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Fanfaren für ein Open air-Festival
ar - Sommer, Sonne, kurvenreiche Landstraßen - das ist der ideale Lebensraum für die beiden neuen Cabrios aus dem Hause Porsche. Mit den beiden Cabrio-Versionen der kürzlich vorgestellten Porsche Carrera 4 und Carrera 4S beweisen die Stuttgarter jetzt sehr eindrucksvoll, dass es immer noch ein bisschen lustvoller geht.

Glücklich, wer unter freiem Himmel dem ganz besondern Fanfarenklang des Heckmotors lauschen und dessen Kraft beherrschen darf, immer in dem Bewusstsein, dank des immer noch unerreichten Fahrwerks mit Allradantrieb ständig Herr der Lage zu sein. Das erzeugt Gelassenheit und gleichzeitig ein Hochgefühl der besonderen Art. Da wird jede Fahrt durch den idealen Lebensraum dieses Porsche zu einem sehr entspannenden Kurzurlaub - umströmt und nicht gepeitscht vom Fahrtwind.

Unklar bleibt allerdings auch nach den ersten Fahrten mit den Carrera Cabrios, ob der Beifahrer ähnlich begeistert reagiert. Die einen sagen so, die anderen sagen so; denn die Querbeschleunigung, die dieser Sportwagen ermöglicht, ist im Wortsinne atemberaubend, erst recht, wenn im Carrera 4S das serienmäßige aktive Porsche-Fahrwerk Porsche Active Suspension Management (PASM) hart zur Sache geht.

Das Carrera 4 Cabriolet wird vom bekannten Sechszylinder-Boxer mit 3,6 Liter 239 kW (325 PS) angetrieben. Der Sportwagen beschleunigt in 5,3 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 280 Stundenkilometer. In der 4S-Variante arbeitet der 3,8 Liter-Motor mit 261 kW (355 PS). Diesem Modell gelingt der Sprint auf 100 km/h in 4,9 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 288 Stundenkilometer.

Ebenfalls aus der Coupé-Version des Carrera 4 stammt die Kraftübertragung bei den Cabriolets durch einen Allradantrieb mit Visco-Lamellenkupplung, der permanent zwischen fünf und 40 Prozent der Antriebskraft über die Vorderräder auf die Straße bringt. Das führt nicht nur zu einer guten Traktion auch auf schlechtem Untergrund, es verbessert auch den Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten.

Irgendwie haben es die Porsche-Techniker geschafft, die Fahrleistungen vom Coupé und vom Cabriolet identisch zu halten. Das gilt auch für die Verbrauchswerte, die angesichts der Leistung erstaunlich günstig ausfallen. Sie liegen im Euro-Schnitt beim Carrera 4 bei 11,3 Liter pro 100 Kilometer und beim 4S bei 11,8 Liter. Einen positiven Beitrag zu diesen Werten leistet wohl auch das geringe Gewicht des Allradantriebs, der mit 50 Kilogramm zu den Leichtgewichten gerechnet werden darf.

Die Karosserie der neuen offenen Sportwagen-Modelle Coupé und Cabriolet ist 44 Millimeter breiter als beim heckgetriebenen 911 Cabriolet. Das Stoffverdeck lässt sich in nur 20 Sekunden auf Knopfdruck automatisch öffnen und schließen und zwar bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Mit 42 Kilogramm wiegt das Cabrio-Verdeck nur knapp die Hälfte eines vergleichbaren Vario-Klappdaches, sorgt so für einen niedrigen Schwerpunkt und trägt damit zur erhöhten Querdynamik bei. Dabei ist das Stoffdach nicht nur technisch vorbildlich. Es sieht im geschlossenen Zustand auch noch attraktiv aus, weil es sich gut in die Silhouette des Carrera einfügt.

Der Innenraum birgt keine Überraschungen. Alles klar, übersichtlich, fahrerorientiert und hoch edel, aber zurückhaltend schön verpackt. Der Kofferraum misst im Cabrio 105 Liter, 30 Liter weniger als beim Coupé.

Das Überrollschutzsystem der neuen Cabriolets besteht aus höchstfesten Stahlrohren in beiden A-Säulen und zwei automatisch ausfahrenden Bügeln hinter den Fondsitzen. Zwei Kopfairbags ergänzen das System der passiven Sicherheit. Sie ruhen in Form flacher Kissen in der Türtafel und entfalten sich bei einem Seitenaufprall von unten nach oben, gewähren dem Kopf also auch bei geöffnetem Verdeck Schutz. Zwei Thorax-Airbags in den Seitenlehnen und zwei Frontairbags komplettieren den Insassenschutz.

Das beim 4S serienmäßige Porsche Stability Management (PSM) bietet zwei neue Funktionen: Die Vorbefüllung der Bremsanlage sorgt bei Bedarf für einen spontaneren Verzögerungsaufbau, und die hydraulische Bremskraftunterstützung, die wie ein Bremsassistent wirkt, hilft im Notfall, den vollen Bremsdruck aufzubauen. Als Option können beide neuen Cabrio-Versionen mit der Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) erworben werden.

Das Management (PASM) bietet bei Normal-Einstellung eine sportlich-komfortable Grundabstimmung der Dämpfer, steuert aber nach Betätigung der Sport-Taste Kennfelder mit betont strafferer Abstimmung an. In beiden Stellungen orientiert sich die Abstimmung permanent an der Fahrweise und an der Straßenbeschaffenheit. Das aktive Dämpfersystem wird beim Carrera 4 Cabriolet optional angeboten und kostet dort 1508 Euro Aufpreis.

In Deutschland liegen die Preise der Cabriolet-Versionen (inklusive Mehrwertsteuer) bei 92 865 Euro für den Carrera 4 und bei 103 073 Euro für den Carrera 4S. Für beide Cabrios wird auch die Keramik-Bremsanlage Porsche Ceramik Composite Brake (PCCB) für einen Preis von 7830 Euro angeboten. Porsche legt Wert auf die Feststellung, dass der Käufer für diese Preise mehr Porsche erhält als bisher. (ar/Sm)

Text: Peter Schwerdtmann / Auto-Reporter.net
Fotos: Porsche


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