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180912 DTM DH 1453Gary Paffet´s DTM-Bolide sorgte gestern für Aufmerksamkeit am Wiener Rochusmarkt, ein wie immer lockerer Gerhard Berger lud mit 3 DTM-Piloten zum Media Day

 

Vor dem DTM-Wochenende in Spielberg scheint alles auf einen Mercedes-Meister zu deuten, mit Rene Rast könnte jedoch ein "Herr der Ringe" den Stern-Piloten die Laune verderben. Rast, der Doppelsieger vom Nürburgring, und die 2 österreichischen Fahrer Lucas Auer und Philipp Eng stellten sich gestern im Rahmen eines DTM Media Days den Fragen der Journalisten. Es galt die mediale Aufmerksamkeit auf das bevorstehende DTM-Wochenende in der Steiermark zu richten. Die Runde wurde komplettiert durch Gerhard Berger, jetziger DTM-Boss und ausgewiesener Liebhaber der Strecke in Spielberg. 180912 DTM DH 1457Gerhard Berger, Rene Rast, Philipp Eng & Lucas Auer in Wien
Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.at


SPIELBERG MITTEN IM DTM-TITELKAMPF 2018 - Vorentscheidung auf dem Red Bull Ring?
Zwei Saisonstopps und vier Rennen trennen den nächsten DTM-Champion vom vollen Erfolg! Nach den Läufen 15 und 16 am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring haben noch mehrere Piloten den Titel im motorsportlichen Fadenkreuz. Mit seinem historischen Doppelsieg nach zwei Mal Pole Position und der vollen Punktezahl von 56 Zählern reitet der amtierende Champion René Rast eine bemerkenswerte Attacke in Richtung des britischen Mercedes-Führungs-Duos Gary Paffett (GBR) und Paul di Resta. Auf Platz 7, mit 39 Punkten hinter René Rast, sind für Lucas Auer die Top 3 in der Endabrechnung auf alle Fälle noch drin. Ordentlich Rückenwind hat der Tiroler von 21. bis 23. September, wenn zehntausende Fans ihre Local Heroes im Herzen der Steiermark kräftig pushen! Für den Salzburger Philipp Eng geht es immerhin auch um den ersten DTM-Sieg seiner Karriere, den er nur zu gerne vor heimischem Publikum feiern möchte!


Stimmen vom DTM Media Talk in Wien zur bisherigen Saison und den "Heimrennen" in Spielberg
Lucas Auer (AUT, Mercedes-AMG)
„In dieser Saison geht’s drunter und drüber. Umso mehr freue ich mich auf die Heimrennen. Vor der Heimkulisse möchte ich gut performen. Mit Prognosen halte ich mich zurück, aber ein Heimsieg wäre natürlich super. Der Red Bull Ring ist eine super Strecke. Durch den Charakter der Strecke ist gutes Racing garantiert. Die Fetzen werden fliegen! In dieser Saison war ich in den Qualifyings oft vorne mit dabei, aber am Ende des Tages haben wir die Leistung im Rennen leider nicht oft umgesetzt. Generell: Der Speed ist da, daher bin ich auch für Spielberg optimistisch. Im Hinblick auf die Gesamtwertung muss man aus meiner Sicht auf René Rast aufpassen. Die Frage wird sein, wer es schafft, die wenigsten Fehler zu machen und konstanter abzuliefern."

Philipp Eng (AUT, BMW)
Bis jetzt war die Saison ganz gut. Ich war zweimal am Podium, habe einige gute Qualifyings gezeigt. Leider haben wir oft nicht das Beste aus unseren Quali-Ergebnissen gemacht. Das gilt es am Spielberg besser zu machen. Ich war hier letztes Jahr beim ADAC GT Masters am Start. Der Red Bull Ring gefällt und liegt mir, speziell die schnellen Kurven im zweiten und dritten Sektor. Es ist eine super Strecke und eine sehr schöne Anlage. Eine Prognose ist wegen der Leistungsdichte extrem schwer, es bleibt also spannend. Es wäre perfekt, am Red Bull Ring ganz oben auf dem Podest zu stehen, aber ich kann es nicht erzwingen. Volle Attacke ist für jedes Rennen mein Ziel, ich werde auch am Red Bull Ring mein Bestes geben.

180912 DTM DH 1441Ein sichtlich gut gelaunter Rene Rast nach seinem historischen DTM-Doppelsieg am Nürburgring
Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.at
René Rast (GER, Audi)

 „Wir haben den Gesamtsieg relativ früh abgeschrieben, aber seit Zandvoort zeigt die Kurve steil nach oben. In der DTM kann alles passieren, da ist man im Rennen ruck zuck mal aus den Top 10 raus. Kein Rennwochenende ist vorhersehbar. Wir wollen die Titel-Entscheidung auf alle Fälle bis Hockenheim offen halten. Mit den neuen Autos kann man sich schon ein bisschen mehr berühren, als in den Jahren zuvor. In der Endphase der Saison will sich jeder empfehlen, von daher werden wir auf dem Red Bull Ring sicher wieder mehr Kontakte sehen. Man kennt die Fahrer, die etwas zu verlieren haben, das muss man natürlich im Rennen beachten. Die Strecke gefällt mir sehr gut. Sie hat alles, was man braucht: langsame Kurven, schnelle Kurven. Der Red Bull Ring ist sehr abwechslungsreich. Und natürlich ist auch die Atmosphäre toll. Letztes Jahr habe ich das Rennen am Sonntag gewonnen, daher habe ich sehr gute Erinnerungen. Es ist hier auch ein zweites Heimrennen für mich, weil einige Freunde aus meiner Wahlheimat Vorarlberg mit dabei sind.

