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X-Bow Battle 2016 - Foto: Dirk HartungEs war wahrlich ein „Grande Finale“, das die Piloten der X-BOW BATTLE auf dem italienischen Adria International Raceway ablieferten: Fünf Rennläufe, jeder einzelne mit reichlich Action und noch mehr Spannung, an deren Ende die jeweiligen Titelgewinner feststanden.

„BATTLE“ Veranstalter Georg Silbermayr war mit der abgelaufenen Saison mehr als glücklich: „Die Titel-Entscheidung in der „Elite“ Klasse ist im vorletzten Rennen gefallen, die beiden anderen Saisonsieger wurden überhaupt erst in den jeweils letzten Rennläufen des Jahres gekürt. Ich denke, das spricht für die Ausgeglichenheit und die Spannung unserer Serie und ich freue mich jetzt schon auf die Saison 2017!“

Dazu gab es bereits in Italien die ersten Informationen: „Wir konnten hier unseren Vertrag mit Michelin als Reifen-Exklusivausstatter für drei weitere Jahre verlängern, ein recht herzlicher Dank an dieser Stelle an Josef Schneider von Michelin und die Firma Rank, wir freuen uns sehr, dass diese erfolgreiche Kooperation weitergeht“, so Georg Silbermayr, der auch schon die Rennstrecken für die nächste Saison festgelegt hat: „Wir starten voraussichtlich wieder in Brünn, haben danach unser großes Heimspiel am Red Bull Ring und werden dann ein Gastspiel in Italien geben, genauer gesagt in Misano. Bevor wir in die Sommerpause gehen gibt’s noch ein heißes Rennen am Slovakiaring, Ende August folgt dann das vorletzte Rennen am Pannoniaring. Unseren Saisonabschluss feiern wir in Rijeka. Neu ist der Zeitablauf, der vor jeder Veranstaltung einen eigenen Track-Day vorsieht, sodass unsere Piloten so viel wie möglich zum Fahren kommen!“

1. Rennen „Elite“ & „GT4“
Steffen Faas war der große Titelfavorit, er kam mit 37 Zählern Vorsprung zum Adria International Raceway, der sich am ersten Tag leider so gar nicht italienisch präsentierte: Kalte Temperaturen, Wind und vor allem strömender Regen machten den Fahrern das Leben schwer. Faas ließ sich aber auch davon nicht beeindrucken und war von Beginn an schnellster „Elite“ Pilot. Nach der „Pole“ im Qualifying gelang ihm ein ungefährdeter Start-/Ziel-Sieg, womit der Deutsche bereits nach Lauf 1 seinen Meistertitel feiern konnte: Die Sieger der X-Bow Battle 2016 stehen fest<br>Foto: Ernst Gruber/Autosport.atDie Sieger der X-Bow Battle 2016 stehen fest
Foto: Ernst Gruber/Autosport.at
„Ich bin überglücklich, das Jahr war ein Traum und ich muss mich bei meinem Team MLS-Racing bedanken, das mir immer ein perfektes Auto hingestellt hat!“

Der am Ende im Rennen wie in der Gesamtwertung „nur“ zweitplatzierte Steirer Holger Baumgartner, nahm die Niederlage – frisch vermählt – mit Fassung: „Vor allem die Nullnummer im zweiten Rennen in Brünn hat mich die ganze Saison über verfolgt, auch bei der Technik waren wir leider nicht vom Glück verfolgt. Jetzt muss ich eben im nächsten Jahr den Titel holen!“ Zum ersten Mal auf dem „Elite“-Podium zu finden war der Youngster der „BATTLE“, Eike Angermayr, nachdem er dieses Kunststück am Pannoniaring bereits im Langstreckenrennen vollbracht hatte. Dementsprechend engagiert sind die Pläne des Oberösterreichers für das kommende Jahr: „Die Chance ist da, dass ich 2017 bei den „Reiter Young Stars“ starte, ich hoffe, das lässt sich realisieren!“ Platz vier ging an den im Regen enorm stark fahrenden Christian Loimayr, der damit auch die „Masters“ Wertung gewann, Uwe Schmidt wurde Fünfter. Bei den separat gewerteten GT4-Fahrzeugen war Jack Rotteveel trotz defektem Scheibenwischer der Schnellste, Tomas Miniberger und Charel Arendt belegten die Plätze, wobei sich Arendt über eine vergebene Siegchance ärgerte, nachdem er sich in der ersten Runde in Führung liegend gedreht hatte.

