er von Beginn an mit dabei, seit 2012 also. Davor fuhr er im Ford Fiesta Cup. Leitgeb sagt: „Diese Cups sind einfach die beste Möglichkeit, möglichst günstigen Rallyesport betreiben zu können.“

Eigentlich hat Leitgeb im Winter geplant, den Helm an den Nagel zu hängen – nach dem Motto: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Schließlich konnte sich Leitgeb kontinuierlich steigern, wurde im Opel-Cup im ersten Jahr Dritter, dann Zweiter und schließlich Champion. Dann hat ihn aber doch wieder der Rennvirus gepackt – nur hat sich derweilen seine langjährige Copilotin Sabrina Hartenberger anderswo um ein Cockpit umgesehen, daher fährt Leitgeb am kommenden Wochenende zum ersten Mal mit einem neuen Beifahrer.

Christoph Lieb
Mit seinen 18 Jahren gehört Christoph Lieb zu den jüngsten Rallyetalenten des Opel Corsa OPC Rallye Cups. Mit der Niederösterreicherin Cathy Schmidt hat auch er eine sehr erfahrene Copilotin an seiner Seite. Zuletzt konnte er im Lavanttal hinter Kainer, Leitgeb und Stengg den vierten Platz im Cup belegen.

Fotos: Martin Butschell/Agentur Autosport.at

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