Gernot Zeiringer illmer 605Wenn am Freitag die Lavanttal-Rallye 2019 startet nehmen 16 R5 Boliden und 74 weitere Teams den Kampf um die einzelnen Klassen auf - mit wem kann dabei gerechnet werden.

Die Uhr tickt auch im nunmehrigen Sommerzeitmodus unaufhörlich weiter. Was gleichzeitig heißt, dass das Kärntner Motorsport-Event des Jahres näher und näher rückt. Am Freitag um 13.30 Uhr erfolgt auf dem Rathausplatz in Wolfsberg der Start zur 43. Auflage der WeinbergerHolz Lavanttal Rallye.

Mit 16 R5-Boliden in der Königsklasse ORM ist die Rallye wohl einzigartig in Österreich. Wenngleich Organisationschef Horst Nadles zu Recht bemerkt: „Natürlich ist es schön und erfreulich, dass so viele der modernsten Rallye-Autos bei uns im Einsatz sind, aber das Augenmerk gilt auch den übrigen 74 Teams, die sich für die WeinbergerHolz Lavanttal Rallye 2019 angemeldet haben. Denn auch hier sind sehr starke Piloten mit interessanten Autos in den verschiedensten Klassen vertreten.“

Und wo der Obmann des MSC Lavanttal recht hat, hat er recht. Man braucht ja nur zum Beispiel Kris Rosenberger hernehmen. Der Ex-Staatsmeister ist mit seinem 400 PS starken Porsche 997 GT3, für den eigens eine RGT-Klasse eingerichtet worden ist, sicher nicht nur in der Lage, einen einzigartigen Sound zu produzieren, sondern kann so manchen Toppiloten möglicherweise auch ins Schwitzen bringen. Dasselbe gilt auch für das deutsche Hermann-Gassner-Duo. Robert Zitta IllmerRobert Zitta - Subaru Impreza WRX - derzeit Führender im Rallye-Cup - Foto: Harald IllmerDer Senior im Mitsubishi Evo X und der Junior im Toyota GT86 sind zwar für die österreichische Meisterschaft nicht punkteberechtigt, jedoch zu einem Top-ten-Platz jederzeit fähig. Diese Liste lässt sich locker mit schnellen Leuten wie Gernot Zeiringer im Skoda Fabia S2000, dem im Rallye-Cup führenden Oberösterreicher Robert Zitta im Subaru Impreza WRX, dem Wolfsberger Lokalmatador Andreas Mörtl im Mitsubishi Evo IX oder dem Niederösterreicher Hermann Haslauer, wie Zitta in einem Subaru Impreza, ergänzen.

Spannend verspricht auch der nationale Kampf in der 2WD-Staatsmeisterschaft zu werden. Hier liegt ja überraschend der Junior Martin Ritt in Führung. Dem Volvo-740-Pilot aus Oberreith in der Steiermark, den bei  der Rebenland-Rallye eigens ein Kamerateam des österreichischen Privatsenders Puls 4 begleitet hat, wurde erst durch einen Last-Minute-Sponsor  der Start im Lavanttal ermöglicht. Nun steht dort die Verteidigung der Spitzenposition auf dem Programm. Die ihm just zwei seiner steirischen Landsleute abluchsen wollen. Zum einen Michael Röck aus Trofaiach im Opel Corsa R2, der im Rebenland die 2WD-Wertung gewinnen konnte und wie Ritt ebenfalls auch in der Junioren-Staatsmeisterschaft auf Titeljagd ist. Zum anderen Enrico Windisch aus Kirchberg an der Raab, der im Citroen C2 R2 Max genauso gut zum Siegen fähig ist. Ein weiterer hoffnungsvoller Junior in der 2WD ist der Wolfsberger Rene Knauder. Er bestreitet mit seinem Fiat Stilo nach dem Rebenland im Lavanttal seine erst zweite Rallye.

Hermann Haslauer Illmer Auch Hermann Haslauer startet in einem Subaru Impreza - Foto: Harald IllmerEin immer wieder gerne gesehener Starter ist u. a. im M1 Rallye Masters im Einsatz. Der nach einem Skiunfall querschnittgelähmte Salzburger Reini Sampl zündet hier nach längerer Absenz wieder einmal seinen Audi TTS und wird damit sicher für gehörige Action sorgen.

Last but not least gibt es auch in der Historischen Staatsmeisterschaft ein erfreuliches Comeback in Wolfsberg. Das Europameister-Duo Karl Wagner/Gerda Zauner aus Wien gibt seinem Porsche 911 die Sporen und trägt damit auch die Favoritenrolle in der nostalgischen Abteilung.

Alles in allem ergibt das Starterfeld im Lavanttal, wie man sieht, auch abseits der elitären R5-Armada Spannung pur von A(igner) bis Z(itta).

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