2. Rennen „Elite“ & „GT4“
Das zweite Rennen bot ein ähnliches Bild wie der erste Rennlauf: Steffen Faas souverän auf Pole-Position und ein weiterer Start-/Ziel-Sieg für den Saison-Dominator. Unter Druck stand er lediglich von GT4-Gaststarter Dennis Retera, der ihm das gesamte Rennen über wie ein Schatten folgte. Der Holländer, er schon 2008 mit einem KTM X-BOW GT4 unterwegs war, absolvierte seinen Start für Isert-Motorsport und zeigte sich begeistert: „Ein tolles Auto, das enorm viel Spaß macht. Ich freue mich, nach so langer Zeit noch viele bekannte Gesichter zu sehen und ich genieße die Atmosphäre hier!“ Selbstredend, dass er überlegen die GT4-Wertung gewinnen konnte. In der „Elite“ Klasse kämpfte sich Holger Baumgartner nach einen völlig verpatzten Qualifying noch bis auf Platz zwei nach vorne, Dritter wurde „BOB BAU“, der damit auch die „Masters“ Klasse gewann und Gesamtplatz drei im Championat absicherte. Vierter wurde Uwe Schmidt, toller Fünfter bei seinem „Heimspiel“ Carlo Alberto Ferrari. Platz zwei und drei der GT4-Klasse eroberten Charel Arendt und Tomas Miniberger.

1. Rennen „Rookies“
Während es im „Elite“ Rennen regnete, schüttete es ausgerechnet beim ersten „Rookies Challenge“ Rennen wie aus Kübeln. Die 16 Starter lieferten dabei eine echte Talentprobe ab, von einigen Drehern abgesehen gab es keinerlei nennenswerte Zwischenfälle. Eigentlich wollte der österreichische Titel-Favorit Jörg Haghofer bereits im ersten Rennen alles klar machen, dazu hätte er mehr oder weniger bloß vor seinem letzten verbliebenen Titel-Konkurrenten, dem Polen Bart Siemienczuk, ins Ziel kommen müssen. Während der Slowene Sebastjan Jakl an der Spitze einen souveränen Start-/Ziel-Sieg feiern konnte, war Haghofer am besten Weg zur vorzeitigen Titel-Entscheidung – als er in der vorletzten Runde plötzlich ausrollte: Eine Steckverbindung bei der Benzinpumpe hatte sich gelöst und beendete seine Fahrt vorzeitig, womit alles auf ein Herzschlagfinale im allerletzten Rennen am Samstag hinauslief, vor allem nachdem Siemienczuk mit einem dritten Platz hinter Jakl und dem Engländer Marc Kemp viele Punkte gutmachen konnte. Wolfgang Schiessendoppler wurde im ersten Rennen Vierter, der englische Gaststarter Neil Primrose (übrigens der Schlagzeuger der britischen Band „Travis“) toller Fünfter.

2. Rennen „Rookies“
Der letzte Lauf des Jahres sollte also die „Rookies Challenge“ Titelentscheidung bringen, und die beiden Kontrahenten lieferten sich ein „Fernduell“ bis zum Schluss: Bart Siemienczuk war schon im Qualifying schneller als Jörg Haghofer und startete hinter Marc Kemp sowie Önder Erdem von Platz drei, während Haghofer noch hinter Sebastjan Jakl von Platz fünf ins Rennen gehen musste. Mit ein Grund dafür war unter anderem eine unglückliche Kollision der beiden Titel-Rivalen… Nach einem problemlosen Start entwickelte sich an der Spitze ein unglaublicher Vierkampf zwischen Kemp, Erdem, Jakl und Siemienczuk. Der Pole konnte sich nach einigen Runden durch- und absetzen, während der Fight dahinter als Dreikampf weitertobte. Von alldem völlig unbeeindruckt war Jörg Haghofer, der sich irgendwann auf Platz sechs „festgefahren“ hatte. Während an der Spitze Bart Siemienczuk mit einem klaren Sieg sein Möglichstes tat, reichte Haghöfer Platz sechs, um mit sechs Punkten Vorsprung den Titelgewinn zu feiern: „Danke an die Jungs, die nach meinem Hoppala im Qualifying ein perfektes Auto hingestellt haben, danke an alle meine Unterstützer und Sponsoren. Das war ein tolles Jahr, ich bin überglücklich!“ Siemienczuk war nach der Niederlage gefasst: „Ich wollte dieses Jahr Spaß haben und lernen, mit einem hinterradgetriebenen Auto zu fahren. Ich hatte sehr viel Spaß, habe offensichtlich viel gelernt und freue mich auch über den zweiten Gesamtrang, denn mit dem Titel hatte ich ohnehin nie gerechnet. Marc Kemp fixierte seinen dritten Rang in der Meisterschaft mit Platz zwei, Sebastjan Jakl fuhr als Dritter erneut auf das Podest, Önder Erdem wurde Vierter und Steve Hansen Fünfter.

Rennen „Endurance“
Das Duell um den Sieg in der „Endurance“ war ebenfalls bis zum finalen Rennen des Jahres offen, am Ende setzten sich Uwe Schmidt/Georg Silbermayr um die Winzigkeit von einem Punkt gegen „BOB BAU“/Steffen Faas durch, Rang drei ging an Vater und Sohn Angermayr.

Fotos: Ernst Gruber, Dirk Hartung / Autosport.at

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