27 Fahrzeuge gingen ins erste von drei Rennen an einem hektischen Rennsamstag in Monza, die SCC lieferte ihren zweiten „Dreierpack“ des Jahres. Emanuel Pedrazza im PRC von Hubert Jouhsen platzierte sich auf der Pole Position, neben ihm Gerd Beisel im Norma-Nissan. Als Gesamt-Neunter war Roman Hoffmann der schnellste Qualifikant der „kleine“ Sportwagen in der Division 2. Hinter Mirco Schultis im Dress-for-Less-PRC zeigte der Newcomer Valentin Hummel mit der drittschnellsten Zeit der Zweiliter-Truppe auf. Martin Dechent und Jochen Bender mit ihren Porsche waren diesmal die einzigen Vertreter der GT-Fraktion; bei den Crosslé hatte Heinz Grau im Training die Nase vorne.

Das Wetter präsentierte sich am Renntag wider Erwarten doch recht gut, die Strecke war trocken. Lauf 1 war ein echter Krimi.

Wieder mit dabei war auch Mike Roberts aus Großbritannien im Lola B2K/40, er kam allerdings nicht weit. In der Einführungsrunde kam er ins Schleudern und legte den frisch aufgebauten Wagen in die Leitschiene – leider leere Kilometer für den Briten.

Somit wurde das Rennen hinter dem Safety-Car gestartet, beim Restart stellten sich die italienischen Funktionäre leider nicht sehr glücklich an. Das Safety-Car verließ die Strecke, die Flaggen und Tafeln blieben aber draußen – Unsicherheit bei den Piloten! Wolfgang Payr reagierte am schnellsten und setzte sich an die Spitze. Bis Runde 5 lag Payr vorne, dann wurde er von Pedrazza passiert. Dahinter stets Gerd Beisel; die drei Autos waren nur durch Hunderstel getrennt.

In der allerletzten Kurve lancierte Beisel dann eine Attacke auf den zweitplatzierten Payr. Einen leichten Fahrfehler des Tirolers ausnutzend, setzte er sich neben ihn und ging mit zwei Rädern am Gras auf den letzten Metern vorbei. Damit siegt Pedrazza mit kaum 2 Zehntelsekunden Vorsprung vor Beisel, im ungefährgleichen Abstand dahinter Payr – ein knappes Finish!

Auf Platz 7 Hoffmann im nach dem Ausrutscher am österreichischen Berg wieder bestens hergestellten PRC-Honda als schnellster Zweiliter-Pilot, 13 Sekunden vor Schultis; dahinter Valentin Hummel.

Gesamt-Elfter wurde Bender im schnellsten Porsche, Kaspar Hungenberger setzte sich bei den Crosslé durch. 21 Fahrzeuge kamen ins Ziel.


In Lauf 2 übernahm Hubert Jouhsen das Siegerauto von Pedrazza. Dieses Rennen war quasi das „Rückspiel“ Payr gg. Beisel, diesmal behielt der Estebe-Chef die Oberhand mit knapp 6 Sekunden Vorsprung auf Beisel, dahinter Sabrina Hungerbühler aus der Schweiz. Immer besser in Schwung kam Roman Hoffmann, er klassierte sich auf Gesamtrang 7 und war damit in der Division 2 erfolgreich, hinter ihm wieder Schultis und Hummel.

Die GT sahen ein Double für Jochen Bender, und bei den Crosslé stellte Heinz Grau die aus den bisherigen Rennen sozusagen gewohnte Ordnung wieder her, er gewann vor Eggimann und Feigenwinter.

Das dritte SCC-Rennen bot einen spannenden Abschluss des Monza-Meetings. Gerd Beisel im Norma übernahm am Start die Führung. Wieder waren die schnellsten Fahrzeuge dicht beieinander. Zur Rennmitte dann eine entscheidende Situation: bei der Überrundung eines langsameren Crosslé ging Gerd Beisel vom Gas, Payr wollte das ausnutzen. Es kam zu einer Berührung. Beisel konnte weiterfahren, auch der Crosslé setzte das Rennen fort. Payr jedoch blieb mit Aufhängungsschaden auf der Strecke.

Die Kommissäre untersuchten diesen Zwischenfall und kamen abends zum Entschlus: Rennunfall, keine Strafen! Das Ergebnis wurde bestätigt, und damit ist auch eine Entscheidung in der Gesamtwertung gefallen: der österreichische Sportwagen-Meister 2008 heißt Gerd Beisel.

Wegen Untergewichtes seines Lucchini aus der Wertung genommen wurde allerdings der auf Rang 3 klassierte Renzo Meneghetti. Er lieferte sich ein unterhaltsames Gefecht mit Sabrina Hungerbühler, die Schweizerin durfte letztlich Platz 2 notieren. Nach Meneghettis Ausschluss gab es eine Überraschung auf Platz 3: Roman Hoffmann im schnellsten Fahrzeug der Division 2 klettert aufs „Stockerl“! Auf Rang 2 der Division lag Valentin Hummel in einem feinen Debüt-Weekend, Thorsten Rüffer komplettiert das Podium der Klasse bis 2000 ccm.

Voller Erfolg für Jochen Bender bei den GT, und Grau holt sich einen weiteren Crosslé-Sieg vor Eggimann und Hungenberger.

Mirco Schultis ging nach technischem Defekt leer aus, damit sind Rüffer und Schultis die großen Rivalen um den SCC-Titel in der Klasse. Wolfgang Payr führt weiterhin die SCC-Tabelle der großen Division an, vielleicht kann er sich beim letzten Meeting der Sports Car Challenge in Hockenheim am 17./18. Oktober schadlos halten.

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