Gerhard Berger (DTM-Vorsitzender)
[DTM]: „In der DTM ist die Konkurrenz sehr stark, das sorgt natürlich für spannende Rennen. Dem werden wir auch wieder in dieser Saison gerecht. Mann kann nie vorhersagen, wer bei den vorne mit dabei ist, die DTM ist immer für Überraschungen gut.“

[Fan-Nähe]: „Am Spielberg gehen wir in punkto Fan-Nähe einen Schritt weiter. Fans mit Fahrerlager-Tickets können vor dem Rennen in die Startaufstellung. Außerdem gibt es freien Eintritt für alle Schüler, damit bringen wir junge Leute zum Motorsport. Andreas Gabalier wird am Wochenende ebenfalls zu Gast sein!

Zum Gaststarter Sébastien Ogier: "Er ist natürlich ein Superstar im Rallye-Bereich, mehrmaliger Weltmeister und nach Walter Röhrl ein weiterer Rallyefahrer, der in der DTM an den Start geht. Die DTM Boliden kann man nur ganz schwer im Grenzbereich bewegen, da braucht es definitiv eine Eingewöhnungsphase. Aber ich traue ihm das schon zu. Super für uns, dass solche Fahrer die DTM am Radar haben.
Da Gaststarter bei den letzten 3 Renn-Wochenenden der DTM durch das Reglement eigentlich nicht zulässig sind fragte Autosport.at bei Gerhard Berger nach. Der DTM-Boss meinte daß eine Anfrage gekommen sei und keiner der 3 Hersteller Einwände geäußert hatte, insofern wäre das dann kein Problem gewesen.

[Erinnerungen an den Red Bull Ring]. „Für mich ist der Red Bull Ring emotional sicher die Rennstrecke, an die ich die besten Erinnerung habe: 1979 hab ich hier mein erstes Rennen bestritten, 1986 hatte ich in Führung liegend leider einen technischen Defekt. Ich komme immer wieder gerne hierher.

[Zukunft der DTM]: „Die Gespräche für 2019 und 2020 laufen im Hintergrund und dort bleiben sie auch vorerst. Den Ausstieg von Mercedes müssen wir natürlich ersetzen. Es gibt Gespräche mit anderen Herstellern. BMW und Audi unterstützen die DTM auch weiterhin. Das garantiert eine stabile Basis. Spätestens ab 2020 müssen wir neue Hersteller auf die Plattform bringen.

Live und hautnah dabei sind sie unter www.projekt-spielberg.com/ticket-station.
Fahrerlager-Tickets für DTM ganz nah. Wer das Benzin förmlich schmecken will, sollte sich exklusive Fahrerlager-Tickets gönnen. Einblicke gibt es damit unter anderem in die Boxengaragen, wo die Teams an den Rennfahrzeugen schrauben. In drei sogenannten Pitview-Areas – einer pro Hersteller – können die Fans, nur durch eine Scheibe getrennt, aus nächster Nähe mitverfolgen, wie am Setup der Autos gearbeitet wird. Eine zweite Variante, den Heiligtümern der Rennställe nahezukommen, sind die Pitwalks am Samstag und Sonntag. Rot-weiß-rote Power in der Formel 3... Am DTM-Wochenende 2018 auf dem Red Bull Ring sorgen zwei Partnerserien für zusätzliche Action auf der Rennstrecke. Rad an Rad mit klingenden Namen wie Mick Schumacher kämpft der Österreicher Ferdinand Habsburg-Lothringen bei drei Rennen in der FIA Formel-3-Europameisterschaft um seinen Heimsieg. 180908 MRD 03 DH 0256Bekommt Ingo Gerstl - heuer meist ohne Konkorrenz wie hier letztes Wochenende in Brno - in der BOSS GP am Spielberg nun ernsthafte "Spielgefährten" ?
Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.at


...und im BOSS GP. Als zweite Partnerserie sorgt erstmals die BOSS GP – „Big Open Single Seater“ – für Formel-Feeling auf dem Red Bull Ring. Am Start sind Boliden aus der Formel 1, GP2, World-Series-by-Renault, IndyCar und Formula Superleague. Am Spielberg werden unter anderem legendäre Rennautos von Toro Rosso, Benetton, Arrows, Minardi und Super Aguri am Start sein – darunter auch zwei Benetton B197 des Jahrgangs 1997, mit denen neben Jean Alesi und Alexander Wurz auch Österreichs F1-Legende und der aktuelle DTMVorsitzende Gerhard Berger um Grand-Prix-Siege gekämpft hat. Eingeteilt in zwei Klassen starten in der BOSS GP Königsklasse ehemalige Formel-1- und IndyCar-Boliden. Vor dem BOSS-GP-Saisonfinale am Spielberg führt der Österreicher Ingo Gerstl im Toro-Rosso-Cosworth von 2006 mit 250 Punkten die Tabelle an. Dieses Jahr war er jedoch meist ziemlich alleine auf der Strecke unterwegs, nahm den weiteren Startern wie am letzten Wochenende in Brno teilweise 10 Sekunden pro Runde ab. Aber das sollte die Motorsportfans nicht daran hindern sich diese Serie einmal hautnah zu geben - alleine der Motorensound von Ingo Gerstls Boliden ist sein Geld wert ! 

In der Formula-Klasse kämpfen die Piloten mit Dallara Autos aus der GP2 mit 4,0-Liter-V8-Motoren um den Sieg. In der BOSS GP geben die Piloten auf dem Red Bull Ring fünf Mal Gas. Vor zwei Rennen gibt es zwei Freie Trainings und ein Qualifying.

Alle Informationen zur DTM 2018 sind unter www.dtm.com zu finden. Details zu den Rennen auf dem Red Bull Ring gibt es unter www.projekt-spielberg.com und in der Spielberg App.

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