Gerd Göberndorfer: 17 Minuten nach Reifenschaden verlorenNach SP9 der Rallye Weiz 2017 führt Hermann Neubauer mit 14,6 Sekunden vor Raimund Baumschlager. Mit Gerwald Grössing hat sich vor den letzten 5 SP´s einer der WRC-Piloten nach einem Überschlag verabschiedet.



Mit acht Sonderprüfungen nach den gestern bereits absolvierten sechs geht die Rallye Weiz in der Steiermark heute weiter und letztendlich am Abend zu Ende. Drei Wertungsabschnitte des heutigen Tagesprogramms sind bereits absolviert und von der Spitze lacht weiterhin der bisherige Dominator der Rallye Hermann Neubauer im Ford Fiesta WRC. Dem aktuellen Staatsmeister aus Salzburg sitzt jedoch der vehement angreifende 13-fache Meister Raimund Baumschlager mit dem VW Polo WRC im Nacken. Das Duell um den Sieg bei der heurigen Rallye Weiz hat sich mittlerweile auf die beiden Champions reduziert. Hermann Neubauer: Nach SP9 14,6 Sekunden vor Raimund Baumschlager und 6:3 BestzeitenHermann Neubauer: Nach SP9 14,6 Sekunden vor Raimund Baumschlager und 6:3 Bestzeiten
Foto: Harald Illmer
Zum einen weil sich der dritte WRC-Pilot im Feld, Gerwald Grössing, auf SP 9 Gollersattel mit einem Überschlag aus der Wertung warf, zum anderen weil der dadurch wieder auf den dritten Gesamtplatz vorgerückte Niki Mayr-Melnhof im Ford Fiesta R5 bereits über zwei Minuten Rückstand auf das führende Duo aufweist. Gerwald Grössing zu seinem Ausfall: „Es ist alles blitzschnell gegangen, ich habe in einer Kurve vielleicht ein bissel zu früh angecuttet, war dann vorne in der Böschung und hinten am Schotter, dann hat es uns auch schon über die Hinterachse ausgehoben. Das alles innerhalb von Sekundenbruchteilen. Manchmal gelingt es dir, wieder auf die Straße zurückzukommen, aber diesmal hatte ich leider keine Chance mehr, das Auto noch abzufangen. Aber ich möchte mich explizit bei den Sicherheitskräften bedanken. Innerhalb von wenigen Augenblicken waren Rettung und Feuerwehr vor Ort. Da fühlt man sich als Fahrer super betreut und das spricht auch für die hervorragende Organisation der Rallye. Gratulation an den Veranstalter.“ Die Sonderprüfung 9 wurde nach dem Zwischenfall von der Rallyeleitung neutralisiert.

Nicht mehr dabei ist endgültig auch der schnelle Lette Nikolay  Gryazin, der nach seinem gestrigen Unfall auf SP 2 zwar  um einen Restart am heutigen Tag angesucht hat. Sein beschädigter Skoda Fabia R5 konnte jedoch nicht mehr startklar gemacht werden.

Stark präsentiert sich der  Finnen Jari Huttunen, der mit seinem zweirad-getriebenen Opel Adam R2 auf Platz sieben der Gesamtwertung zu finden ist. In der für die Österreichische 2WD-Staatsmeisterschaft bedeutsamen Wertung liegt jedoch der Oberösterreicher Julian Wagner vorne. Der Opel-Adam-Pilot hatte bereits die Schneebergland-Rallye gewonnen und ist drauf und dran, in Weiz diesen Sieg zu prolongieren. 30 Sekunden hinter dem Mauthausener macht sich auch noch der Meisterschaftsführende Daniel Wollinger (Renault Clio) Hoffnungen. Michael Kogler im Citroen DS3 hat als Dritter bereits knapp eineinhalb Minuten Rückstand auf Platz eins.   

Zwischenstand in der Gesamtwertung nach 9 von 14 Sonderprüfungen:
  1. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel      A/A      Ford Fiesta WRC             1:06:39,7 Std
  2. Raimund Baumschlager/P. Winklhofer    A/A      VW Polo WRC             +14,5 Sek
  3. Niki Mayr-Melnhof/L. Welsersheimb    A/A      Ford Fiesta R5        +2:17,7 Min
  4. Dominik Dinkel/Christina Kohl        D/D      Skoda Fabia R5         +3:54,9 Min
  5. Ondrej Bisaha/Martin Behula        CZ/CZ   Ford Fiesta R5        +4:00,3 Min
  6. Vojtech Stajf/Marketa Skarcelova    CZ/CZ      Skoda Fabia R5        +4:23,9 Min
  7. Jari Huttunen/Antti Linnaketo        Fin/Fin      Opel Adam R2        +5:35,8 Min
  8. Gerald Rigler/Martin Rossgatterer    A/A      Ford Fiesta R5         +5:59,8 Min
  9. Antonin Tlustak/Ivo Vybiral        CZ/CZ      Skoda Fabia R5         +6:09,2 Min
10. Stefan Fritz/Klaus Ostermann        A/A      Skoda Fabia S2000         +6:17,8 Min

Junioren-Staatsmeisterschaft: Julian Wagner liegt vor dem Ungarn Kristof Klausz (Peugeot 208) und Luca Waldherr (Opel Adam R2) in Führung. Mit einem Sieg könnte sich Wagner bereits zum Staatsmeister krönen.

Historische Staatsmeisterschaft: Hier konnte Kris Rosenberger (Porsche 911) die gestern an Gert Göberndorfer (Opel Ascona) verlorene Führung wieder zurückerobern. Allerdings wurde Göberndorfer dann in seiner Aufholjagd abrupt gebremst. Ein Reifenschaden, der letztendlich 17 Minuten(!) kostete, warf den Steirer weit zurück und wohl auch aus dem Titelrennen. Willi Rabl (Porsche 911) liegt momentan 1,22 Minuten hinter Rosenberger.

Zwischenstand Österreichischer Rallye Cup, Division C1: 1. Günter Knobloch (Subaru), 2. Daniel Fischer (Ung/Subaru). - Division C2: 1. Enrico Windisch (Renault Clio), 2. Arnold Bauer Opel Kadett).

Zwischenstand Austrian Rallye Challenge (ARC): 1. Michael Kogler, 2. Daniel Fischer, 3. Christoph Zellhofer (Suzuki). - Austrian Rallye Trophy (ART): 1. Gerald Rigler (Ford Fiesta R5) , 2. Markus Kroneder (Mitsubishi Evo V).

Zwischenstand Opel Rallye Cup: 1. Julian Wagner, 2. Luca Waldherr.

Zwischenstand M1 Rallye Masters: 1. Günter Knobloch, 2. Enrico Windisch, 3. Reini Sampl (Audi TTS).

Zwischenstand FIA European Rally Trophy (ERT): 1. Ondrej Bisaha, 2. Vojtech Stajf, 3. Antonin Tlustak (alle CZ). - FIA ERT Junior Trophy: 1. Jari Huttunen (Fin), 2. Adrian Wronkowski (Pol).

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