Nach den Erfolgen in der ERC startet Wurmbrand Racing heuer mit Kornel Lukacs in der Junior WRC – im Rahmen der Rallye-WM werden sechs Läufe absolviert. Der Vize-Europameister der 2wd setzt dabei auf den rundum erneuerten Wurmbrand Racing Citroen DS3 R3. Schon am 3. April startet das WM-Abenteuer mit der Portugal-Rallye.
Im Vorjahr konnte Wurmbrand Racing den bislang größten Erfolg in der siebenjährigen Firmengeschichte erringen: Sebastian Barbu feierte mit dem Wurmbrand Racing Citroen DS3 R3 bei der zur Rallye-Europameisterschaft zählenden Sibiu-Rallye den 2wd-Sieg. Jetzt ist das Team aus Waidhofen an der Thaya bereit für den nächsten Schritt: Wurmbrand Racing startet 2014 in der Rallye-Weltmeisterschaft!

Gleich im Anschluss an den erfolgreichen „Testlauf“ bei der Schneerosen-Rallye (Teamchef Manuel Wurmbrand setzte sich selbst in den rundum erneuerten DS3 und feierte sogleich einen überlegenen Klassensieg) wurden in Ungarn die Weichen für die Zukunft gestellt: Kornel Lukacs, als Vize-Europameister der 2wd 2013 ebenfalls erfolgreich auf der internationalen Rallyebühne unterwegs, startet mit dem Wurmbrand Racing Citroen DS3 R3 in der Rallye-Weltmeisterschaft für Junioren (FIA Junior WRC).

Auf dem Programm stehen sechs WM-Läufe: Schon bald (3. bis 6. April) wird die Junior WRC-Saison mit der Portugal-Rallye eröffnet, es folgen die Polen-Rallye, die weltberühmte Finnland-Rallye, die WM-Rallyes in Deutschland und Frankreich sowie als Grande Finale die Rallye Wales GB.

Auf den Spuren von Loeb und Ogier
Die Jungpiloten, allesamt auf Citroen DS3 R3-Boliden unterwegs, starten auf den gleichen Sonderprüfungen wie ihre großen Vorbilder der Weltmeisterschaft (WRC). Sie befinden sich damit auf den Spuren des erfolgreichsten Rallyepiloten aller Zeiten: Sebastien Loeb wurde 2001 der erste Junioren-Weltmeister, Wurmbrand Racing startet mit Kornel Lukacs in der Rallye-Weltmeisterschaft - Foto: Wurmbrand Racingdanach konnten Fahrer wie Dani Sordo (2005) oder auch der regierende Weltmeister Sebastien Ogier (2008) mit dem Junioren-Titel durchstarten.

Für 2014 hat die FIA gemeinsam mit Citroen Racing die Junior WRC neu aufgepeppt: Der am Ende lachende Gesamtsieger erhält 2015 die Chance, mit einem Citroen DS3 R5-Boliden in der WRC2, der zweithöchsten Kategorie der Weltmeisterschaft sein Talent zu beweisen. Schon jetzt sind die Teilnehmer der Junior WRC auch in der dritthöchsten Kategorie, der WRC3 punktberechtigt.

„Ein tolles Sprungbrett“
Wurmbrand Racing Teamchef Manuel Wurmbrand sagt: „Die neue Junior WRC ist ein tolles Sprungbrett für junge Piloten, sie können vor der versammelten Welt-Elite ihr Talent zur Schau stellen. Die Einsätze halten sich finanziell in einem überschaubaren Rahmen, mit dem einheitlich verwendeten Citroen DS3 R3 ist zudem die Chancengleichheit gegeben.“

Doch gerade dann, wenn einheitliche Fahrzeuge eingesetzt werden, ist die perfekte Betreuung der Boliden wesentlich. Der 22-jährige Ungar Kornel Lukacs, der die Junior WRC gemeinsam mit seinem Stammcopiloten und Landsmann Mark Mesterhazi bestreiten wird, erklärt: „Ich kenne Wurmbrand Racing bereits, wir sind 2012 mit dem Wurmbrand-DS3 in Polen gefahren, zudem hat Wurmbrand damals auch unseren Citroen C2 R2 bei der Waldviertel-Rallye eingesetzt, wo wir bei schwierigen Bedingungen den guten 18. Gesamtrang einfahren konnten. Es war daher naheliegend, dass ich den nächsten Schritt mit einem vertrauten und kompetenten Team machen wollte.“

Kornel Lukacs: „Möglichst konstant fahren“
2014 betrachtet Kornel Lukacs als Lehrjahr: „Wir wollen natürlich so viele Punkte wie möglich einfahren – aber im Vordergrund steht zunächst einmal, dass wir möglichst viele Erfahrungen sammeln können. Daher versuchen wir, so konstant wie möglich zu fahren und bei jeder Rallye ins Ziel zu kommen.“ Manuel Wurmbrand nickt: „Mit dieser Einstellung kommst du am ehesten weiter – Erfahrung ist im Rallyesport ganz besonders wichtig. Vielleicht setzen wir das Programm ja 2015 fort – und dann kennt Kornel bereits die Prüfungen.“

Bei allen sechs Rallyes werden Kornel Lukacs und Mark Mesterhazi mit der Startnummer 63 an den Start gehen. Für die Portugal-Rallye haben sich bereits bekannte Jungpiloten wie Simone Tempestini, Christian Riedemann, die Australierin Molly Taylor, Alastair Fisher oder auch Stephane Lefebvre in der Junior WRC respektive in der WRC3 eingetragen.

„Potential ist vorhanden“
Seine Piloten treffen damit also auf starke internationale Konkurrenz, Manuel Wurmbrand gefällt das: „Ja, das ist in meinen Augen genau der richtige Weg. Ich kann das nur jedem Jungpiloten empfehlen, wir haben ja auch in Österreich einige Hoffnungsträger. Natürlich muss man anfangs etwas investieren, doch das muss man ohnehin überall.“ Für die sechs WM-Einsätze wird Wurmbrand Racing mit einem vierköpfigen Team anreisen – wäre der Einsatz eines zweiten DS3 R3 möglich? Wurmbrand lacht: „Sicher wäre das möglich, wir sind derzeit noch am Ausloten, was weitere Einsätze, auch abseits der Junior WRC anbelangt. Aber natürlich: Am Schönsten wäre es, wenn wir einen zweiten Wagen für ein österreichisches Talent einsetzen könnten. Das Potential dafür wäre jedenfalls vorhanden.“

Zunächst jedoch steht der Saisonauftakt der Junior WRC auf dem Programm: Schon am Samstag wird das Wurmbrand Racing Team die Reise nach Portugal antreten. Dort warten auf Kornal Lukacs und Mark Mesterhazi insgesamt 16 anspruchsvolle Schotter-Sonderprüfungen zwischen Lissabon und der Algarve-Region. Es werden 339,46 SP-Kilometer absolviert, die Gesamtdistanz beträgt 1394,3 Kilometer. Der Start erfolgt am Donnerstag, den 3. April um 15 Uhr Ortszeit, die letzte Sonderprüfung wird am Sonntag, den 6. April um 11.05 Uhr Ortszeit in Angriff genommen.

Die Termine der Junior WRC 2014
3.-6. April: Portugal-Rallye
26.-29. Juni: Rallye Polen
31. Juli – 3. August: Finnland-Rallye
21.-24. August: Deutschland-Rallye
2.-5. Oktober: Frankreich-Rallye
13.-16. November: Rallye Wales GB

Foto: Wurmbrand Racing

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